Gesmold jubelt, Glane II trauert Hüggel-Cup: Herzschlag-Finale um die Endrundenplätze

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Spannender hätten die letzten Partien der Hüggelcup-Zwischenrunde kaum verlaufen können. Während Viktoria Gesmold zehn Sekunden vor Schluss gegen den Hagener SV das entscheidende Tor schoss, um Viktoria Georgsmarienhütte von einem der besten zweiten Plätze zu verdrängen, zählte ein Treffer vom TuS Glane II, der zum Weiterkommen gereicht hätte, nicht mehr.

Die Zeit war kurz zuvor abgelaufen. Neben Gesmold komplettieren Bad Rothenfelde, Kloster Oesede, Glane I, Melle Türkspor und der SC Melle das Teilnehmerfeld der am heutigen Montag stattfindenden Endrunde des Hallenturnieres.

Die Spieler der zweiten Glaner Mannschaft konnten es nicht fassen. Noch vier Sekunden waren gegen den SV Harderberg zu spielen gewesen, und es hatte ein Tor gebraucht, um die eigene „Erste“ in der Tabelle der Gruppe C zu überflügeln. Und es klingelte tatsächlich noch einmal im Harderberger Kasten, aber die Schlusssirene war eine halbe Sekunde früher ertönt. „Das ist brutal“, ärgerte sich Marco Hofmann, dessen Einsatzbereitschaft exemplarisch für die hervorragende Einstellung der Glaner war. Mehrfach humpelte der Angreifer im Verlauf des Tages vom Feld, einmal segelte er gar per Purzelbaum über die Bande. Zudem hatte er beim überraschend souveränen 3:1- Sieg im vereinsinternen Duell zwei Tore erzielt.

In der Gruppe D untermauerte Melle Türkspor seinen Status als Geheimfavorit . Dank eines überragenden Yakup Akbayram, der sich mit 16 erzielten Treffern an die Spitze der Torjägerliste setzte, sicherte sich das Team mit drei Siegen den ersten Platz. „Wir wollen jetzt das Halbfinale erreichen, und dann muss man abwarten, wie die Gegner heißen“, sagte Akbayram zu den Ambitionen des Teams. Es wird spannend zu sehen sein, ob Türkspor mit seinem riskanten, offensiv ausgerichteten Spielstil auch gegen die stärkeren Mannschaften bestehen kann.

Der Samstag hatte im Zeichen der Titelfavoriten gestanden. In der Gruppe A gewann Bad Rothenfelde das entscheidende Spiel um den Gruppensieg gegen Melle in dominanter Manier mit 5:2. In sämtlichen drei Partien hütete der wiedergenesene Felix Zimmermann das Rothenfelder Tor. „Als Hasberger wollte ich unbedingt beim Hüggelcup dabei sein, und der Trainer hat mir grünes Licht gegeben“, freute sich der Stammkeeper. Landesligarivale und Titelverteidiger Melle zieht als bester Zweitplatzierter ebenfalls in die Endrunde ein.

Auch in Gruppe B fiel die Entscheidung im letzten Spiel. Gegen Viktoria GMHütte gewann Kloster Oesede 4:1, was den Gruppensieg zur Folge hatte. Die Klosteraner überzeugten dabei wie schon zuvor vor allem in der Defensive; im gesamten Turnierverlauf kassierten sie erst zwei Gegentore. „Entscheidend ist, dass unsere Spieler den Willen und die Leidenschaft mitbringen, immer einen Schritt eher am Ball zu sein als der Gegner“, lobte Trainer Michael Wirtz sein Team. Das Ziel sei nun die Qualifikation für das Hallenmasters, wozu eine Platzierung unter den vier besten Mannschaften erforderlich ist.

Die heutige Endrunde startet um 17.30 Uhr in der Hasberger Sporthalle.


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