Städtetrip Frankfurt: Viel mehr als Wolkenkratzer

Von Carsten Blumenstein | 09.09.2021, 06:41 Uhr

Frankfurt am Main punktet mit sehenswerten Museen und sehenswertem Grün. Tipps für einen Trip in die Metropole.

Die Skyline in Frankfurt ist schon imposant. Wenn man sich von Norden der Mainmetropole auf der A5 nähert, hat man nach einer Anhöhe circa 50 Kilometer vor Frankfurt einen tollen Blick auf die Mainebene und die vielen Hochhäuser der Stadt. 18 der 20 höchsten Häuser Deutschlands stehen in Frankfurt, angeführt vom Commerzbank Tower und vom Messeturm. Beide haben viele Jahre die Liste der höchsten Wolkenkratzer Europas angeführt.

Abseits der der Hochhäuser

Es lohnt sich, die Hochhäuser auch mal aus der Nähe zu betrachten, Frankfurt hat aber noch viel mehr zu bieten als Wolkenkratzer und gestresste Banker, die zum Großteil in diesen Gebäuden arbeiten. Gut, da gibt es auch noch die historischen Sehenswürdigkeiten wie Römer und Paulskirche, doch Frankfurt ist vor allem die Stadt der Museen und der Grünanlagen.

Das Museumsufer Frankfurt zählt zu den wichtigsten internationalen Museumsstandorten. Ob zeitgenössische Kunst oder alte Meister, Goethe oder seine literarischen Erben, Welt- oder Geldkultur, ob Karikaturen oder Skulpturen, Design oder Stadtgeschichte: Die 37 Museen und Ausstellungshäuser bieten Kurioses und Spektakuläres, Leises und Lautes, kleine Fundstücke und große Überblicke in einzigartiger Vielfalt. Am Museumsufer inmitten von Frankfurts Innenstadt finden sich zahlreiche Oasen der Ruhe und Erholung.

26 Museen in der Nähe des Mainufers

Den Kern der Frankfurter Museumslandschaft bilden 26 Museen in der Nähe des Mainufers in optimaler Lage mit kurzen Wegen untereinander sowie ins Stadtzentrum. Seit Ende 2007 präsentieren sich die Häuser unter der Dachmarke Museumsufer Frankfurt. 1978 entwarf der damalige Kulturdezernent Hilmar Hoffmann zusammen mit dem Oberbürgermeister Walter Wallmann das Konzept dieses Kulturensembles im Zentrum der Stadt Frankfurt. Auf beiden Seiten des Mains sollte „Kultur für Alle“ entstehen, wie Hoffmann mit seinem 1979 erschienenen Buch forderte. Dabei sollten nach den Planungen des Frankfurter Büros Albert Speer und Partner die Gründerzeitvillen am Schaumainkai mit ihren großen Gärten erhalten bleiben und somit ein „Museumspark“ von überregionaler Bedeutung entstehen.

Im Folgenden wurden zwischen 1980 und 1990 bestehende Museen erweitert und ausgebaut. Zudem entstanden neue Museen in umgebauten ehemaligen Patriziervillen an der von Platanen gesäumten Uferpromenade und Neubauten von renommierten Architekten, die Traditionshäuser und zahlreiche Bürgerstiftungen wie beispielsweise das Städel Museum oder das Liebieghaus ergänzt wurden. Das Ensemble bildet heute ein kulturelles und stadträumliches Komplementärprogramm zur Frankfurter Skyline.

Frankfurts grüne Seite

Der andere Kontrast zu den Wolkenkratzern sind die vielen Grünanlagen in Frankfurt. Der Palmengarten ist einer der größten öffentlichen Gärten und gilt auch als einer der schönsten der Stadt. Von Besuchern wird er oft auch als mediterrane Oase beschrieben, denn er beherbergt mehrere Palmenhäuser und Tropengewächshäuser.

Er ist 22 Hektar groß und einer der größten seiner Art. Zu finden ist er im Stadtteil Westend. Sehr sehenswert ist der Bethmannpark. Durch dicke Mauern vom hektischen Großstadtverkehr abgeschirmt, liegt diese Oase der Ruhe auf dem ehemaligen Gartengelände der Bankiersfamilie Bethmann. Mit seiner vielfältigen Blütenpracht und den üppigen Blumenbeeten gleicht der Bethmannpark mehr einem kleinen Kurpark. Ein Schmuckstück ist der chinesische Garten, der mit Teich, kleiner Brücke und einem mit Drachen geschmückten Stufenportal nach den klassischen Gestaltungsprinzipien der Harmonielehre Feng Shui angelegt wurde. Das Ambiente lädt zum Meditieren ein.

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