Kreisliga: Sögel und Leschede doppelt gefordert – Entscheidende Wochen für Schepsdorf Dalum will eine Trotzreaktion zeigen

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Nach der 0:5-Pleite gegen den SV Olympia Laxten am vergangenen Sonntag fordert Dalums Spielertrainer Alex Homann (gelbes Trikot) im Heimspiel gegen den VfL Herzlake einen Sieg. Foto: Werner ScholzNach der 0:5-Pleite gegen den SV Olympia Laxten am vergangenen Sonntag fordert Dalums Spielertrainer Alex Homann (gelbes Trikot) im Heimspiel gegen den VfL Herzlake einen Sieg. Foto: Werner Scholz

Das war am vergangenen Sonntag eine deutliche Packung. Mit 0:5 verlor der SV Dalum das Spitzenspiel bei Olympia Laxten und damit auch die Tabellenführung. Am 10. Spieltag der Fußball-Kreisliga will der Tabellenzweite daher eine Trotzreaktion zeigen. Auch die DJK Geeste will auf die Niederlagen der vergangenen Wochen antworten, Sögel und Leschede sind sogar doppelt im Einsatz.

„Es geht erst einmal darum, dass wir eine Reaktion auf das Laxten-Spiel zeigen“, setzt Dalums Coach Alex Homann vor der Partie am Freitag (19.30 Uhr) gegen den VfL Herzlake Prioritäten. Mit einem Sieg vor heimischem Publikum soll der vergangene Sonntag vergessen gemacht werden. „Wir wollen die drei Punkte zu Hause behalten, das ist wichtig. So etwas wie Sonntag wird nicht noch mal passieren“, war es für Homann eine einmalige Sache. Dabei nimmt er seine Truppe aber auch in Schutz. „Wir haben eine ganz junge Truppe, am Sonntag habe nur ich das Durchschnittsalter ein wenig angehoben“, lacht Homann, der weiß, dass seine Schützlinge aus solchen Spielen nur lernen können.

Gelernt, wie es in der Kreisliga zugeht, hat auch der Aufsteiger Sigiltra Sögel, der in der Liga angekommen ist. Mit zwölf Punkten aus acht Spielen steht die Truppe von Frans Blokker im sicheren Mittelfeld der Tabelle. An diesem Wochenende sind die Hümmlinger doppelt gefordert. Genau wie ihr Gegner am Freitagabend (19.30 Uhr), der FC Leschede. „Vier Punkte sind das Ziel“, formuliert Sigiltra-Coach Blokker die Marschroute für das Wochenende. Dasselbe Ziel verfolgt der Gegner aus Leschede. „Wir wollen an diesem Wochenende versuchen, den zweiten Saisonsieg einzufahren“, sagt Leschedes Obmann Claus Alfes.

Ob das jetzt am Freitagabend zu Hause gegen Sögel oder am Sonntag (15 Uhr) in Schwefingen passiert, spielt für Alfes keine große Rolle: „Die vier Punkte insgesamt sind wichtiger“, sagt er mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf mit sechs Punkten aus sieben Spielen. „Die Trainingsbeteiligung ist erfreulich hoch, die Bereitschaft der Spieler ist gut, das Klima in der Mannschaft top“, hofft Alfes jetzt, dass sich auch bald der Erfolg einstellt.

Der muss sich auch noch bei der Eintracht aus Schepsdorf einstellen. Am Sonntag (15 Uhr) reist Sögel zum Aufsteigerduell nach Schepsdorf. „Ein Duell mit einem Aufsteiger, mit dem wir eigentlich auf Augenhöhe sein müssten. In solchen Spielen müssen wir die Punkte holen“, läutet Schepsdorfs Coach die entscheidenden Wochen für sein Team ein. Der Anfang soll mit einer guten Leistung gegen Sögel gemacht werden. „Die haben einige Leute, die schnell und zahlreich treffen. Wir müssen verhindern, dass diese ins Rollen kommen“, warnt Eling vor der gefährlichen Offensive des Gegners, rechnet sich aber dennoch Chancen aus. „Wir müssen es ähnlich angehen wie gegen Emslage. Hinten sicher stehen, aggressiv zu Werke gehen und die kleinen Chancen nutzen, die sich bieten“, gibt der Eintracht-Trainer die Marschroute für Sonntag vor.

Die Marschroute für die DJK Geeste ist auch klar: „Wir spielen voll auf Sieg“, sagt Geestes Trainer Guido Berndsen vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen Union Meppen. Nachdem die Geester in der Sportwoche beide Spiele verloren haben, soll jetzt etwas Zählbares kommen. „Es ist wichtig für uns, dass wir punkten“, weiß Berndsen, der den Gegner aus Meppen schon zweimal unter die Lupe genommen hat. „Damit müssen wir uns messen, denn unser Blick geht nach unten. Wir müssen hoch konzentriert zur Sache gehen. Es ist schwierig, aber machbar“, so Berndsen.

Eine schwierige Aufgabe wartet auch auf den VfL Emslage, der am Sonntag (15 Uhr) den Tabellenführer aus Lengerich-Handrup zu Gast hat. „Das wird keine einfache Nummer. Die spielen derzeit einen erfolgreichen Fußball“, weiß Emslages Obmann Jürgen Rüther. Für ihn ist klar: „Wir müssen da weitermachen, wo wir in Esterwegen aufgehört haben.“ Da gewann Emslage mit 6:1, wobei vor allem auf das Sturmduo Rene Hermes und David Brink verlass war. „Die beiden könnten vorne manchmal sogar noch ein bisschen besser harmonieren“, hofft Rüther, dass die beiden am Sonntag auch wieder den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. „Dazu müssen wir hinten sicher stehen und alles abrufen. Ein Punkt wäre schon gut, drei sitzen vielleicht auch drin“, so Rüther.

Drei Punkte will auch die Olympia aus Laxten holen, um an der Tabellenspitze dranzubleiben. Doch dazu muss die Elf von Trainer Frank Grotke am Sonntag (15 Uhr) erst beim SC Spelle-Venhaus II bestehen. „Ein schönes Spiel, in dem Laxten Favorit ist“, schiebt Spelles Trainer Maik Herrmann die Karten zu den Gästen rüber. „Laxten hat einen guten Lauf. Bei uns muss sich die Konstanz erst noch einstellen“, erkennt Herrmann kleine, aber feine Unterschiede zwischen beiden Teams. Daher fordert der SCSV-Coach: „Wir müssen eine konzentrierte Leistung zeigen und mit 100 Prozent Einstellung an die Sache rangehen. Wir wollen auf jeden Fall die Punkte zu Hause behalten.“

Kreisligaspiel des Tages: Germania Twist - SV Esterwegen

Gerade einmal zwei Punkte trennen Germania Twist und den SV Esterwegen, der ein Spiel weniger absolviert hat als Germania, in der Tabelle der Fußball-Kreisliga voneinander. Am Sonntag (15 Uhr) treffen beide im Duell der direkten Tabellennachbarn aufeinander. Vor dem Spiel stellt sich vor allem eine Frage: Wer kann sich ein bisschen Luft verschafften im Tabellenkeller?

„Wir müssen drei Punkte holen, damit wir nicht den Anschluss ans Mittelfeld verlieren“, betont Germanen-Coach Ansgar Schmees. Neun Punkte aus neun Spielen sind nicht überragend viel, sodass die Twister derzeit nur den zwölften Platz belegen. Esterwegen steht sogar mit sieben Punkten noch einen Platz unter dem Aufsteiger, hat aber auch ein Spiel weniger absolviert. In einem dieser Spiele hat Schmees den Gegner vom Sonntag schon beobachtet. „Esterwegen ist schwer einzuschätzen. Aber es wird in jedem Fall keine leichte Aufgabe“, warnt Schmees, der klar macht: „Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir müssen Vollgas geben, wie jeden Sonntag.“

Auch für die Jungs aus Esterwegen ist die Partie von großer Bedeutung. Die Leistungen der Hanekmap-Elf schwanken derzeit enorm, sogar von Halbzeit zu Halbzeit. Am vergangenen Wochenende erkämpfte man sich gegen Emslage zur Pause ein 1:1-Unentschieden, am Ende ging man jedoch mit einer 1:6-Niederlage vom Platz. „Wir müssen den Kopf hoch nehmen, hängen tut er von alleine“, passt das Lieblingssprichwort von SVE-Coach Willi Hanekamp zur aktuellen Situation seiner Mannschaft. Am Sonntag will der Übungsleiter ein paar Punkte vom Twist mitnehmen. Damit das klappt, fordert er von seiner Truppe: „Wir müssen kämpferisch und läuferisch überzeugen.“


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