Schlosswallhalle am ersten Vorrundentag des Addi-Vetter-Cups frühzeitig ausverkauft Favoritensiege vor vollem Haus

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Um 15.30 Uhr gab es ein Novum beim „alten, neuen“ Addi-Vetter-Cup. Die Schlosswallhalle meldete zu diesem Zeitpunkt „ausverkauft“. Viele Fußballfans nutzten den zweiten Weihnachtstag, um das Turnier bei seiner Rückkehr an die alte Spielstätte zu besuchen. Sie sahen den ersten Teil der Vorrunde, der sportlich ohne große Überraschungen blieb, aber einiges zu bieten hatte.

Es war zum Auftakt der Tag der Favoriten beim Vetter-Cup. Mit Ausnahme des VfR Voxtrup spielten alle Bezirksligisten sowie Landesligist SC Türkgücü und Oberligist VfL Osnabrück II, die ihrem Favoritenstatus auch allesamt gerecht wurden.

Zum Start gab es direkt das vereinsinterne Duell zwischen Türkgücü und ihrer eigenen „Dritten“. Schon hier zeigte der Vorjahresfinalist und große Mitfavorit auf den Titel, was von ihm zu erwarten ist. Das Team um Gökhan Selvi und Daniel Radojevic (beide bereits sechs Turniertreffer) verschonte die eigene Reserve beim 9:0 ebenso wenig wie danach den SV Roj, der sogar mit 12:1 aus der Halle gefegt wurde. Knapper war es da schon gegen den SC Lüstringen, der sein Zwischenrundenaus aus dem Vorjahr noch nicht vergessen hatte, beim 4:4 im bis dato besten Turnierspiel stark dagegenhielt und ebenfalls in der Zwischenrunde steht.

Deutlicher ging der Sieg in Gruppe B an den Spielverein 16. Der Bezirksligist spielte einen sehr soliden Ball und behauptete sich gegen die unangenehme Konkurrenz vom SV Eintracht und dem SSC Dodesheide II souverän. Im direkten Duell um Platz zwei erzielte Eintracht dann in einer vor allem zum Ende recht hitzigen Partie eine Minute vor Schluss den 2:2-Ausgleich und ist so weiter. Der SC Türkgücü IV war weitgehend chancenlos.

Titelverteidiger SSC Dodesheide zeigte dann in Gruppe C, dass mit ihm auch in diesem Jahr wieder zu rechnen ist. Die Mannschaft um die eingespielten Constantin Jelezneacov und Artöm Pfannenstiel überzeugte mit einem tiefen Kader und gab auch dem TuS Haste im Derby mit 2:0 das Nachsehen. Haste ist in der Zwischenrunde nach ungefährdeten Siegen gegen den Spielverein 16 II und den SV Atter ebenfalls dabei.

Ähnlich torhungrig wie Türkgücü und der SV 16 präsentierte sich die U21 des VfL Osnabrück, die in der „Schinkelgruppe“ gegen BW Schinkel, SC Türkgücü II und den SC Bosna 14 Tore erzielte. In einem spannenden Endspiel um den zweiten Platz trat BW Schinkel gegen Türkgücü II vor allem defensiv sehr engagiert auf und verdiente sich so den 2:1-Sieg.

Insgesamt erlebte der Vetter-Cup eine gelungene Premiere auf Kunstrasen vor vollem Haus. Sehr erfreulich war außerdem, dass sich ein Trend der vergangenen Jahre auch bei der 30. Auflage fortzusetzen scheint. Mit nur drei Zeitstrafen und einer überflüssigen Roten Karte verlief der erste Turniertag sehr fair. Im zweiten Teil der Vorrunde erwarten die Fans am Samstag vier weitere Gruppen, die sportlich sehr ausgeglichen sein dürften.


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