Jedes Ziel erreichen  So hält der Akku bei E-Bikes länger 

Von Jasmin Wellmeyer | 10.11.2022, 10:45 Uhr

Was ist, wenn mein Akku schon vor dem Ziel schlapp macht? Diese Frage hat sich bestimmt jeder schon mal bei längeren Fahrradtouren gestellt. Dabei sollen Ausflüge mit dem Drahtesel unbeschwert sein und auch die letzten Kilometer ohne ständige Blicke auf die Akkuanzeige genossen werden. 

Jeder Fahrradliebhaber kann zur längeren Akkulaufzeit seines treuen Wegbegleiters beitragen. Dabei gibt es einfache Tipps und Tricks, die zu beachten sind. Denn wer sein Fahrrad liebt, muss nicht unbedingt schieben, aber kann es richtig nutzen und pflegen.

Regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks

Das A und O ist der richtige Reifendruck. Sobald dieser zu gering ist, wird der Rollwiderstand und somit der Energieverbrauch erhöht. Der perfekte Druck steht auf den Fahrradreifen. Zwischendurch aufpumpen lohnt sich also.

Regelmäßige Prüfung der Kette und Kassette

Auch die Kette und Kassette eines Fahrrads sind wichtige Bestandteile, die es zu pflegen gilt. Verschleiß führt zu einer erhöhten Reibung und damit zu einem größeren Akkuverbrauch. Regelmäßige Kontrollen vom Fahrradprofi sind empfehlenswert.

Richtige Pflege des Akkus

Wie auch beim Handyakku ist es ratsam den Fahrrad-Akku nicht komplett zu entladen. Am Ende jedes Fahrradausflugs kann durch etwas restlichen Saft im Akku die Lebenszeit erhöht werden.

Motor bergab abschalten

Hilfreich ist es den Motor nur dann einzuschalten, wenn er auch wirklich gebraucht wird. Gerade wenn es bergab geht, läuft das E-Bike super ohne Unterstützung. Mit kurzer Pausierung des Motors kann es hier unbeschwert volle Fahrt voraus gehen.

Richtige Auswahl des Fahrmodus

Wichtig ist die passende Wahl des Fahrmodus. Jeder sollte ehrlich zu sich sein und nur die Unterstützung auswählen, die er gerade benötigt. Auf geraden Flächen und bei wenig Gegenwind reicht vermutlich die geringste Unterstützungsstufe. Diese verbraucht am wenigsten Akku und so können Fahrradfahrer sich zusätzlich selbst auspowern.

Vorausschauende Fahrweise

Das E-Bike wird zwar nicht durch Sprit betrieben, jedoch kann auch hier mit einer vorrausschauenden Fahrweise ordentlich Akku gespart werden. Ständiges Beschleunigen, Bremsen und wieder beschleunigen erhöht den Energieverbrauch. Ein Tipp wäre zum Beispiel langsamer an eine rote Ampel heranzufahren, sodass gegebenenfalls nicht angehalten werden muss, sofern die Ampel schnell wieder auf grün schaltet.

Schalten nicht vergessen

Neben der aufmerksamen Fahrweise sollten Fahrradliebhaber nicht schaltfaul werden. E-Bikes sind bei höheren Kurbelumdrehungen sparsamer. Richtwerte liegen bei ca. 60-80 Umdrehungen pro Minute. Bei geringerer Trittzahl muss der Motor mehr arbeiten. Also gilt: öfters den eigenen Motor anstatt des Fahrradmotors anstellen.

Genaue Planung der Route

Wer seine Route vorab festlegt, weiß auf was er sich einlässt. Höhenmeter und Untergründe können die Akkubelastung zusätzlich beeinflussen. Genaue Überlegungen zur Route und eigenen Kondition sind hilfreich. Jeder motovierte Fahrradfahrer kann sich mit der Länge und Schwierigkeit der Strecke immer noch steigern.

Ladegerät nicht vergessen

Für mehrtägige Fahrradtouren sollte ein Reiseladegerät auf der Packliste stehen. Sobald die Unterkunft erreicht wird, kann der Akku mit Strom versorgt werden. Mittlerweile gibt es in fast jedem Hotel oder Ferienwohnung die Möglichkeit, sein Fahrrad unterzustellen und über Nacht aufzuladen. Damit kann man am nächsten Tag mit vollen Kräften wieder durchstarten.

Beachtung der Wettereinflüsse

Fahrradfahren macht bei angenehmem Wetter bekanntlich mehr Spaß. Der Akku ist ebenfalls anfällig für spezielle Wetterbedingungen. Im Sommer ist eine zu lange und direkte Sonneneinstrahlung nicht nur für den Menschen gefährlich, sondern auch für die Lebensdauer und Reichweite des Akkus. Daher gilt: sein Fahrrad bei Pausen am besten im Schatten platzieren. Im Winter ist es wichtig mit dem Akku achtsam umzugehen. Bei kalten Temperaturen entlädt sich dieser schneller. Das sollte man bei Ausflügen im Herbst und Winter im Hinterkopf haben. Die beste Lagerung des Akkus ist bei Zimmertemperatur. Wenn es in der Garage zu eisig wird, kann man ihn einfach mit ins Haus nehmen.

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