Mehrere Schlägereien Flüchtlinge und Polenböller sorgen für Einsätze in Bremen

In Bremen-Nord gab es am Sonntagabend mehrere Polizeieinsätze. Symbolfoto: dpaIn Bremen-Nord gab es am Sonntagabend mehrere Polizeieinsätze. Symbolfoto: dpa

Bremen. Mehrere Zwischenfälle haben am Sonntagabend eine verstärkte Polizeipräsenz in Bremen-Nord auf den Plan gerufen. Am Ende war die Lage weniger dramatisch als befürchtet.

Gegen 22 Uhr wurde über den Notruf eine sich anbahnende Schlägerei wegen gestohlener Mobiltelefone unter Flüchtlingen in der Unterkunft in der Alwin-Lonke-Straße gemeldet. Vor Ort stellte sich allerdings heraus, dass die Diebstähle bereits vor Wochen begangen worden waren. Da sich die Jugendlichen jedoch gegenseitig misstrauten und verdächtigten, vermuteten die Betreuer laut Polizeibericht eine bevorstehende Schlägerei.

Beim Eintreffen der Polizeikräfte hatte sich die Stimmung bereits wieder normalisiert. Wegen der Handydiebstähle wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Böller vor Flüchtlingsunterkunft

Aus der Turnhalle in der Ernst-Reuter-Straße meldeten Mitarbeiter der Security gegen 22.45 Uhr, dass Unbekannte Knallkörper aus einem Auto heraus geworfen hatten. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand dadurch kein Schaden.

Ärger nach Zündung von Polenböllern

Direkt danach wurde der Polizei eine größere Schlägerei im Bereich der Grohner Dühne gemeldet. Auch hier hatten offensichtlich zunächst mehrere Personen sogenannte Polenböller gezündet. Als sich daraufhin Anwohner wegen des Lärms beschwerten, wurden sie körperlich angegangen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich die Lage bereits beruhigt. Allerdings wurde einem 29 Jahre alten Mann eine blutige Unterlippe zugefügt, sein 24-jähriger Bruder erlitt eine kleinere Kopfplatzwunde. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.


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