Am 1. und 16. September 2016 Auf Sonnenfinsternis folgt bald Mondfinsternis

Von Waltraud Messmann | 31.08.2016, 21:00 Uhr

Über Teilen Afrikas hat es eine ringförmige Sonnenfinsternis gegeben. Dabei hat der Mond die Sonne am Donnerstag für einige Minuten fast vollständig verdeckt. Schon bald wird sich auch bei uns der Blick zum Himmel lohnen. Am 16. Sept. 2016 findet zum Vollmond eine Mondfinsternis statt.

Das Phänomen der ringförmigen Sonnenfinsternis war etwa von Gabun in Westafrika über den Kongo bis hin in den Norden Mosambiks im Osten des Kontinents zu sehen. Wie Andreas Hänel, Planetariumsleiter am Schölerberg in Osnabrück erläutert, wird sie deshalb als ringförmig bezeichnet, iweil der der Mond etwas kleiner als die Sonne erscheint und er sie deshalb nicht vollständig bedecken kann. Um die dunkle Neumondscheibe bleibt ein schmaler heller Ring.In den meisten Ländern Afrikas, etwa in der Elfenbeinküste, in Tansania oder in Südafrika, war sogar nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.

Mondfinsternis

Am 16.September gibt es aber auch über Europa ein imposantes Himmelsereignis: Dann findet eine Mondfinsternis statt. Laut Hänel handelt es sich um eine Halbschattenfinsternis, bei der der Mond nur leicht verdunkelt werde. Sie werde also nicht so spektakulär sein, wie die totale Mondfinsternis am 28. Sept. 2015 als sich der Mond tiefrot zum sogenannten Blutmond eingefärbt hatte.

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Totale Sonnenfinsternis

Langfristig sollten Himmelsgucker sich laut Hänel den 21. August 2017 merken: Denn dann finde eine totale Sonnenfinsternis statt, deren Zentrallinie quer über die USA verlaufe. Da sie für viele Jahre die einzig relativ leicht erreichbare Finsternis sein werde, will sich auch die Astronomische Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück das Schauspiel nicht entgehen lassen und plant eine Exkursion, berichtet der Experte. (mit dpa)

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