Bitteres 1:5 für VfL-U21 – Ukrow: Das entspricht nicht dem Spiel Nur für 30 Sekunden in Front

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Kein Comeback nach Maß: Tief enttäuscht war Davide Grassi nach der herben Niederlage. Archivoto: Helmut KemmeKein Comeback nach Maß: Tief enttäuscht war Davide Grassi nach der herben Niederlage. Archivoto: Helmut Kemme

Jeddeloh. Großer Einsatz, doch nur wenig Chancen und zudem Tiefschlaf in der Hintermannschaft. Die U-21-Fußballer des VfL Osnabrück kamen am Freitagabend beim Oberligaspiel beim SSV Jeddeloh mit 1:5 (1:2) unter die Räder. „Das Ergebnis entspricht nicht dem Spiel und fiel viel zu deutlich aus“, sagte Trainer Alexander Ukrow.

Dabei hatte die zunächst chancenarme Partie für die feldüberlegenen Osnabrücker verheißungsvoll begonnen. Nach 15 Minuten flankte Startelf-Debütant Dominik Rittscher den Ball von der rechten Seite. Deniz Taskesen und der Torwart stritten sich erfolglos um das Spielgerät, Ricardo Balzis schob dieses als lachender Dritter zum 0:1 ins leere Tor ein.

Doch die Führung hielt nur eine halbe Minute. Die Abwehr um Innenverteidiger Davide Grassi, der wie Torwart Frank Lehmann aus dem Drittligakader aushalf und nach langer Verletzung sein Comeback feierte, war unsortiert, und Ansgar Schnabel schoss aus zwölf Metern ungehindert ein. Beim 1:2 sieben Minuten später war die linke Abwehrseite verwaist. Nach einer Flanke scheiterte Julian Bennert im ersten Versuch per Kopf an Lehmann und hatte dann per Abstauber leichtes Spiel (23.). Zuvor hatten die Gäste Glück, dass es nach einem Grassi-Foul keinen Strafstoß gab.

Jeddeloh spielte clever, überließ dem VfL, der keine Lücken fand, die größeren Feldanteile und konterte eiskalt. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Der kampfstarke VfL suchte die Offensive, doch Jeddeloh war mit seiner Überfalltaktik gefährlicher. Während sich der VfL über einen ausgebliebenen Elfmeterpfiff nach Foul an Taskesen ärgerte, schraubten die Hausherren das Ergebnis mit drei Toren innerhalb von fünf Minuten in die Höhe. Vor dem 1:3 (75.) fehlte Grassi die Entschlossenheit, beim 1:4 brachte Alexander Baal den Ball nach einem Konter mühelos über die Linie. Vor dem 1:5 verpasste Julian Wolf, am Strafraum entscheidend zu klären. Während Jeddeloh die Übernahme der Tabellenführung feierte, schlichen die Osnabrücker tief enttäuscht vom Platz.

VfL Osnabrück: Lehmann – Bewekenhorn (76. Mustafa), Wolf, Grassi (76. Assinouko), Nubbemeyer – Rittscher, Neldner, Glockner, Balzis (85. Philippe) – Gündogan, Taskesen. – Tore: 0:1 Balzis (15), 1:1 Schnabel (16.), 2:1 Bennert (23.), 3:1 Bennert (75.), 4:1 Baal (77.), 5:1 Baal (79.).


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