Fake-Shop im Internet Betrug mit Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel in Bremen

Internetbetrüger haben Kunden aus Bremen heraus mit nicht vorhandenen Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln um ihr Geld gebracht. Symbolfoto: dpaInternetbetrüger haben Kunden aus Bremen heraus mit nicht vorhandenen Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln um ihr Geld gebracht. Symbolfoto: dpa

Bremen. Fake-Shops nutzen aktuell die Angst der Menschen vor dem Coronavirus aus. In Bremen boten Betrüger über eine gefälschte Internetplattform Medizinprodukte an. Mehrere Großkunden bestellten und überwiesen per Vorkasse - geliefert wurde nichts.

Der vermeintlich in Bremen ansässige Händler lockte laut Mitteilung der Polizei mit Atemschutzmasken und anderen medizinischen Produkten, die aufgrund der Angst um das Coronavirus teilweise vergriffen waren. Die Betrüger agierten bundesweit und akquirierten ihre potentiellen Käufer telefonisch. Die Kunden, die solche Ware bestellten, aber nicht geliefert bekamen, erstatten daraufhin Strafanzeige. 

Ermittlungen der Bremer Kriminalpolizei ergaben, dass es sich bei der angegebenen Adresse der Firma um eine Scheinanschrift handelte. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur haben dir Betrüger mit ihrer Masche rund 200.000 Euro erbeutet. Die weiteren Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.

Polizei warnt vor professioneller Masche

Die Polizei warnt: Fake-Shops, also gefälschte Internet-Verkaufsplattformen, sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Sie sind teilweise Kopien real existierender Websites, wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Das ist das Ziel der Betrüger: Mit aus dem Internet kopierten Produktbildern und Informationen, professionell aufgemachten AGB und einem gefälschten Impressum wollen diese das Vertrauen der Käufer gewinnen und sie so zum Kauf animieren. Ein weiteres Lockmittel ist der scheinbar besonders günstige Preis des gesuchten Produkts. Hat ein Kunde angebissen und Ware bestellt, sind die Betrüger am Zug. Sie verschicken entweder minderwertige Ware zu einem überhöhten Preis oder liefern nach einer Vorauszahlung das Produkt gar nicht.


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