Am Ende siegt der TSV souverän Kreisklasse: Welling II lange ein unangenehmer Gegner – Sommer trifft doppelt

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In dieser Strafraumszene erwischt der um Rettung bemühte TSV-Torwart Timo Hoffmann (r.) Wellings Stürmer David Eickmeier (in Schwarz). Der anschließende Strafstoß brachte die zwischenzeitliche 1:0-Führung für den WTV II. Foto: Heike DierksIn dieser Strafraumszene erwischt der um Rettung bemühte TSV-Torwart Timo Hoffmann (r.) Wellings Stürmer David Eickmeier (in Schwarz). Der anschließende Strafstoß brachte die zwischenzeitliche 1:0-Führung für den WTV II. Foto: Heike Dierks

In einem munteren Kreisklassen-Derby hat der TSV Westerhausen am Sonntag den TV Wellingholzhausen II mit 4:2 bezwungen. Die favorisierten Gäste taten sich lange schwer, machten in der zweiten Halbzeit dann aber alles klar. TSV-Torjäger Mike Sommer traf im Doppelpack.

„Dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird, war uns von vornherein klar. Welling hat sich gut präsentiert. Wir haben uns allerdings auch selbst in Schwierigkeiten gebracht. Beim 2:2 direkt vor der Pause waren wir zu weit aufgerückt. Uns fehlte heute hinten gelegentlich die Sicherheit. Aber das macht uns im Moment auch aus, dass wir trotzdem nicht den Faden verlieren und zurückkommen können“, meinte TSV-Trainer Uwe Werrmeyer nach Spielschluss.

Der Auftakt der Partie vor 40 Zuschauern an der Uhlandstraße verlief recht ausgeglichen. Der TSV hatte bald zwar ein spielerisches Übergewicht, blieb beim letzten Pass und beim Abschluss aber zu ungenau. Die Platzherren standen tief und starteten nur selten Offensivaktionen. Doch die wenigen Momente hatten es in sich: Wellings Stürmer David Eickmeier war im Strafraum seinem Gegenspieler entwischt; TSV-Torwart Timo Hoffmann grätschte dazwischen und brachte Eickmeier dabei zu Fall. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Julian Brinkers verwandelte flach zum 1:0 für Welling II (28.). Hoffmann war in der richtigen Ecke, konnte aber nichts mehr ausrichten.

„Jetzt sind wir dran“

Eickmeier hätte wenig später aus kürzester Distanz per Kopf sogar noch nachlegen können, doch er verfehlte den Ball knapp. Dann schlug der TSV zurück: Mike Sommer markierte das 1:1 (35.). „Jetzt sind wir dran!“, motivierte Torwart Hoffmann seine Mitspieler von hinten. Und tatsächlich legte Westerhausen nach. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite wurde der Ball in die Mitte zu Niklas Kurschat gepasst, der zum 2:1 für die Gäste einschob (39.). Doch Welling gab sich keineswegs geschlagen und erzielte durch Eickmeier direkt vor der Pause den 2:2-Ausgleich (45.). Er war von Marcel Henkenjohann traumhaft in Szene gesetzt worden.

„Wir haben vieles gut gemacht“, lobte Wellings Kotrainer Mario Wolf seine Jungs in der Halbzeitansprache. Recht hatte er. Doch mit Wiederanpfiff setzte Westerhausen zu einem Sturmlauf an, dem die Platzherren letztlich nicht mehr viel entgegensetzen konnten. Sommer tankte sich durch und spitzelte den Ball mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 ins lange Eck (48.). Der TSV kreierte weitere Chancen. Immer wieder wurde Sommer gesucht, der kaum zu halten war. Wellings Torwart Matthias Klocke musste ein ums andere Mal in höchster Not klären. Doch dann war auch er machtlos, als André Wischmeier eine Flanke von Piet Noruschat direkt zum 4:2 verwandelte (79.).

Damit war das Spiel entschieden, auch wenn Welling zum Ende noch zweimal aussichtsreich zum Abschluss kam, da die Gäste sich etwas zurücknahmen. „Ich bin mit unserer Leistung zufrieden, auch wenn wir in manchen Situationen nicht clever genug waren. Toll, wie die jungen Spieler mitziehen und ihre Einsatzchancen, die sie angesichts der Personalnot erhalten, auch nutzen“, sagte WTV-Coach Wolf später.

Aufstellungen

Wellingholzhausen: Matthias Klocke, Tjark Hoppe, Niklas Gehrenbeck, Julian Brinkers (46. Benjamin Koch), Marcel Latta, Marcel Henkenjohann, Kirian Sprehe, Florian Knappe, Marvin Hackmann (38. Jonas Wolf), David Eickmeier, Rene Scholle.

Westerhausen: Timo Hoffmann, Marvin Kleinwechter, Stefan Heller (56. André Wischmeier), Niclas Kammeyer, Paul Horn, Piet Noruschat, Markus Detmer (82. Marvin Greinert), Eugen Berg, Jan Brunsmann (56. Eugen Klezel), Mike Sommer, Niklas Kurschat (71. Jan-Hendrik Röhr).


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