Nach Panne im Dezember Bremer Polizei fasst geflüchteten mutmaßlichen Drogendealer

Von Frederik Grabbe

Die Polizei hat einen zur Fahndung ausgeschriebenen mutmaßlichen Drogendealer wieder eingefangen. In der Nacht auf Samstag konnten Beamte den Mann fassen. Symbolfoto: Michael GründelDie Polizei hat einen zur Fahndung ausgeschriebenen mutmaßlichen Drogendealer wieder eingefangen. In der Nacht auf Samstag konnten Beamte den Mann fassen. Symbolfoto: Michael Gründel

Delmenhorst. Die Bremer Polizei hat einen zur Fahndung ausgeschriebenen mutmaßlichen Drogendealer wieder eingefangen. In der Nacht auf Samstag konnten Beamte den Mann fassen – bei einer Verkehrskontrolle. Im Dezember war der 37-Jährige der Polizei beim Gang aufs Präsidium entwischt.

Diese Panne war arg peinlich für die Bremer Polizei: Im Dezember hatte die Polizei einen 37-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht stand, im großen Stil Drogen nach Deutschland eingeführt zu haben. Bei dem Gang aber aufs Polizeipräsidium floh der Mann beim Aussteigen aus dem Polizeiwagen. Die Polizei leitete in der Folge eine Fahndung ein und strengte Disziplinarverfahren an, um zu prüfen, inwiefern zwei beteiligte Beamte ein Fehlverhalten an den Tag gelegt hatten.

Polizisten fassen Geflohenen bei Verkehrskontrolle

Nun ist der mutmaßliche Drogendealer gefasst worden – bei einer Verkehrskontrolle. In der Nacht auf Samstag wollten Polizisten gegen 4 Uhr einen Audi auf der Neuenlander Straße anhalten, weil dieser mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr, berichten die Beamten. An der Hohentorsheerstraße stellten sie den Wagen. Drei Personen stiegen aus und flüchteten.

Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet

Darunter war auch der gesuchte 37-Jährige, wie sich später herausstellte. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und konnte die drei Flüchtigen fassen. Dabei verletzte sich der zur Fahndung ausgeschriebene Mann im Gesicht, als er bei der Flucht mit dem Kopf gegen einen geparkten Wagen schlug, berichtet die Polizei. Bei der Festnahme habe der Mann Widerstand geleistet. Nach kurzer Behandlung im Klinikum wurde er in das Bremer Gefängnis gebracht. In dem Wagen fanden die Polizisten eine Pistole und Munition. Gegen alle drei wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.