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Feuer auf Luxusjacht ausgebrochen Millionenschaden bei Großbrand in Bremer Lürssen-Werft

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Rauch steigt über der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack in den Himmel. In der Werft war in der Nacht zum Freitag ein Dock zum Bau von Schiffen samt Schiffsneubau in Flammen aufgegangen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpaRauch steigt über der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack in den Himmel. In der Werft war in der Nacht zum Freitag ein Dock zum Bau von Schiffen samt Schiffsneubau in Flammen aufgegangen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa 

Bremen. Auf der Lürssen-Werft in Bremen-Aumund kämpft die Feuerwehr seit der Nacht zu Freitag mit einem Großaufgebot gegen einen Brand auf einer Luxusjacht.

Unter den 160 Einsatzkräften sind auch 52 Feuerwehrleute aus Niedersachsen, darunter zwölf aus der Ortsfeuerwehr Bookholzberg. Das Feuer war in der Nacht zu Freitag auf einem der mehr als zehn Decks der Jacht ausgebrochen. Die Ursache ist noch unklar. Medienberichten zufolge soll es sich um das Luxusschiff „Sassi“ handeln. 

Luxusjacht stand kurz vor der Auslieferung

Das Großfeuer auf der 146 Meter langen Luxusjacht, die nach Informationen unserer Redaktion kurz vor der Auslieferung stand, war gegen 2 Uhr nachts ausgebrochen. Noch am Freitagabend kämpfen die Einsatzkräfte damit, ins Innere des Schiffes zu gelangen. Während der Brand des Schwimmdocks zu diesem Zeitpunkt schon gelöscht war, gab es laut Andreas Desczka, Pressesprecher der Feuerwehr Bremen, an Bord weiterhin Bereiche, in denen die Flammen loderten. „Wir haben zum Teil Stellen, da glüht das Metall leuchtend rot.“

Rauch steigt über der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack in den Himmel. In der Werft ist in der Nacht zum Freitag ein Dock zum Bau von Schiffen samt Schiffsneubau in Flammen aufgegangen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Der Schaden wird schon jetzt auf mehrere Millionen Euro beziffert. Wegen der schwierigen baulichen Gegebenheiten sind auch Feuerwehrleute der Meyer-Werft in Papenburg unterstützend im Einsatz. Die 52 Helfer aus Niedersachsen stammen aus acht Ortsfeuerwehren, die in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort liegen, und sind als Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Neben den zwölf Einsatzkräften aus Bookholzberg sind mehr als 20 Feuerwehrleute aus Lemwerder vor Ort. 

Löscharbeiten dauern an

Nach Stand Freitagabend sollten die Löscharbeiten noch die Nacht hindurch dauern. Von der Feuerwehr Brunsbüttel wurde zudem Spezialgerät angefordert, um sich weiter ins Innere der Jacht vorarbeiten zu können. 

In der Nacht zum Freitag ist ein Dock der Lürssen-Werft zum Bau von Schiffen samt Schiffsneubau in Flammen aufgegangen. Foto: Sven Schneider

Gasflaschen explodiert

Neben den gewaltigen Temperaturen, die beim Brand eines Schiffes entstehen, erschweren Gefahrstoffe die Löscharbeiten zusätzlich. Laut Desczka sind in verschiedenen Bereichen an Deck Gasflaschen explodiert.


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