Sendung könnte Gift enthalten Weißes Pulver in Brief ruft Bremer Polizei auf den Plan

Von Jan Eric Fiedler

Verdächtiges Pulver in einem Brief hat am Dienstag zu einem langen Polizeieinsatz in Bremen geführt. Foto: NonstopnewsVerdächtiges Pulver in einem Brief hat am Dienstag zu einem langen Polizeieinsatz in Bremen geführt. Foto: Nonstopnews

Bremen. Einem 70 Jahre alten Mann wurde am Dienstagnachmittag in der Bremer Neustadt ein Brief zugestellt, der weißes Pulver enthielt. Der Bremer klagte daraufhin über Juckreiz und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Laut Polizeibericht gab der 70-Jährige an, dass er einen an ihn adressierten Briefumschlag geöffnet hatte, aus dem ein unbekanntes weißes Pulver rieselte, das unverzüglich eine Reizung in Nase und Gesicht verursachte. Da die Zusammensetzung und die Gefährlichkeit der unbekannten Substanz kurzfristig nicht analysiert werden konnte, riegelten Einsatzkräfte das Mehrparteienhaus vorsorglich ab. Die ersten eingetroffenen Polizisten und ein Sanitäter durften das Haus nicht verlassen. Die Mainstraße wurde für den Fahrzeugverkehr zwischen Delmestraße und Rheinstraße gesperrt.

Testergebnisse stehen noch aus

Da auch ein Schnelltest laut Polizei keine verwertbaren Ergebnisse brachte, wurde die Substanz durch Einsatzkräfte zwecks Untersuchung zu einem Fachlabor nach Hannover gefahren. Die Ergebnisse werden im Laufe des Mittwochs erwartet. Der 70-Jährige wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die Einsatzkräfte mussten sich vorsorglich ihrer Kleidung entledigen und konnten anschließend nach Hause fahren. Die Sperrung der Mainstraße wurden gegen 22.50 Uhr aufgehoben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen.