Versorgung von Erkrankten soll verbessert werden – auch mit Tischtennis Parkinsonnetz Osnabrück+ gegründet

15.09.2022, 08:43 Uhr

Die Versorgung von Parkinson- Erkrankten zu verändern und dabei auch Hürden zu überwinden, die das deutsche Gesundheitssystem birgt – das ist das Ziel des „Parkinsonnetzes Osnabrück+“. Das „Parkinsonnetz Osnabrück+“ ist eine Initiative des Klinikums Osnabrück in Kooperation mit dem forschenden BioPharma-Unternehmen AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG. 

Um die Versorgungssituation von Parkinsonerkrankten zu verbessern, lud Parkinson-Spezialist Prof. Dr. Tobias Warnecke, Chefarzt der Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation am Klinikum Osnabrück, zur Gründung des neuen Parkinsonnetzes Osnabrück+ ein. Es soll als übergreifendes Netzwerk für die gesamte Region bis ins Emsland, die Grafschaft Bentheim, Cloppenburg, Vechta, Diepholz und den Raum Nienburg/Schaumburg entstehen.

Zahlreiche Akteure, darunter Vertreter für Patientenorganisationen und aus anderen Gesundheitseinrichtungen sowie aller beteiligten Berufsdisziplinen wie Ärzten, Therapeuten, Apothekern und Pflegenden, traten dem neuen Bündnis bei. Auch die Selbsthilfegruppe Parkinson Osnabrück unterstützt das Netzwerk. Die Schirmherrschaft hat der ehemalige Bundespräsident und frühere niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff übernommen.

Einfacher Austausch dank „Quickcard“-System

Bei der Auftaktveranstaltung wurden zunächst die Bedürfnisse und die konkreten regionalen Hürden in der bestehenden Versorgungssituation von allen Beteiligten ermittelt, aus denen Handlungsfelder abgeleitet werden. Ein Projekt könnte zum Beispiel das „Quickcard“-System sein, mit dem sich Mediziner, Therapeuten und alle weiteren an der Behandlung beteiligten Versorger gegenseitig über den Verlauf der Erkrankung oder die Wirksamkeit von Verordnungen und Therapieanwendungen bei einzelnen Patienten auf dem Laufenden halten.

Als Beispiel für ein ungewöhnliches Handlungsfeld hatte Warnecke die Selbsthilfeinitiative „PingPong Parkinson“ eingeladen. Gründer Thorsten Boomhuis, der selbst von der Erkrankung betroffen ist, schilderte, dass Tischtennis zur Mobilisierung und zum Trainieren von motorischen Fähigkeiten nützlich sein kann. Der Verein ist auch in Osnabrück vertreten (www.pingpongparkinson.de).

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