Sport, Ernährung, Diät Diese Smartphone-Apps machen fit für den Frühling

Von Meike Baars | 21.02.2015, 11:04 Uhr

Gesunde Ernährung und mehr Sport: Viele nutzen die Fastenzeit, um ihren Körper fit für den Frühling zu machen. Motivation, Kontrolle und Hilfestellung können dabei Smartphone-Apps bieten. Zehn Tipps.

Tracking liegt im Trend. Die eigene Leistung wird mit vergleichbar, die persönliche Entwicklung anhand gespeicherter Daten jederzeit nachvollziehbar. Aber Vorsicht: Übertreiben sollte man es bei der Selbstkontrolle nicht. Sonst schaden die Apps dem Körper mehr, als sie nutzen. Daneben sammeln die Anwendungen eine enorme Menge an persönlichen Daten. Eine Auswahl sinnvoller Fastenzeit-Begleiter stellen wir hier vor – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Fitness:

Runtastic: Einer der Klassiker unter den Trainings-Trackern, üblicherweise genutzt von Läufern, Walkern und Radfahrern. Mithilfe von GPS-Daten zeichnet die App Fitness-Aktivitäten auf und wertet sie aus. Nutzer bekommen Liveinfos über die zurückgelegte Strecke, bewältigte Höhenmeter, Durchschnittsgeschwindigkeit und verbrannte Kalorien ( Runtastic für Android, iOS, Windows und Blackberry, kostenlos, Pro-Version: 4,99 Euro).

You Are Your Own Gym: Wozu Hanteln, wenn man den eigenen Körper stemmen kann? Nach diesem Prinzip funktioniert das Körpergewicht-Training – für das man nicht einmal das Haus verlassen muss. Die App enthält 200 Übungen. Sie sind nach Muskelgruppen sortiert. Bilder und Videos erklären Trainingshaltung, Bewegungsablauf und -effekt. Trainingspläne lassen sich individuell zusammenstellen, es gibt aber auch 10-Wochen-Pläne. Die Workouts dauern gut 30 Minuten ( You are your own Gym für Android: 2,29 Euro und iOS: 2,99 Euro).

7 Minuten Workout: Sieben Minuten am Tag, die den Körper stählen: Dieses Versprechen hält die Fitness-App tatsächlich – weil es die rund 200 Übungen in sich haben. Das schweißtreibende Intensivtraining gibt es in drei Varianten: Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Vollkommen Untrainierte werden jedoch schon an den Anfänger-Übungen verzweifeln. Videos und Audio-Anleitung erklären, worauf es bei den Workouts ankommt. Wer seine Erfolge teilen will, postet gespeicherte Trainingsminuten auf Facebook ( 7 Minuten Workout für iOS, 1,99 Euro).

Daily Yoga: Joga-Übungen dehnen die Muskeln und entspannen den Geist. Wer keine Kurse besuchen will, nutzt Daily Yoga übers Smartphone. In 50 HD-Videos werden Übungen erklärt. Daneben lassen sich 400 Posen nachformen – vom Sonnengruß bis zum „herabschauenden Hund“. Nutzer können zwischen 18 Musiktiteln wählen. Drei Intensitätsgrade der Übungen gibt es. Wer die App nutzt, sollte Grundkenntnisse im Englischen haben: Die Sprachanleitung ist nur in dieser Sprache verfügbar ( Daily Yoga für iOS, Android und Windows, kostenlos mit In-App-Käufen).

Rückenschule: Wer sich im Beruf wenig bewegt, entwickelt oft Rückenprobleme. Schon wenige Übungen können langfristigen Haltungsschäden vorbeugen. Warum nicht in der Fastenzeit damit beginnen? Die App enthält 18 Übungsvideos für Zuhause, unterwegs und das Büro. Außerdem bietet sie Informationen zur Entstehung und Behandlung von Rückenschmerzen. Hinter der Anwendung steckt der Pharmahersteller ratiopharm. Sie ist kostenlos, enthält allerdings Werbung. Umfang und Service können trotzdem überzeugen ( Rückenschule für iOS und Android, kostenlos).

Ernährung und Fasten

Noom: Der Jojo-Effekt ist der Feind jedes Diäthaltenden. „Noom“ erhebt den Anspruch, den gefürchteten Rückfall erfolgreich zu verhindern: weil die App helfe, alte Gewohnheiten langfristig umzustellen. Das klappt vermutlich bei wirklich motivierten Nutzern. Der Ernährungscoach für die Hosentasche errechnet anhand des Zielgewichts ein tägliches Kalorienbudget. Per Ampelsystem erhalten Nutzer Feedback über ihre Mahlzeiten. In der kostenpflichtigen Pro-Version sorgen „Challenges“ für Spaß bei der Ernährungsumstellung ( Noom für Android, iOS, kostenlos; Pro-Version: 7,99 Euro pro Monat).

My FitnessPal: Wer bewusst und gesund isst, nimmt ab – zumindest, wenn die Ernährung vorher zu reichhaltig, süß und fettig war. My FitnessPal ist ein digitales Ernährungstagebuch, das Mahlzeiten dokumentiert und dabei Kalorien und Nährwerte zählt. Die Datenbank der App enthält rund drei Millionen Nahrungsmittel. Ein Barcode-Scanner erleichtert die Einschätzung von Fertiggerichten. Nutzer stecken sich mit der Anwendung Ziele, die die Motivation fördern sollen ( My FitnessPal für Android, iOS, Windows und Blackberry, kostenlos).

Fooducate: Hier steht weniger das Abnehmen im Vordergrund als die gesunde Ernährung. Die App ordnet Nahrungsmittel per Barcode-Scanner mit einem bestimmten Algorithmus in eine Skala ein: von D = sehr ungesund bis A = sehr gesund. Bewertet werden Zutaten, Nährwerte, Verarbeitung und künstliche Zusatzstoffe, die Hersteller angeben. Wählen Nutzer eher ungesunde Mahlzeiten aus, schlägt die App Alternativen vor ( Fooducate für Android und iOS, kostenlos).

Eat Smarter: Die App zum gleichnamigen Onlineportal will Koch- und Backbücher für gesunde Ernährung ersetzen. Nutzer können in rund 100000 Rezepten stöbern. Geordnet sind sie nach verschiedenen Kategorien, etwa Low-Carb, vegane Küche, Saisonales und leichte Desserts. Zu guten Ernährungsvorsätzen finden sich so die passenden Gerichte. Viele Rezepte sind mit Bildern und Videos illustriert ( Eat Smarter für iOS und Android, kostenlos).

Heilfasten: Die heilende Wirkung des Fastens ist umstritten. Viele Menschen schwören, unabhängig vom tatsächlichen Effekt, auf das reinigende Gefühl. Die App unterstützt mit genauen Tagesplänen und Einkaufslisten eine 7-Tage-Fastenkur. Nutzer nehmen Tees, Säfte und Brühe zu sich, um den Körper zu entgiften und zu entschlacken. Anwenden sollten die App nur gesunde Menschen. Wer ohnehin körperlich geschwächt ist, sollte nicht auf feste Nahrung verzichten ( Heilfasten für iOS und Android, 1,99 Euro).