Fiktives Anschlagsszenario Polizei übt Terroreinsatz am Bremer Hauptbahnhof

Die Polizei plant eine Goßübung am Bremer Hauptbahnhof. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpaDie Polizei plant eine Goßübung am Bremer Hauptbahnhof. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpa

Bremen. Großübung in Bremen: Die Bundespolizeidirektion Hannover will zusammen mit der Polizei Bremen und mit Unterstützung der Deutschen Bahn und der Feuerwehr Bremen in der Nacht zu Freitag, 13. September, im Bremer Hauptbahnhof eine Übung mit mehreren unterschiedlichen, fiktiven Terror-Anschlagsszenarien absolvieren.

An dem Abend und in der Nacht wird laut Mitteilung der Polizei das Vorgehen gegen terroristische Täter sowie die Rettung und Versorgung Verletzter im Zusammenspiel der zahlreichen Akteure in einer komplexen und lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen trainiert. Durch die nächtliche Übungszeit sollen die Auswirkungen auf Unbeteiligte möglichst geringgehalten werden. „Der Ablauf der Übung kann durch die Abgabe von Schüssen mit Platzpatronen und simulierte Explosionen mit Knallkörpern zu Lärmbelästigungen rund um den Hauptbahnhof führen“, heißt es weiter. Zwar werden umfangreiche Sichtschutzwände aufgebaut, aber schon die Schüsse und Schreie der Übungsteilnehmer könnten Reisende verunsichern. 

Teile für Öffentlichkeit gesperrt

In der Zeit von Donnerstag, 22 Uhr, bis Freitag, 4 Uhr, werden nördliche Teile des Hauptbahnhofes sowie des Personentunnels und die Schließfachanlage für die Öffentlichkeit gesperrt. Züge werden teilweise auf andere Gleise verlegt. Der südliche Teil des Bremer Hauptbahnhofes vom Bahnhofsplatz zur Bürgerweide ist weiterhin passierbar. Folglich wird der Reiseverkehr nicht beeinträchtigt, teilt die Polizei mit.

Zur Information der Reisenden werden im Hauptbahnhof und den ankommenden Zügen Durchsagen erfolgen. Zusätzlich werden Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG vor Ort Fragen zu Zugverbindungen beantworten.

„Im Hauptbahnhof Bremen, aber auch im Außenbereich, werden in dieser Nacht eine Vielzahl von Einsatzkräften und Einsatzfahrzeugen unterwegs sein. Statisten, die als Verletzte geschminkt sind, werden Teil der Übung sein und dienen lediglich der realistischen Darstellung“, erläutert die Polizei das Szenario.


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