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US Open Federer patzt - Klassiker gegen Djokovic geplatzt

Von dpa

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New York. Nach Novak Djokovic wollte es auch Roger Federer ins Viertelfinale der US Open schaffen. Doch das Traum-Viertelfinale platzte überraschend. Auch Maria Scharapowa verlor im Achtelfinale.

Mit dem überraschenden Achtelfinal-Aus für Roger Federer ist bei den US Open in New York der erste Titel-Favorit gescheitert. Der langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste aus der Schweiz unterlag im Achtelfinale in New York dem australischen Außenseiter John Millman.

Federer verlor 6:3, 5:7, 6:7 (7:9), 6:7 (3:7) gegen den Weltranglisten-55., der damit den größten Erfolg seiner Karriere feierte und im Viertelfinale auf Wimbledonsieger Novak Djokovic trifft.

Nach 3:35 Stunden machte Millman den Triumph perfekt, ohne danach zu feiern. „Ich kann es kaum glauben, ich habe so viel Respekt vor Roger, er ist ein Held von mir“, sagte Millman bescheiden. „Heute war er sicher nicht in Bestform - aber ich nehme das mit.“

Ganz anders Roger Federer: Der Schweiß rann ihm in Strömen herunter - am Ende einer schlimmen US-Open-Nacht entglitt dem Schweizer Tennis-Maestro wieder eine Chance auf den 21. Grand-Slam-Titel. Grand-Slam-Turnier

Federer war nahezu erleichtert, als er um kurz vor eins endlich das fast 24.000 Zuschauer fassende Stadion mit dem neu errichteten Dach verlassen durfte, in dem kein Luftzug wehte und es sich bei Temperaturen um 30 Grad eher wie einer Waschküche im Hauskeller anfühlte. «An einem gewissen Punkt war ich fast froh, als das Match vorüber war», sagte der fünfmalige US-Open-Champion, der zuletzt 2008 in Flushing Meadows triumphierte und dort zuvor alle 40 Vergleiche gegen Spieler von jenseits der Top 50 gewonnen hatte. 

Federer war überzeugt, nicht wegen seines Alters solche körperlichen Probleme bekommen zu haben. Er habe schon bei heißeren Temperaturen trainiert - und er hatte sich vor dem Rasenturnier in Stuttgart dort einige Tage mit Millman eingestimmt, weil dieser eine Freundin in der baden-württembergischen Landeshauptstadt hat. 

Und die Zeit läuft gegen den 37-jährigen Schweizer, der im Achtelfinale mit der feucht-warmen und stickigen Luft von New York ebenso kämpfte wie mit dem furchtlosen australischen Außenseiter. 

Für die einstige Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa, die 2006 in New York siegte, ist das Turnier auch vorbei. Die Russin unterlag der Spanierin Carla Suarez Navarro an deren 30. Geburtstag 4:6, 3:6. Nach ihrer Dopingsperre war Scharapowa auch im vorigen Jahr vor der entscheidenden Phase ausgeschieden. „Wenn ich sofort sagen könnte, was ich ändern muss, würde ich es tun“, meinte die 31-Jährige.



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