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Klinikum Osnabrück Auf dem richtigen Weg: Entwicklungen im Pflegeberuf

24.01.2022, 12:00 Uhr

Die Entwicklungsmöglichkeiten in der Pflege sind unglaublich vielfältig. Vielen Personen innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens ist gar nicht bewusst, welche Entwicklungen in der Pflege möglich sind. Um bei dieser Vielfalt einen transparenten Überblick zu schaffen, hat die Akademie des Klinikums Osnabrück typische Entwicklungen im Beruf als „Karrierepfade“ dargestellt.

Der Weg beginnt nach einer dreijährigen Ausbildung oder dem dualen Studium Pflege. Karrierepfade zeigen dann auf, welche Möglichkeiten es gibt, welche Voraussetzungen (z. B. Qualifikationen) notwendig sind, wenn jemand ein bestimmtes Ziel erreichen möchte. Klassischerweise wird zwischen drei Formen der Karriere unterschieden: Fach-, Führungs- und Bildungskarriere. Die drei Karrierewege sind durchlässig. Alle drei Karrierewege stehen gleichwertig nebeneinander. Wichtig ist, dass Mitarbeitende einen Karriereweg gehen, der zu ihnen passt und in dem sie ihre Stärken nutzen können. Die jeweilige Führungskraft der Pflegefachperson ist bei der Suche nach den eigenen Stärken und dem eigenen Weg ein wichtiger Ansprechpartner. Über eine spezifische Führungskräfteentwicklung werden die Führungskräfte gezielt weiterentwickelt für ihre wichtige Aufgabe.

Egal ob spezifische Fortbildungen, Weiterbildungen, Fachweiterbildungen oder berufsbegleitendes Studium – all das das Klinikum Osnabrück ihren Mitarbeitenden an. Viele Bildungsangebote können sogar direkt vor Ort auf dem Campus in der Akademie des Klinikums angeboten werden. Das Thema „Studium“ ist sehr wichtig für die Professionalisierung dieses Berufsbildes. Auch im Rahmen ihrer Reise mit dem Ziel „Magnetkrankenhaus“ wird dies noch einmal bestätigt und auch gefordert. Das Klinikum Osnabrück fördert daher gezielt studierende pflegerische Mitarbeitende vor allem in den Bachelor Studiengängen Pflegewissenschaft und Management.

Die meisten Karrieren verlaufen natürlich nicht idealtypisch nach einem Pfad. Jede Karriere verläuft individuell: Je nach Person und je nach Situation. Änderungen im Karriereweg sind ganz natürlich. Im folgenden werden die individuellen Karrierewege von Frau Opitz, Herrn Schloms und Frau Gliege aus der Pflege des Klinikums dargestellt.

Fachkarriere mit Weiterbildung

Katrin Opitz hat sich für eine Fachkarriere mit Weiterbildung entschieden. Nach ihrer Ausbildung im Klinikum Osnabrück vor 25 Jahren durchlief sie viele verschiedene Stationen. Seit einigen Jahren ist sie bereits in der Neurologie tätig. 2020 machte sie eine Weiterbildung zur Epilepsiefachassistenz, die sie derzeit mit einer Weiterbildung zur Epilepsieberatung weiter ausbaut.

„Karriere bedeutet für mich Entwicklung und Veränderung meiner Qualifikationen“, erzählt Opitz. Die Epilepsiebehandlung und die großen Schwierigkeiten und Ängste, die bei Epilepsiepatienten auftreten können, begleiteten sie oft in ihrem Arbeitsalltag. Die Entscheidung fiel daher auf eine Weiterbildung zur Epilepsiefachassistentin, als die Epilepsiekomplexbehandlung im Klinikum Osnabrück angeboten wurde. Erfahrungen sammelte sie durch Fachvorträge, begleitendes Selbststudium und durchgeführte Hospitationen. Danach standen sozialmedizinische Aspekte im Vordergrund, um Beratungskompetenzen aufzubauen. „Mein Wissen kann ich heute täglich im Umgang mit Patienten nutzen, die oft dankbar für die Informationen zur Erkrankung sind“, so Opitz. Ihre Erfahrung mit den Patienten bestärkte sie in ihrer Entscheidung.

Als ihr angeboten wurde, aktiv an Epilepsieschulungsprogrammen (MOSES) teilzunehmen, stand ihre Entscheidung schnell fest. In den Schulungsprogrammen werden Betroffene und Angehörige in einem 2-Tage-Seminar zu Epilepsiethemen informiert. Dabei soll ein Austausch untereinander angeregt werden. Mittlerweile hält Opitz auch eigene Fortbildungen an der Akademie.

Fachkarriere mit staatlich anerkannter Weiterbildung

Moritz Schloms begann seine Karriere in der Pflege 2010 als Zivildienstleistender auf der onkologischen Station in der Paracelsusklinik. „Ich empfand die Onkologie als facettenreiches und hoch interessantes Fachgebiet, in dem die Patienten psychisch und physisch von allen beteiligten Berufsgruppen enorm abhängig sind.“ Trotz seiner kaufmännischen Ausbildung entschied er sich, eine Ausbildung in der Pflege zu absolvieren. Seit Abschluss seiner Ausbildung 2014 bei den Niels-Stensen- Kliniken arbeitet er auf der onkologischen Station im Klinikum.2015 begann er eine Fachweiterbildung, die er 2017 abschloss.

Seit 2019 ist er mit fünf weiteren Kollegen in der onkologischen Pflegeberatung tätig. „Das Schöne an der Pflegeberatung ist, dass man sich losgelöst aus dem hektischen Pflegealltag gezielt mit einer einzelnen Person und dessen Problemen auseinandersetzen und gezielt beraten kann“, so Schloms. Die Patienten werden so von der Aufnahme bis zur Entlassung durch die onkologische Pflegeberatung unterstützt, sollten sie dies wünschen.

Führungskarriere

Schon während ihres Fachabiturs 2005 erhielt Stefanie Gliege Einblick in den Alltag in der Pflege. Durch ihr einjähriges Pflegepraktikum auf einer unfallchirurgischen Station und den Erfahrungen ihrer Familienmitglieder, die im medizinischen und pflegerischen Bereich tätig sind, entschied sie sich für eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Während ihrer Ausbildung im Klinikum Osnabrück, die sie 2006 begann, lernte sie verschiedene Stationen kennen wie den ambulanten Pflegedienst und den Einsatz im Kinderhospital. „Ich lernte viele Menschen, Bezugspersonen, Vorgesetzte und auch Vorbilder kennen“, erzählt Gliege. Mit dem Abschluss ihrer Ausbildung 2009 wurde sie vom Klinikum übernommen. Von der Ermutigung ihres damaligen Stationsleiters bestärkt, bewarb sie sich auf die Stelle zur stellvertretenden Stationsleitung, die sie auch erhielt. „Ich konnte mich zunächst an die Aufgaben als Führungskraft gewöhnen und an die täglichen Aufgaben herantasten“, so Gliege. Dies habe ihr für ihren späteren Berufsweg sehr geholfen.

2012 wechselte sie in das neue Notaufnahmezentrum und erhielt bald darauf die Stelle als Stationsleitung. „Es ist nicht immer leicht, als Führungskraft korrekt zu agieren. Täglich gibt es neue Herausforderungen, für die man eine optimale Lösung finden möchte“, so Gliege. Trotz der Herausforderungen und Schwierigkeiten hat sie diesen Schritt nie bereut. Um sich noch weiter zu fordern und ihren Blick für ihre Arbeit zu verschärfen, studierte sie berufsbegleitend im Bereich Pflegemanagement. Seit 15 Jahren arbeitet sie nun im Klinikum Osnabrück und nimmt dankbar die Angebote zur Weiterbildung an, die das Klinikum ihr ermöglicht.

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