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Klinikum Osnabrück Klinikum Osnabrück: Herzenssache Lebensrettung

03.10.2021, 08:00 Uhr

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland besonders weit verbreitet und gehören zu den häufigsten Todesursachen. Patienten leiden häufig unter erheblichen Krankheitsfolgen, die sich lebensverändernd auswirken. Um die Menschen in der Region in diesem Behandlungsbereich optimal versorgen zu können, hat sich das Klinikum Osnabrück mit seiner kardiologischen Abteilung besonders gut aufgestellt.

In der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie, Nephrologie, Angiologie und Intensivmedizin (Medizinische Klinik I) sind alle Disziplinen vereint, die für eine frühzeitige und umfassende Diagnostik sowie eine effiziente Behandlung von Patienten mit Herzkreislauf- und Gefäßerkrankungen erforderlich sind. Die Abteilung deckt das komplette Spektrum der kardiologischen Diagnostik und Therapie ab, so dass alle akuten und chronischen Erkrankungen des Herzens, der herznahen Gefäße und damit verbundene Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck behandelt werden können.

Zu den Schwerpunkten gehört die Akutbehandlung von kardiologischen Notfallpatienten, die beispielsweise von einem Infarkt, Rhythmusstörungen oder einer akuten Herzinsuffizienz betroffen sind. Die sogenannte „Brustschmerzeinheit“ (Chest Pain Unit) kann die Ursachen von Beschwerden ohne Zeitverluste abklären und umgehend die richtigen Schritte einleiten. Die beiden hochmodernen Herzkatheterlabore stehen jederzeit für Notfallpatienten zur Verfügung. Dadurch geht keine Zeit bei der Behandlung verloren.

Da immer wieder auch Patienten versorgt werden müssen, bei denen bereits ein Herzstillstand eingetreten ist, hat die Abteilung außerdem ein „Kompetenzzentrum für Herzkreislaufstillstand“ (Cardiac Arrest Center) eingerichtet. In der hoch spezialisierten Einheit kann unverzüglich eine Wiederbelebung erfolgen und eine Weiterbehandlung eingeleitet werden. Dadurch erhöhen sich die Überlebenschancen der Patienten erheblich und Folgeschäden können minimiert werden.

Fortbildung und Spezialisierungen verbessern die Behandlung

Um ihren Patienten immer die beste Behandlung bieten zu können, setzt die Klinik auf Fortbildungen und Spezialisierungen. Mit einem speziellen Schulungssystem soll vor allem Assistenzärzten das komplexe kardiologische Denken noch besser vermittelt werden.

Für eine besonders hohe Fachexpertise sorgt seit dem Vorjahr der neue Chefarzt PD Dr. Carsten Schneider, der aus der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg ins Klinikum Osnabrück gekommen ist. Mit ihm hat sich das Leistungsspektrum der Kardiologie auf dem Finkenhügel noch einmal deutlich erweitert. Der Facharzt für Innere Medizin ist außerdem besonders erfahren im Einsatz von Herzunterstützungssystemen und der bei akutem Lungenversagen eingesetzten ECMO-Therapie, die sich nun auch bei der Versorgung von COVID-19- Patienten bewährt hat.

Herzprobleme in Zeiten der Corona-Pandemie

Es gibt eine Entwicklung, die Schneider bedenklich findet: In der Zeit der Pandemie sind ein Drittel weniger Patienten mit Herzinfarkten oder Schlaganfällen in den Krankenhäusern gezählt worden. „Es gibt noch keine Statistiken, die Auskunft über die Effekte bei den Todesfallraten und den Langzeitschäden geben. Aber es dürfte klar sein, dass sich Auswirkungen erkennen lassen werden“, sagt Schneider.

„Es lässt sich nachvollziehen, dass Patienten aus Angst vor dem Corona- Virus nicht den Notarzt gerufen haben oder ins Krankenhaus wollten. Bloß war das bei Herzbeschwerden genau der falsche Weg.“ Gerade im Klinikum seien die Hygienestandards immer so hoch gewesen, dass jederzeit eine sichere Behandlung gewährleistet war. Wie Schneider beobachtet, hat sich das Patientenaufkommen zuletzt wieder normalisiert. „Ich denke, dass es sich seit etwa drei Monaten eingespielt hat.“ Etwa 4000 Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden nach Angaben von Schneider jährlich in seiner Abteilung versorgt. „Die größte Patientengruppe sind die Älteren ab 70 Jahren, aber es sind vielfach auch deutlich jüngere Menschen von akuten Herzerkrankungen betroffen.“

Wie er betont, werden im Klinikum alle Verfahren der modernen Kardiologie eingesetzt. „Wir rüsten uns beispielsweise gerade mit neuen Echo- Ultraschallgeräten aus, mit denen sich das Ausmaß eines Infarkts noch besser beurteilen lässt“, so Schneider. „Zuletzt haben wir mehreren Patienten durch das Wiederöffnen von Gefäßen mit einer speziellen Ballontechnik große Bypassoperationen erspart.“

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