Kandziora Hydraulik Engineering entwickelt und fertigt Hydraulikzylinder Kraftpakete für die ganze Welt

18.01.2023, 00:00 Uhr

Sie ermöglichen es, große Kräfte zu übertragen und werden in fast allen Branchen, wie zum Beispiel der Agrarwirtschaft, der Entsorgungstechnik, in Baumaschinen, Nutz- und Flurförderzeuge oder der Gewinnung von erneuerbaren Energien eingesetzt, um hier nur einige zu nennen. In Lathen an der A31 werden sie entwickelt und gefertigt: Hydraulikzylinder.

„Hydraulikzylinder sorgen für eine besonders gleichförmige und exakte Antriebsbewegung“, erklärt Dieter Kandziora. Überall dort, wo große Kräfte bewegt werden müssen, kommen sie zum Einsatz, ob beim Stützen, Heben oder Pressen.

Umfirmierung von Kandziora Metallbearbeitung zu Kandziora Hydraulik Engineering

Seit mehr als zehn Jahren hat sich das Unternehmen nun auf diesem Gebiet spezialisiert und zeigt jetzt auch durch die Umfirmierung zur „Kandziora Hydraulik Engineering GmbH & Co. KG“ die weitere Ausrichtung seines Unternehmens, das es bereits seit 1995 gibt. „Wir haben in den vergangenen Jahren enorm in den Bereich der Entwicklung und Fertigung von Hydraulikzylindern investiert und hier einen wachsenden Kundenkreis erschlossen. Dieser Fokussierung wollen wir nun auch im Firmennamen gerecht werden.”

Ein Team aus Ingenieuren und Technikern entwickelt hinter der markanten Fassade des Betriebsgebäudes an der A31 maßgeschneiderte Lösungen für ein weltweites Netzwerk an Kunden. „Die Konstruktionsabteilung ist der Kopf unseres Unternehmens“, berichtet Kandziora. Gearbeitet wird hier an komplexen Modellen und Konstruktionen. Deshalb hat man in den vergangenen Jahren  kräftig investiert und setzt eine leistungsstarke und innovative Konstruktionssoftware im Unternehmen ein, wie der Gesellschafter sagt: „Damit schaffen wir schon in der Planungsphase die optimalen Voraussetzungen zur Herstellung von präzisen und langlebigen Bauteilen. Wir entwickeln nicht nur die Zylinder, wir simulieren auch ihre Funktionalität für die jeweiligen Anwendungsfälle und bauen eine darauf angepasste Konstruktion auf.  Wir wollen unseren Kunden ein optimales Produkt anbieten, ohne Präzision und Optimierung im Detail ist das nicht möglich. Ob Kombizylinder, Zylinder mit Wegmesssystemen, Stoßdämpfer oder Gleichgangzylinder, Norm- oder Sonderteil: Jeder Einsatzfall wird hier geprüft und die ideale Lösung entwickelt.” 

Das Unternehmen baut einzelne Teile oder auch ganze Baugruppen, Prototypen, anspruchsvolle Sonderlösungen oder umfangreiche Serienprodukte. Die Fertigung von Hydraulikzylindern umfasst inzwischen 80 Prozent des Umsatzes. Die restlichen 20 Prozent werden im Bereich der Metalltechnik erwirtschaftet. Für Kunden in ganz Europa hat sich das emsländische Unternehmen dank seiner modernen CNC-Technologie mit hoher Fertigungstiefe sowie als Schweißfachbetrieb einen Namen gemacht. Seit 2019 ist das Unternehmen ausgezeichnet und zertifiziert nach DIN EN 1090 und EN ISO 3834 und garantiert damit die höchsten Standards an Schweißverfahren.

Industrie 4.0

Entsprechend breit und erstklassig aufgestellt ist die rund 9000 Quadratmeter große Produktionshalle - das Herzstück des Unternehmens. Knapp 120 Mitarbeitende sind hier für einen reibungslosen Ablauf und präzise Ergebnisse verantwortlich. „Die Anforderungen an die einzelnen Produkte haben sich in den vergangenen 30 Jahren völlig verändert“, berichtet Dieter Kandziora, „und damit haben auch wir uns ständig weiterentwickelt. Die Automation innerhalb der Fertigung steht hierbei klar im Fokus.”

CNC-gesteuerte Maschinen und Fertigungsanlagen, eine automatisierte Produktion und der Einsatz von Roboterschweißverfahren: Kandziora setzt die Ideen der Industrie 4.0 bereits in die Tat um. „Die Aufgaben werden immer komplexer. Unsere Maschinen sind daher immer auf die Erfordernisse der Märkte ausgerichtet und werden stetig optimiert. Das alleine aber reicht nicht. Genauso wichtg sind spezialisierte Facharbeiter. Die eigene Ausbildung ist daher auch ein wichtiger Baustein in unserem Unternehmen.“

Große Investitionen für optimale Prozesse

Kandziora Hydraulik Engineering bietet neben dualen Studiengängen in Maschinenbau und Betriebswirtschaft ein vielfältiges Ausbildungsangebot in unterschiedlichen technischen oder kaufmännischen Berufen an. Auszubildende werden hier unter anderem als Konstruktions-, Zerspanungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Industriemechaniker, Technischer Produktdesigner, zum Industriekaufmann oder Lagerlogistiker ausgebildet.

Wie in einem guten Motor müssen alle Teile ineinandergreifen, damit alles reibungslos läuft“, versichert der Geschäftsführer. „Reibungslose Produktionsabläufe garantieren uns zufriedene Mitarbeiter, aber auch zufriedene Kunden. Denn die erwarten von uns flexible, funktionierende und schnelle Lösungen.“

Die Nachfrage nach innovativen, hochwertigen Produkten des Unternehmens ist seit der Firmengründung 1995 kontinuierlich gestiegen. Deshalb wurde bereits im Jahr 2005 der Firmenstandort in den Industriepark der Samtgemeinde Lathen an der Autobahn A 31 verlegt. Bereits drei Jahre später wurde die Produktionsfläche mehr als verdoppelt. 2015 investierte das Unternehmen nochmals 3,5 Millionen in die Erweiterung von Verwaltungs- und Produktionsflächen. „Stillstand ist Rückgang – und daher setzen wir mit Ausrichtung auf das kommende Jahr auch weiterhin auf Expansion, durch eine wachsende Produktion und steigende Kapazitäten“, bringt die Geschäftsführung seine Unternehmensstrategie auf den Punkt und hat hier bereits konkrete Konzepte.  Daher stehen bereits im kommenden Jahr weitere Baumaßnahmen und Investitionen in Höhe von etwa 4 Millionen Euro an: Unter anderem werden das Logistikzentrum erweitert und die Oberflächenbehandlung optimiert. Dazu soll eine vollautomatisierte Beschichtungsanlage angeschafft werden.

Mehr Informationen:

Kandziora Hydraulik Engineering GmbH & Co. KG

  • 20 Mitarbeiter
  • 580 Kunden weltweit
  • 6400 Tonnen Stahlproduktion im Jahr
  • 23 Jahre Unternehmensgeschichte