Vetter-Cup: Trainer Fromme im Interview OSC-A-Jugend: Besser als die Erste

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Blutjunge Truppe: die A-Jugend des OSC beim Vetter-Cup. Foto: Nico-Andreas PaetzelBlutjunge Truppe: die A-Jugend des OSC beim Vetter-Cup. Foto: Nico-Andreas Paetzel

Nicht wenige Zuschauer in der Schlosswallhalle haben sich verwundert die Augen gerieben, als sich am Samstag ein sehr jungesTeam beim Addi-Vetter-Cup bereit gemacht hat.

Nur mit Spielern aus dem Jahrgang 1996 nahm die A-Jugend vom Osnabrücker SC als vermutlich erste Junioren-Elf am Turnier teil – und holte im Gegensatz zur eigenen ersten Mannschaft, die mit drei Niederlagen ausschied, einen Punkt in der Vorrunde. Trainer Jens Fromme erläutert im Interview, wie es dazu kam und warum es noch nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.

Herr Fromme, wieso sind Sie mit der A-Jugend beim Addi-Vetter-Cup gestartet?

Unsere 3. Herrenmannschaft hat ihr Startrecht für das Qualifikationsturnier nicht wahrgenommen, die Jungs waren heiß, und dann wollten wir das einfach versuchen. Wir haben uns in der Qualifikation ohne Niederlage durchgesetzt und freuen uns, dass wir teilnehmen konnten.

Und die Jungs wollten auch beim Hauptturnier für Furore sorgen?

Absolut, wir haben uns wirklich Chancen ausgerechnet – und ich meine, in den ersten beiden Spielen gegen TuS Haste II (1:4) und den SC Portugues (3:3) kann man sechs Punkte holen. Aber gerade gegen Haste waren wir in der Rückwärtsbewegung zu naiv. Meine Jungs sind jetzt natürlich enttäuscht, denn außer gegen Bezirksligist Voxtrup (0:6) war hier eigentlich mehr drin.

Was war das für ein Erlebnis für Ihr Team, bei den „Großen“ mitzumischen?

Wir haben natürlich Lehrgeld gezahlt. In einigen Situationen konnte man merken, dass wir einfach noch nicht abgeklärt genug sind, und die erfahrenen Spieler hier nutzen das dann eiskalt aus. Es war trotzdem schön, denn es ist ja ungewiss, wer von den Jungs im Herrenbereich den Sprung schafft und hier noch einmal auflaufen kann.

Was nimmt man für den Aufstiegskampf in der A-Jugend-Kreisliga mit?

Wir haben dort in den letzten Spielen etwas nachgelassen. Die Erfahrung, gegen diese abgezockten Herrenteams zu spielen, wird uns mit Sicherheit in der Rückrunde helfen. Der Vetter-Cup ist für uns also schon ein Teil der Vorbereitung.


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