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Klinikum Osnabrück Klinikum Osnabrück: Bis zu 70 Prozent aller Diagnosen beruhen auf Laborergebnissen

03.10.2021, 08:00 Uhr

Dr. Michael Heins, Chefarzt des Medizinischen Labors des Klinikums Osnabrück, ist einer von nur etwa 1250 Fachärzte für Laboratoriumsmedizin in Deutschland. Laborbefunde sind für den medizinischen Alltag essenziell.

"Befunde aus dem Labor haben eine ganz wichtige Bedeutung. Bereits im regulären medizinischen Alltag beruhen 60 bis 70 Prozent aller Diagnosen auf Untersuchungsergebnissen aus dem Labor. In Krankenhäusern liegt der Anteil gemeinhin sogar noch höher und durch COVID-19 sind wir mit 100 Prozent aller Patienten befasst.“, so Heins.

Heins und sein Team haben am Anfang der Pandemie, als die Testkapazitäten und benötigten Materialien knapp waren, innerhalb kürzester Zeit ausreichende Untersuchungsmöglichkeiten auch für ein Massenaufkommen von Patientinnen und Patienten aufgebaut. „Anfangs mussten wir bei den Untersuchungen noch ganz viele Arbeitsschritte manuell erledigen und die Tests haben sehr viel länger gedauert. Damit wir trotzdem alle Patienten testen konnten, haben wir mehr Personal eingesetzt und die Arbeitszeiten angepasst – auch die Lehrkräfte der Akademie haben geholfen“, erinnert sich Heins. „Aber wir waren innerhalb kürzester Zeit auf mehr als 1000 Tests am Tag eingerichtet, so dass immer ausreichende Kapazitäten vorhanden waren. Der Höchstwert lag bei 860 Covid-19-Tests an einem Tag.“

Der 60-jährige Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Hämostaseologie und Transfusionsmedizin setzt sich stark für die Interessen der Labormedizin ein. Dafür wurde er in diesem Jahr zum Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL) ernannt.

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