Arbeitsreiche Freimarkt-Tage Bremer Polizei zieht gemischtes Fazit zum Freimarkt

Die Polizei zieht ein gemischtes Fazit zum Bremer Freimarkt 2019. Foto: imago-images / Eckhard StengelDie Polizei zieht ein gemischtes Fazit zum Bremer Freimarkt 2019. Foto: imago-images / Eckhard Stengel

Bremen. Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen die Marktordnung, Diebstahlsdelikte aber auch Falschparker haben die Beamten der Freimarktwache während des Volksfests beschäftigt. Größere Zwischenfälle sind nicht bekannt.

Mit heutigem Stand hat die Polizei Bremen laut eigener Pressemitteilung während der Freimarktzeit 52 Körperverletzungsdelikte aufgenommen. Dabei handelte es sich überwiegend um Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die teilweise unter erheblichem Alkoholeinfluss standen. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat keiner der Beteiligten schwerwiegende Verletzungen davon getragen. In vier Fällen ermittelt die Kriminalpolizei wegen sexueller Belästigung. In allen Fällen kam es zu unsittlichen Berührungen. In zwei Fällen besteht der Verdacht, dass K.O.-Tropfen verabreicht wurden. 

Viele Verstöße gegen Glasflaschenverbot

Die Polizei hat 667 Verstöße gegen die Marktordnung registriert. Dabei wurde überwiegend das Glasflaschenverbot missachtet. 64 Personen wurden Platzverweise erteilt. An einem Fahrgeschäft löste sich am ersten Freitag eine Halterung, eine Person verletzte sich dabei leicht. 

Verkehr gezielt in den Fokus genommen

In diesem Jahr ließen die Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsdienst 260 verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge abschleppen, ahndeten mehr als 4250 Verkehrsverstöße und fertigten elf Strafanzeigen gegen Autofahrer, die nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren. Über 2300 Fahrzeugführer mussten an den aufgestellten Verbotsschildern abgewiesen werden. Insbesondere an den Tagen, an denen Konzerte in der ÖVB-Arena stattfanden, kam es nach Angaben der Polizei teilweise zu massiven Verkehrsbehinderungen, sodass vereinzelt Straßen für den Individualverkehr gesperrt wurden.

Eine Sprecherin der Polizei Bremen bestätigte unserer Redaktion auf Anfrage, dass die Fallzahlen im Allgemeinen im Vergleich zu den Vorjahren gesunken seien. Die Anzahl der Verkehrsdelikte sei hingegen deutlich gestiegen. Das liege aber vor allem daran, dass Verkehrssünder in diesem Jahr ganz gezielt von Polizei und Ordnungsamt in den Fokus genommen worden sind. 


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