Instagram AGB Diese Nutzerdaten sammelt, speichert und gibt Instagram weiter

Von Mark Otten | 09.02.2017, 08:29 Uhr

Der Fotodienst Instagram ist enorm beliebt. Der Spaß vergeht jedoch schnell, wenn sich Nutzer ansehen, welche Daten Instagram sammelt und mit anderen Unternehmen teilt.

Welche Daten sammelt und speichert Instagram? Persönliche Daten wie Nutzernamen, Passwort, E-Mail-Adresse, Vor- und Nachname, Foto, Wohnort und Telefonnummer (sofern bereitgestellt) alle Fotos und Kommentare, die Nutzer auf Instagram veröffentlichen. Außerdem „anderes Material“, wobei Instagram nicht erklärt, was damit gemeint ist wie, wann und von wem Nutzer ein Foto, Video oder Kommentar erstellt und mit welchen Hashtags sie es versehen haben (auch Metadaten genannt) Likes und Dislikes mit wem Nutzer befreundet sind wann, wie und wie oft Instagram benutzt wird die besuchten Webseiten, die IP-Adresse, der verwendete Browser, die Anzahl der Klicks, auf welche Links Nutzer klicken und auf welche Seiten sie diese Links bringen Informationen über das verwendete Gerät (Modell und Betriebssystem), damit es eindeutig identifiziert werden kann. (Weiterlesen: Wegen Datenweitergabe an Facebook: Klage gegen WhatsApp) An wen gibt Instagram diese Daten weiter? An Facebook und alle zur Facebook-Gruppe zugehörigen Unternehmen, wie Whatsapp und Oculus an Fremdunternehmen und Werbepartnern. Wofür sammelt Instagram diese Daten?

Wie bei Facebook oder Google gilt auch bei Instagram: Wenn der Dienst kostenlos ist, ist der Kunde selbst das Produkt. Die Anwender zahlen mit ihren Daten. Diese Daten teilt Instagram mit anderen Unternehmen, die durch möglichst genau zugeschnittene Werbung Kunden gewinnen wollen.

Wenn Nutzer neben Instagram noch bei anderen Facebook-Diensten, wie Facebook und Whatsapp sind, werden die Daten kombiniert, um ein noch genaueres Bild der Nutzers zu bekommen. Je genauer das Wissen über Einstellungen, Freunde, Hobbys oder häufig besuchte Orte, desto wertvoller ist der Datensatz für Werbetreibende und damit auch für Facebook und Instagram. Außerdem will Instagram mit der Analyse der Daten den eigenen Dienst verbessern.

Wie lange und wo speichert Instagram die Nutzerdaten?

Dazu macht das Unternehmen keine genauen Angaben. Bei Instagram heißt es lediglich, dass die Daten „in den USA oder jedem anderen Land, in dem Instagram, seine verbundenen Unternehmen oder Dienstleister Einrichtungen betreiben, gespeichert und verarbeitet werden“ können. Das gelte auch für Nutzer aus der EU, wo andere Datenschutzrichtlinien gelten als in den USA. Die Begründung von Instagram: Wer sich bei uns anmeldet, erlaubt die Übertragung der Daten in die USA und die dort geltenden Gesetze.

Was können Nutzer tun, wenn sie damit nicht einverstanden sind?

Instagram-Nutzer können den Nutzungsbedingungen nicht in Teilen widersprechen. Es gilt: ganz oder gar nicht. Wer also mit dem Sammeln und Verwenden der Daten nicht einverstanden ist, muss sich abmelden.

Wo genau ist das Problem?

Dass Unternehmen wie Facebook und Google Daten in rauen Mengen sammeln, ist hinlänglich bekannt. Die Unternehmen behaupten stets, dass sie damit vor allem das Nutzererlebnis verbessern wollen, auch mit interessanterer Werbung. Problematisch sind drei Dinge:

1. Durch die Kombination gesammelter Daten entsteht ein sehr genaues Nutzerprofil. Anonymität ist immer weniger gegeben.

2. Die Dienste bleiben oft sehr vage, wenn es um die konkrete Verwendung der gesammelten Daten geht. Stattdessen halten sie sich viele Türen offen. Die Nutzer müssen als auf gute Absichten der Unternehmen hoffen.

3. Abgesehen von ein paar Einstellungen innerhalb der Dienste können Nutzer nur entscheiden, ob sie dabei sein wollen oder nicht. Nur bestimmten Aspekten der Nutzungsbedingungen können Anwender nicht widersprechen. (Weiterlesen: Whatsapp-Update bringt wichtige Funktion auf das iPhone)