Fußball Grote: Ziele im Profifußball „kurzfristiger gesteckt“

Von dpa

Osnabrücks Trainer Marco Grote steht im Stadion.Osnabrücks Trainer Marco Grote steht im Stadion.
David Inderlied/dpa/Archivbild

Osnabrück. Osnabrücks Trainer Marco Grote hatte nach eigenen Angaben eigentlich nicht unbedingt das Ziel, eine Profimannschaft zu trainieren.

„Ich habe nie großartig danach gestrebt“, sagte der 48-Jährige im Interview der „Nordwest-Zeitung“ (Dienstag). „Grundsätzlich hätte ich mir vorstellen können, auch im Jugendbereich weiterzuarbeiten.“

Grote hatte den VfL nach dem Abgang von Coach Daniel Thioune zum Hamburger SV im Sommer übernommen. Osnabrück ist für den langjährigen Jugendtrainer von Werder Bremen die erste Station als Chefcoach bei einem Profiteam. Mit den Lila-Weißen liegt Grote nach sieben Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der Unterschied zwischen der Arbeit im professionellen Jugendbereich und der Arbeit mit Vollprofis ist aus Grotes Sicht „nicht so dramatisch“. Auch bei seinem vorherigen Job sei es „viel um Ausbildung, Entwicklung und Lehre“ gegangen. „Jetzt geht es auch um Entwicklung, aber die Ziele sind kurzfristiger gesteckt. Man hat nicht so viel Zeit für Erfolge. Das Spiel an sich ändert sich nicht so wahnsinnig. Es ist etwas intensiver, körperbetonter, temporeicher. Aber es ist immer noch Fußball.“ Geändert habe sich sein Umgang mit den Sportlern: „Ich spreche natürlich mit einem 28-jährigen Profi anders als mit einem 18-jährigen Talent.“


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