24.02.2021, 14:07 Uhr

So wird das Zertifikat vergeben Familienfreundliche Arbeitgeber als Standortfaktor

Die familienfreundlichen Arbeitgeber aus der Region Osnabrück.Die familienfreundlichen Arbeitgeber aus der Region Osnabrück. Stadt Osnabrück

Osnabrück. Seit 2017 haben Unternehmen in der Region Osnabrück die Möglichkeit, sich nach Bewerbung und erfolgreichem Auswahlverfahren mit dem Prädikat Familienfreundlicher Arbeitgeber auszeichnen lassen zu können.

Ausgangspunkt für den Zertifizierungsprozess „Familienfreundliche Arbeitgeber“ waren Überlegungen, wie die Region Osnabrück sich als familienfreundliche Region präsentieren kann. Unter dieser Fragestellung wurde im Jahr 2014 eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Unternehmen und Institutionen sich als familienfreundliche Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels positionieren können.  

Im weiteren Verlauf der Diskussion und auch aufgrund der engagierten Unterstützung durch Frau Prof. Barbara Schwarze von der Hochschule Osnabrück zeigte sich jedoch, dass ein Zertifikat entgegen aller vorherigen Meinungen doch die beste Lösung war.

Jede Branche soll vertreten sein

Wichtig war den Mitgliedern dieser Arbeitsgruppe von Anfang an, dass das Zertifikat für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen jeder Branche und jeder Größe zugänglich und im Hinblick auf finanzielle Mittel und Arbeitsaufwand möglich ist. Auch mit Blick auf den einzusetzenden Arbeitsaufwand für die Mitglieder des Arbeitskreises sollte es ein möglichst schlanker Prozess werden.

Spannend war der erste Durchlauf. Es war völlig offen, wie viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sich um das Zertifikat bewerben würden. Würde das Projekt angenommen werden oder würden die Bewerbungen überlaufen? Würden die Mitglieder der Arbeitsgruppe – mittlerweile Arbeitskreis Familienfreundliche Arbeitgeber genannt – den damit verbundenen Arbeitsaufwand überhaupt bewältigen können?

Familienbündnis
Landrätin Anna Kebschull, Schirmherrin des Familienbündnisses.

Die stattliche Zahl von damals 41 Bewerbungen hat gezeigt, dass ein großes Interesse an einer Zertifizierung dieser Art bestand, aber auch, dass mit vereinten Kräften die Arbeit zu schaffen war.

Arbeitskreise wachsen stetig an Mitgliedern

Der Arbeitskreis, der anfänglich aus 10 Personen bestand, ist mittlerweile auf 26 Personen angewachsen, 5 der ursprünglichen Mitglieder sind immer noch dabei. Ein derart großer Personenkreis ist erforderlich, weil mittlerweile nicht nur die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die sich um das erste Zertifikat bewerben, sondern auch die, das Zertifikat zum zweiten Mal erhalten wollen, besucht werden müssen. Die Ergebnisse eines Unternehmensbesuches werden in einem Bewertungsbogen schriftlich festgehalten, um bei einer möglichen Re-Zertifizierung auf den Verlauf und die Ergebnisse des ersten Gesprächs zurückgreifen zu können. Vertraulichkeit und Datenschutz sind dabei immer gewährleistet.

Unternehmen werden in Teams ausgewählt

Die Unternehmensbesuche finden nach Möglichkeit immer in Teams statt. Je zwei Mitglieder des Arbeitskreises besuchen einen Bewerber oder eine Bewerberin. Die Arbeitskreismitglieder werden immer sehr freundlich aufgenommen, die Atmosphäre ist stets sehr angenehm und entspannt. Die Vielfältigkeit der Unternehmen und Institutionen und ihre individuellen, teilweise erstaunlich einfallsreichen familienfreundlichen Maßnahmen machen die Besuche zu einem spannenden und auch lehrreichen Erlebnis. Lehrreich - denn in den meisten Fällen sind die Gespräche davon geprägt, dass einer von dem anderen lernt. Somit findet schon auf dieser Ebene eine Art Netzwerken statt.

Die Bewerbung um das Zertifikat ist keinesfalls eine Garantie für die spätere Zertifizierung. Obwohl die Hürden relativ niedrig gehalten sind, werden die Bewerberinnen und Bewerber, die diese nicht überwinden können, auch schon einmal abgewiesen.

Swaantje Hehmann
Osnabrücks Oberbürgermeister Wofgang Griesert, Schirmherr des Familienbündnisses.

Das Familienbündnis und insbesondere die Engagierten im Arbeitskreis Familienfreundliche Arbeitgeber versprechen sich von der Zertifizierung, dass die Unternehmen und Institutionen in der Region Osnabrück besonders im Hinblick auf Familienfreundlichkeit als fortschrittliche, attraktive Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen wahrgenommen werden und dadurch auch die Region Osnabrück in der Öffentlichkeit als familienfreundlich und lebenswert angesehen wird. Der Austausch untereinander trägt zur Weiterentwicklung des Zertifikats und der familienfreundlichen Angebote eines jeden Unternehmens bei.

Hier geht es zurück zur Themenwelt Familienfreundliche Arbeitgeber

Folgende Institutionen und Unternehmen unterstützen das Familienbündnis bei der Zertifizierung und übernehmen die Bewerbungsgespräche:

Bäckerei Brinkhege GmbH & Co. KG

Bistum Osnabrück

Bundesagentur für Arbeit Osnabrück

Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Hellmann Worldwide Logistics

Hochschule Osnabrück

Diözesan Caritasverband e.V.

ebm elektro-bau-montage GmbH & Co. KG

Ev. Familien-Bildungsstätte e.V.

Georgsmarienhütte GmbH

Gleichstellungsbüro Landkreis Osnabrück

Gleichstellungsbüro Stadt Osnabrück

IAV – Industrieller Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim e.V.

Klinikum Osnabrück GmbH

Koordinierungsstelle Frau & Betrieb e.V.

Niels-Stensen Kliniken GmbH

Optik Peter Meyer

Paracelsus Kliniken Osnabrück

Piepenbrock Service GmbH & Co. KG

Stadtwerke Osnabrück AG

WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück GmbH

WIGOS – Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land mbH

Bewerbungen werden bis zum 31. Mai entgegen genommen. Aktuelle Informationen zur Zertifizierung Familienfreundliche Arbeitgeber sowie den Bewerbungsbogen gibt es auf der Homepage www.familienfreundliche-arbeitgeber-os.de


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