Großes SUV aufgefrischt Jeep Grand Cherokee: Komfort für den Häuptling:

Von Frank Wald | 11.02.2017, 07:30 Uhr

Seit 2013 ist der Grand Cherokee in Deutschland das meistverkaufte Jeep-Modell. Für das neue Modelljahr wurde das SUV nun in vielen Details überarbeitet.

Schlangenbad. Vor genau 25 Jahren begründete der Jeep Grand Cherokee die Liga der Luxus-SUV. Inzwischen ist die Topmodellreihe zwar nur noch eine unter vielen, doch unter italienischer Führung fährt der geländegängige Allradler in Sachen Technik und Komfort auf Augenhöhe mit Audi Q7, Mercedes GLE und BMW X5. Seit 2013 ist der 4,83 Meter lange SUV-Häuptling in Deutschland das meist verkaufte Jeep-Modell. Jetzt wurde er noch einmal fein justiert.

Äußerlich ist der Grand Cherokee Jahrgang 2017 am tiefer angebrachten Kühlergrill zu erkennen, dessen markentypische sieben Kühlluftschlitze kürzer, in Chrom gerahmt und schwarz hinterlegt noch stärker ins Auge springen. Auch der untere Stoßfänger wurde modifiziert, mit je nach Versiongrößeren oder schmaleren Schächten für neue LED-Nebelscheinwerfer. Am Heck aller Grand Cherokee prangt nun ein Auspuff-Doppel-Endrohr im Chromdesign, dazu gibt’s neue 18- bis 20-Zoll-Leichtmetallräder.

Der Innenraum trägt eindeutig die italienische Handschrift. Je nach serienmäßiger oder optionaler Ausstattung sind hochwertige Materialien und Details sowie geschmackvoll komponierte Leder-Holz-Kombinationen an Bord. Die Mittelkonsole wird dominiert vom intuitiv zu bedienenden 8,4 Zoll großen Touchscreen für das Infotainment- und Navigationssystem (außer in der Basisversion). Der lederbezogene Wählhebel für die serienmäßige Achtgang-Automatik ist neu gestaltet.

Neu im Grand Cherokee-Programm ist außerdem die ganz auf Offroad getrimmte Trailhawk-Version. Neben schwarzer Blendschutzfolie auf der Motorhaube, Unterfahrschutz sowie mattgrauen Akzenten für Front, Dachreling und Außenspiegelgehäuse verzichtet der Naturbursche ganz auf Chrom und Glanz, trägt dafür Kevlar-verstärkte Reifen für den Geländeeinsatz. Eine Luftfederung mit fünf Einstellstufen liftet die Bodenfreiheit auf bis zu 27 Zentimeter, elektronische Differenzialsperren und Offroad-Fahrprogramme sowie eine Gelände-Tempoautomatik qualifizieren den Grand Cherokee zum gleichmäßigen, kilometergenauen Kriechen auf Felsen, Steigungen und bei Gefälle.

Doch auch an die Großstadt-Indianer hat Jeep gedacht. Auf Asphalt zeigt sich das Flaggschiff als bequeme Luxuslimousine, die mit üppigem Platzangebot, hohem Langstreckenkomfort und souveränem Fahrverhalten überzeugt. Zwei Diesel und drei Benziner sorgen für kräftigen Antrieb, wobei der 3-Liter-V6-Basisdiesel der Einstiegsversion mit 190 PS, das 6,4-Liter-V8-Top-Triebwerk mit 468 PS der hochleistungssportlichen SRT-Variante vorbehalten ist. Dazwischen rangieren die stärkere V6-Dieselvariante mit 250 PS, ein 3,6-Liter-V6-Benziner mit 290 PS sowie noch ein 5,7-Liter-V8-Benziner mit 352 PS.

Dazu bieten fünf Ausstattungsstufen jeden erdenklichen Komfort und Luxus. Schon die Einstiegsversion Laredo (ab 49900 Euro) verfügt neben Achtgangautomatik über Bi-Xenonscheinwerfer, 2-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Sitze, 7-Zoll-Farb-Infodisplay, Tempomat und 18-Zoll-Aluräder. Die darauf folgende Limited-Version (ab 58400 Euro) hat dann schon beheizbare Ledersitze vorne und hinten, den 8,4-Zoll-Multimedia-Touchscreen, Parksensoren plus Rückfahrkamera und eine elektrisch öffnende Heckklappe. Die Top-Ausstattung Summit ist ab 70100 Euro zu haben und fährt zusätzlich mit Kurvenlicht und 825-Watt-Sound-System mit 19 Lautsprechern von Harman Kardon vor.