Robert-Koch-Institut zieht Bilanz Grippewelle fast vorbei: Viele junge Grippetote

Von Waltraud Messmann | 14.04.2016, 16:59 Uhr

In der Grippesaison 2015/16 sind besonders viele junge Menschen an Grippe gestorben: Von den 161 Grippetoten waren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 43 Prozent unter 60 Jahre alt. In der Saison 2014/2015 gehörten dieser Altersgruppe nur 21 Prozent der insgesamt 202 Grippetoten an.

Ansonsten geht die Grippesaison ihrem Ende zu: Nur in Hessen und in Sachsen gibt es nach Angaben des Robert-Koch -Instituts noch eine erhöhte Aktivität akuter Atemwegserkrankungen. In Sachsen wurden in der 14.Kalenderwoche noch 144 Fälle gezählt. Mit nur 89 Fällen liegen Niedersachsen und Bremen an drittletzter Stelle der Häufigkeitstabelle.

Von den insgesamt 3615 bestätigten Influenzafällen in der Woche bis zum 10. April 2016 waren 2569 Erkrankungen mit Influenza B. Jeder fünfte Betroffene wurde stationär behandelt. Der größte Teil der zirkulierenden Influenza-B-Viren wird zurzeit nicht von den trivalenten Impfstoffen abgedeckt.

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Seit der 40. Kalenderwoche 2015 wurden 64.303 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle gemeldet, darunter 161 Todesfälle. Im Vergleichszeitraum der Vorsaison waren es rund 77.000 Influenzafälle gewesen mit 202 Todesfällen.

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