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Klinikum Osnabrück Fächerübergreifend: So arbeitet die Viszeralmedizin

19.06.2021, 08:00 Uhr

„Viszeral“ – das bedeutet „die Eingeweide betreffend“ oder „zu den Eingeweiden gehörend“. Der medizinische Fachbereich befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Organe im Bauchraum und im Verdauungstrakt.

Um Patienten mit solchen Erkrankungen eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen, besteht am Klinikum Osnabrück ein viszeralmedizinisches Zentrum, in dem Ärzte aus allen beteiligten Fachgebieten ihre Kompetenzen bündeln.Neben der Gastroenterologie, also der Magen-Darm-Heilkunde, sind unter anderem die weiteren Fachrichtungen der Inneren Medizin sowie die Chirurgie und Onkologie daran beteiligt. Wie die Chefärzte Dr. Corinna Petz, Dr. Johannes Rey und Dr. Jürgen Tepel betonen, sichert die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit eine hochspezialisierte Versorgung für Patienten mit Erkrankungen aus allen Teilgebieten der Viszeralmedizin.

Ursachen für Beschwerden werden mit modernsten Untersuchungsmethoden diagnostiziert und dann konservativ, interventionell oder operativ behandelt. Dafür stehen neben allen endoskopischen Standardverfahren auch die Endosonografie, also die Kombination aus Magenspiegelung und Sonografie, und die Spiralenteroskopie zu Verfügung, die eine vollständige Untersuchung des Dünndarms ermöglicht.

Besondere Expertise

Für Patienten werden umfassende, individuell abgestimmte Behandlungen festgelegt, bei denen alle Schritte koordiniert ablaufen. Zum Behandlungsspektrum gehören alle gutartigen entzündlichen Erkrankungen von Magen, Gallenblase und Gallenwegen, Bauchspeicheldrüse und Darm sowie die Krebserkrankungen dieser Organe. Dabei ist das Klinikum seit Jahren auch als Darmkrebszentrum, als Zentrum für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und darüber hinaus als viszeralonkologisches Zentrum zertifiziert, so dass in allen Teilbereichen der Onkologie eine besonders große Expertise gesichert ist.

Das operative Spektrum der Viszeralmedizin umfasst alle Eingriffe dieses Fachgebiets. Viele Eingriffe wie Blinddarmoperationen, Dickdarmeingriffe, Gallenblasenentfernungen und sogar Leistenbrüche und Magenteilentfernungen werden mit minimal-invasiven Schlüssellochtechniken durchgeführt, die für die Patienten besonders schonend sind. Die weitere Bandbreite der Chirurgie reicht von Operationen bei Schilddrüsenerkrankungen über Eingriffe bei Leber-, Gallenblasen-, Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie bei Magen-, Dünndarm- und Dickdarmerkrankungen bis hin zu großen Eröffnungen des Brustkorbes und des Bauchraumes, wie sie zur Behandlung von Speiseröhrenkrankheiten teilweise notwendig sind.

Behandlungsentscheidungen werden in übergreifenden Konferenzen von Medizinern aus allen beteiligten Fachrichtungen abgestimmt und dann in enger Absprache mit Patienten und ihren Angehörigen umgesetzt. Um Patienten nach Eingriffen optimal zu unterstützen, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der ernährungsmedizinischen Versorgung. Weiter ist eine reibungslose Kommunikation mit Haus- oder Fachärzten gesichert und es wird eng verzahnt mit Schmerztherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorgern und Selbsthilfegruppen zusammengearbeitet.

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