Roswell-Tour 2017 Marteria feiert Megaparty in der Bremer ÖVB-Arena

Von Eyke Swarovsky


Bremen. Wer schon einmal ein Marteria-Konzert besucht hat, der wusste, was ihn am Freitagabend in der Bremer ÖVB-Arena erwarten wird: Zwei Stunden Party mit 110 Prozent Energie.

Als es vor ein paar Jahren im Modernes begann, spielte Marteria vor rund 100 Leuten. Beim nächsten Mal stand er schon im Pier 2 auf der Bühne. Am Freitag steht der Rostocker zum zweiten Mal in der ausverkauften ÖVB-Arena vor mehr als 7000 Menschen und feiert eine riesige Party.

Altes und Neues gemischt

Marteria bietet seinen Fans an diesem Abend alles, was sie verlangen. Alte Songs à la „Endboss“ oder „Lila Wolken“ gemischt mit den Hits des neuen „Roswell“-Albums. Von „El Presidente“ über „Das Geld muss weg“ hin zu „Aliens“ oder „Scotty beam mich hoch“. Dabei gibt der Rostocker stets mehr, als er müsste, um das Publikum mitzureißen. Ein Marteria-Konzert ist vor allem eines: energiegeladen bis unter die Hallendecke.

Zwei Stunden Vollspannung

Marteria rappt, singt, feiert, springt, zündet Fackeln bei „bengalische Tiger“, kommt als Marsimoto auf die Bühne und gibt „Grüner Samt“ zum Besten. Die Lichtshow ist riesig, die Bässe wummern, die Menge tanzt. Dabei gibt es nicht einen einzigen Moment, in dem die Spannung reißt. Und so vergehen zwei Stunden Konzert wie im Flug.

Und plötzlich sind sehr viele nackt

Beim großen Finale rastet die Menge dann komplett aus, wenn Marteria zu den berühmten „letzten 20 Sekunden“ ausholt. Hunderte Fans reißen sich ihre Shirts vom Leib, schmeißen sie in die Menge und müssen anschließend halbwegs nackt wieder nach draußen. Marteria, ebenfalls halb nackt, nimmt samt Fotograf Paul Ripke, auch halb nackt, noch ein Bad in der Menge und es grenzt an ein Wunder, dass die beiden lebend wieder aus dem Getümmel kommen. Dazu Strobo, Konfettikanonen, Flammen und eine bebende Arena.

Marteria verneigt sich vor Bremen – und Bremen vor Marteria. Ein großartiger Konzertabend.