VfL-U21 schlägt Wunstorf 2:1 – Routiniers geben den Takt an Dem Druck standgehalten

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Durchgesetzt: Christian Schiffbänker (rechts) lässt sich von seinem Gegenspieler nicht ausbremsen. Foto: Helmut KemmeDurchgesetzt: Christian Schiffbänker (rechts) lässt sich von seinem Gegenspieler nicht ausbremsen. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Wie wichtig der 2:1-Sieg der U21 des VfL Osnabrück gegen den 1. FC Wunstorf war, macht ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Oberliga deutlich: Die Abstiegszone ist für den VfL trotz des Dreiers weiter nur sechs Punkte entfernt, weil auch der VfL Oldenburg im Tabellenkeller punktete.

Es gibt Spiele, die werden bereits beim Aufwärmen entschieden. Während die Spieler aus Wunstorf die Bälle beim Warmschießen nur so in die Vorgärten droschen und zum Anpfiff obendrein nur ganz gemächlich eintrudelten, hatten die Lila-Weißen vorab bereits die ersten Pluspunkte mit einem konzentrierten Programm gesammelt.

Die erste halbe Stunde ging so nicht von ungefähr klar an die VfL-Talente, die mit dem verbannten Profi Andreas Glockner und Christian Schiffbänker zwei routinierte Ballverteiler und Taktgeber im zentralen Mittelfeld hatten. Deniz Taskesen (3.), Leon Neldner (10.) und Tugay Gündogan (16.) vergaben dreimal frei stehend die Führung.

Taskesen war es, der dann aber doch eine gefühlvolle Hereingabe von Benjamin Möllers per Kopf zum hochverdienten 1:0 im Tor unterbrachte (21.). Gündogan erzielte kurz danach nach einer entschlossenen Balleroberung sogar das 2:0 (24.).

„Wir hätten höher führen müssen“, lautete die Kritik von VfL-Trainer Alexander Ukrow, der fortan eine immer schwungvollere Gästemannschaft sah. Der bärenstarke Linksaußen Daniel Boateng machte die Partie mit seinem 2:1 nach schönem Doppelpass wieder so richtig heiß (45.+1).

In einer flotten zweiten Hälfte ließen beim VfL die Kräfte ein wenig nach. Lediglich ein Freistoß von Glockner an die Latte sorgte noch für Torgefahr (54.). Wunstorf legte in der Schlussphase einen wahren Sturmlauf hin und hatte durch Abit Jusufi (81.) und Boateng (85.) den Ausgleich auf dem Fuß. Zudem traf Mohamad Saade den Außenpfosten (83.).

Leon Neldner brach eine Lanze für die beiden Routiniers im Team, zwei wichtige Sieggaranten. „Der ,Glocke‘ und der ,Schiffi‘ ziehen alle mit. Bei denen kann man sich eine Menge abschauen.“ VfL-Trainer Ukrow blickte bereits nach vorne. „In Jeddeloh am Freitag wird es spannend. Die haben heute sechs Tore bekommen.“

VfL: Düker – Möllers, Bewekenhorn, Wolf, Nubbemeyer – Neldner, Glockner (90.+2 Assinouko), Schiffbänker, Odenthal – Taskesen, Gündogan (84. Rittscher). – Tore: 1:0 Taskesen (21.), 2:0 Gündogan (24.), 2:1 Boateng (45.+1).


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