„Belastungsgrenze überschritten“ Handelskammer Bremen kritisiert Baustellenplanung in der City

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Die Gewerbetreibenden in der Bremer Innenstadt leiden laut Handelskammer Bremen derzeit erheblich unter dem aktuellen Baustellengeschehen. Foto: Michael GründelDie Gewerbetreibenden in der Bremer Innenstadt leiden laut Handelskammer Bremen derzeit erheblich unter dem aktuellen Baustellengeschehen. Foto: Michael Gründel

Bremen. Die Gewerbetreibenden in der Bremer Innenstadt leiden derzeit erheblich unter dem aktuellen Baustellengeschehen und der eingeschränkten Erreichbarkeit für Kunden, die mit dem Auto – auch aus Delmenhorst – in die Innenstadt kommen. Das betont die Handelskammer Bremen.

„Besucherfrequenz und Umsätze haben sich spürbar zum Negativen verändert. Die Einstellzahlen in den Parkhäusern sind merklich zurückgegangen. Aus Sicht der Handelskammer ist die Belastungsgrenze überschritten“, heißt es in einer Mitteilung.

Handelskammer-Präses Harald Emigholz sagt: „Es kann nicht das Ergebnis guter Planung sein, dass zeitgleich am Breitenweg, im Herdentorsteinweg, in der Bürgermeister-Smidt-Straße, auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke, an der Auffahrt von der Martinistraße zur Wilhelm-Kaisen-Brücke und auf dem Osterdeich gebaut wird.“ Die Handelskammer kritisiert, dass die Innenstadtwirtschaft bei anstehenden Baumaßnahmen regelmäßig vor vollendete Tatsachen gestellt werde.

„Für die Handelskammer ist nicht nachvollziehbar, wenn Senator Dr. Lohse behauptet, er könne die ganze Aufregung nicht verstehen, schließlich seien die Baumaßnahmen mit der Innenstadtwirtschaft abgestimmt worden. Das ist definitiv nicht der Fall gewesen“, sagt Emigholz.

Verkehrsressort und Wirtschaftsressort zusammenlegen

Tatsächlich hätten sich Handelskammer und Vertreter des Einzelhandels stets um eine Verschiebung insbesondere der Maßnahmen am Herdentorsteinweg und auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke aus der für den Einzelhandel wichtigsten Zeit des Jahres eingesetzt. Aber gegen die dringenden Appelle der Innenstadtwirtschaft habe die Spitze des Verkehrsressorts die Entscheidung getroffen, alle im Raum stehenden Verkehrsmaßnahmen in diesem Herbst auszuführen.

„Das Handeln von Senator Dr. Lohse sorgt dafür, das Bremen seiner Rolle als Oberzentrum der Region nur schwer gerecht werden kann“, kritisiert Emigholz. „Die vollkommen unbefriedigende Verkehrspolitik der letzten acht Jahre bestärkt uns in unserer Forderung, das Verkehrsressort perspektivisch mit dem Wirtschaftsressort zu verschmelzen. Dieser Schritt ist überfällig.“


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