Kreisliga: Gesmold und der TSV trennen sich im Derby 0:0 Riemsloher Abwehrriegel hält

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Kampfbetontes Spiel auf tiefem Boden: Riemslohs Pascal Merder (links, in Blau) behauptet den Ball gegen Gesmolds Sören Steiner.Foto: Heike DierksKampfbetontes Spiel auf tiefem Boden: Riemslohs Pascal Merder (links, in Blau) behauptet den Ball gegen Gesmolds Sören Steiner.Foto: Heike Dierks

Viktoria Gesmold und der TSV Riemsloh haben sich am Sonntag im Kreisliga-Derby 0:0 getrennt. Während die im Abstiegskampf um jeden Punkt ringenden Gäste nach dem Schlusspfiff jubelten, fühlte sich das Remis für die Platzherren wie eine Niederlage an.

Die ambitionierte Viktoria hängt damit auf Tabellenplatz sechs fest, der TSV hat als 14. die Abstiegsränge verlassen.

„Das Team hat sich bemüht, aber uns fehlte oft die Ruhe. Wir waren zwar optisch überlegen, haben aber wenig Zwingendes zustande gebracht. Je länger das Spiel dauerte, desto zerfahrener wurden unsere Aktionen“, analysierte Gesmolds Trainer Wolfgang Stahmeier nach Spielschluss. Auf der anderen Seite freute sich Riemslohs Interimscoach Bastian Wasmus über den glücklichen Punktgewinn und lobte die kämpferische Leistung seines TSV. „Die Jungs haben gut gerackert, die Stürmer bildeten die erste Verteidigungslinie. Die Einstellung des Teams stimmt.“

Die Begegnung im Sportpark an der Else konnte die rund 70 Zuschauer bei frostigen Temperaturen nur mäßig erwärmen. Die Viktoria entfachte in der Anfangsphase zwar einigen Wirbel. Die drei Gesmolder Torschüsse entschärfte Riemsloh aber ohne allzu große Probleme. Danach ließen die gut sortierten Gäste in der ersten Halbzeit kaum noch etwas zu. In der Offensive fanden sie hingegen kaum statt. Gesmold mühte sich ab, die Lücke im Abwehrverbund zu finden. Doch die Riemsloher Reihen standen weitestgehend dicht.

TSV bleibt defensiv

Nach dem Seitenwechsel setzte der TSV seine Defensivstrategie fort. „Lasst sie spielen!“, forderte Abwehrroutinier Alexander Schröder seine Mitspieler auf, nicht zu früh zu attackieren. Ein Fernschuss von Gesmolds Sören Steiner ging über das Gehäuse. Dann hatte Marc Andre Többen die erste bessere Chance der Partie, doch nach einer Drehung stocherte er den Ball im Strafraumgewusel am Tor vorbei (55.). Kurz darauf verfehlte der Stürmer mit einem Seitfallzieher ebenfalls aus der Kurzdistanz und dann per Kopfball nach schöner Flanke von Lennart Sutmöller das Ziel knapp.

Ab Mitte der zweiten Halbzeit verstärkte Gesmold seine Anstrengungen und drängte auf den erlösenden Treffer. Doch die finalen Pässe und Abschlüsse blieben zu unpräzise. In der Schlussphase hätte sich Riemsloh über einen Elfmeterpfiff für die Platzherren nicht beschweren können. Doch bei zwei strittigen Zweikampfsituationen, in denen jeweils ein Gesmolder im Strafraum zu Boden ging, blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

Aufstellung Gesmold: Hehemann, Meyer, Niederwestberg, Kleine-Kalmer, Witte (46. Breeck), Steiner (78. Lucas Grothaus), Nils Grothaus, Bolwin (78. Hollmann), Hasspecker (38. Sutmöller), Stiegemeyer, Többen;

Aufstellung Riemsloh: Johanning, Baumgart, Pope, Schröder, Wilken (90. Birke), Ornawka, Schipper, Wellmann, Merder (54. Brockhoff), Westphal, Hoffmann.


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