Deutschland vorn dabei Google: Behördenanfragen massiv gestiegen

Von Waltraud Messmann | 15.11.2013, 19:03 Uhr

Seit dem Jahr 2010 haben sich die behördlichen Anfragen zu Internetnutzern bei Google mehr als verdoppelt. Das geht aus dem jüngsten „Transparency Report“ des Suchmaschinenanbieters hervor. In der Rankfolge der Länder, deren Behörden Angaben nachgefragt haben, liegt Deutschland nach den USA und Indien mit vorne auf dem dritten Platz.

Wie die Technikseite Gulli berichtet, lag die Zahl der behördlichen Anfragen im zweiten Halbjahr 2009 noch bei 12 539 (global) beziehungsweise 3 580 (nur USA). Sie stieg dann aber rasant auf 25879 globale Anfragen und 10 918 US-Anfragen im ersten Halbjahr 2013. Nach Ländern führte im ersten Halbjahr 2013 mit weitem Abstand die USA (83 Prozent), dahinter folgten Indien, Deutschland, Frankreich und England.

Die behördlichen Anfragen aus Amerika im ersten Halbjahr 2013 basierten zu 68 Prozent auf gerichtlichen Vorladungen und zu 22 Prozent auf Haftbefehlen. Die Zahlen, die sich durch Anfragen des Foreign Intelligence Surveillance Act ergeben haben, sind bei Google komplett geschwärz . Das könnte sich laut Gulli aber bald ändern, weil Google gegen diese Geheimhaltungspflicht bereits ein Gerichtsverfahren angestrengt hat.

Seitdem die Abhör- und Überwachungsmethoden der NSA und anderer Geheimdienste die Nutzer beunruhigen, sind die großen Anbieter wie Google,Yahoo, Microsoft, Facebook und Apple bemüht, Transparenz in Sachen Nutzerdaten zu dokumentieren