Wildschweinabschüsse Delmenhorster Bundespolitikerin Mittag kritisiert Bauernverband

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Der Bauernverband fordert großflächige Tötungen von Wildschweinen. Die Delmenhorster Bundestagsabgeordnete reagiert mit Unverständnis auf diese Forderung. Symbolfoto: Ralf Hirschberger/dpaDer Bauernverband fordert großflächige Tötungen von Wildschweinen. Die Delmenhorster Bundestagsabgeordnete reagiert mit Unverständnis auf diese Forderung. Symbolfoto: Ralf Hirschberger/dpa

Delmenhorst. Der Bauernverband fordert großflächige Tötungen von Wildschweinen. So sollen Schweinebauern vor Schaden bewahrt werden, weil Wildschweine die Afrikanische Schweinepest verbreiten könnten. Die Delmenhorster Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD) reagiert mit Unverständnis auf diese Forderung.

70 Prozent aller Wildschweine in Deutschland sind zum Abschuss freizugeben, um so Schaden von hiesigen Schweinebauern durch die sich ausbreitende Afrikanische Schweinepest fernzuhalten. Auf diese Forderung des Deutschen Bauernverbands reagiert die Delmenhorster Bundestagsabgeordnete, Susanne Mittag (SPD), mit Kopfschütteln. „Anstatt im blinden Aktionismus sogar Muttersauen und Frischlinge zu schießen gilt es, die Übertragungen durch den Transport zu verhindern.“

Mittag: Größere Gefahrenquellen als Wildschweine

Wirft dem Bauernverband Aktionismus vor: Susanne Mittag (SPD). Foto: Büro Mittag

Mittag nennt Reisende und Berufskraftfahrer, die die Krankheit an Schuhen, Kleidung und Fahrzeugen einschleppen könnten, als größere Gefahrenquelle. Wichtiger sei es, den Transitverkehr stärker zu kontrollieren, Regelverstöße konsequent zu ahnden oder bestehende Wildzäune in den Grenzregionen zu reparieren, teilt die Bundespolitikerin mit. Landwirte hingegen seien aufgefordert, mit präventiven Hygienemaßnahmen die Schweinepest vom Stall fernzuhalten.


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