Arien und Schlager zum Festtag Förderkreis Industriemuseum Delmenhorst besteht 30 Jahre



Delmenhorst. Im Jahr 1987 hat sich der Förderkreis Industriemuseum Delmenhorst (FID) gegründet. Seither setzt er sich im Sinne der Gründer für die Nordwolle ein.

Der Förderkreis Industriemuseum (FID) feiert sein 30-jähriges Bestehen am Donnerstag, 25. Januar, mit einer Festveranstaltung in der Turbinenhalle des Museums. Einlass für einen Begrüßungstrunk ist ab 19 Uhr, die Begrüßung sowie das Grußwort der Stadt Delmenhorst folgen um 19.30 Uhr. Ab 20 Uhr singt dann die Opernsängerin Stefanie Golisch, begleitet von der Pianistin Sayaka Namizuka, im Festprogramm unter dem Titel „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ Arien und Schlager aus den 1920er Jahren – von Komponisten, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und vertrieben wurden. Der Eintritt ist frei. Der FID bittet die Gäste, ihn mit Spenden für weitere Projekte und Aktionen für das Museum zu unterstützen.

Bürger engagieren sich

Zur Geschichte des Fördervereins: Nach der Insolvenz der Vereinigten Kammgarspinnerei 1981 und dem Konkurs der Firma Rehers 1982 ist in der Politik und in der Bürgerschaft diskutiert worden, was mit dem großen stadtnahen Gelände der ehemaligen Nordwolle geschehen solle. An diesen Diskussionen beteiligte sich seit den Vorbereitungen einer Veranstaltung im Jahr 1984 zur Gründung der Nordwolle im Jahr 1884 auch eine Bürgergruppe, die Ende 1987 beschloss, einen Verein zu gründen, der dafür sorgen wollte, dass das industrielle Erbe der Stadt auf der Nordwolle wenigstens teilweise erhalten bleibt und gepflegt wird. Zur besseren Umsetzung dieses Zieles wurde im Januar 1988 der Förderkreis Industriemuseum Delmenhorst (FID) als Verein gegründet. Auf Initiative dieses Vereins gab es dann schon lange vor der Eröffnung des „Fabrikmuseums Nordwolle“ im Jahr 1996, das heute der dominierende Teil des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur ist, Führungen, Museumsfeste und andere Veranstaltungen auf der Nordwolle und speziell in der Turbinenhalle.

Der FID ist seinen Gründungsmitgliedern, unter ihnen die früheren Vorsitzenden Elena Ezeani (Schöfer), Gisela Meyer, Franz-Josef Hellbernd und Aktivisten wie Ruth Müller, Hans Wöhler, Berthold Bellersen, Ingrid Schimkönig und die heute noch aktive Ehrenratsfrau Käthe Stüve, für ihren erfolgreichen Einsatz für das industrielle Erbe der Stadt in enger Kooperation mit dem früheren Museumsleiter Hans-Hermann Precht sehr dankbar.

Bis heute aktiv

Der FID hat bis heute im Sinne seiner Initiatoren und Gründer seine Aktionen mit jährlichen Museumsfesten, Wolleanertreffen, Kinder- und Familientagen im Museum und einzelnen Kulturveranstaltungen auf der Nordwolle und Exkursionen zu regionalen Museen fortgesetzt.


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