Fläche in Clusorth-Bramhar Gewerbegebiet an der B 213: Kritik im Lingener Rat an den Bürgernahen

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An der B213 liegt der Fensterbaubetrieb Bojer. Je nach Verkehrslage ist ein Abbiegen auf das Firmengelände nicht ungefährlich. Foto: Thomas PertzAn der B213 liegt der Fensterbaubetrieb Bojer. Je nach Verkehrslage ist ein Abbiegen auf das Firmengelände nicht ungefährlich. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Kritik haben CDU und SPD im Stadtrat an den Lingener Bürgernahen (BN) geäußert. Es ging um die Position der BN zur Vergrößerung des Gewerbegebietes an der B213 im Ortsteil Clusorth-Bramhar.

Die Erweiterung um zwei Hektar wurde mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen (Sabine Stütting und Margitta Hüsken von den BN) und einer Neinstimme von Marc Riße (BN) beschlossen. Riße hatte sich auch in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses gegen die Erweiterung ausgesprochen. Auf dem Areal möchte das dort ansässige Fensterbauunternehmen Bojer seinen Betrieb erweitern.

In der Ratssitzung übten Hermann Gebbeken, früherer Ortsbürgermeister von Clusorth-Bramhar, und weitere Mitglieder der CDU-Fraktion Kritik an den Bürgernahen. Dass diese die Erweiterung ablehnen würden, sei nicht nachvollziehbar, so Gebbeken. Die Erweiterung ist nach seinen Worten in dreierlei Hinsicht von Vorteil: Sie eröffnet Bojer Perspektiven, führt zu mehr Verkehrssicherheit durch eine Erschließung des Areals im rückwärtigen Bereich und verbessere die Rahmenbedingungen für Unternehmen, Arbeitsplätze zu schaffen. "Die Aussage von Marc Riße, dass wir kein neues Gewerbegebiet brauchen, kann ich nicht nachvollziehen", meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling. Die Stadt brauche Gewerbegrundstücke, sagte Stefan Wittler von der SPD. "Die bedeuten Arbeitsplätze, die der Stadt gut tun", so der Sozialdemokrat.

Der Oberbürgermeister stützte diese Auffassung.  "Wir haben die Ablehnung durch die BN ebenfalls nicht verstanden", sagte Dieter Krone. Dem Beschluss sei ein langwieriges, sich über drei Jahre erstreckendes Verfahren vorausgegangen. "Wir müssen gucken, dass der Mittelstand Arbeitsplätze schafft", betonte der Verwaltungschef.

Marc Riße entgegnete, die Bürgernahen hätten nichts gegen die Erweiterung des Unternehmens Bojer. Es sei aber falsch, zu behaupten, dass es sich bei den nun ausgewiesenen Gewerbeflächen ausschließlich um Flächen für den Fensterbauer handele. In diesem Sinne hatten sich Krone und die CDU-Vertreter geäußert. Deshalb würden die BN auch die Erweiterung des Gewerbegebietes in der nun vorliegenden Form angesichts des in der Stadt vorhandenen Angebotes an Arealen ablehnen, so Riße.

Dass die Stadt Lingen laut BN genügend Gewerbeflächen habe, sah Günter Reppien (CDU) anders. Dies sei bei Weitem nicht so. "Wir haben einen Riesenbedarf und hoffen, dass wir den auch bedienen können."



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