04.12.2020, 07:58 Uhr

Die Geschichte des Zoos begann mit einem Dachs Tutti, Buschi und Co.

1970 wurde aus dem Tiergarten der Zoo – und der Orang-Utan „Buschi“, der hier im Dezember 1971 zur Welt kommt, ist der erste Star des Zoos.1970 wurde aus dem Tiergarten der Zoo – und der Orang-Utan „Buschi“, der hier im Dezember 1971 zur Welt kommt, ist der erste Star des Zoos. Zoo Osnabrück

Osnabrück. Die Geschichte des Osnabrücker Zoos, der 2021 seinen 85. Geburtstag feiert, beginnt mit einem Dachs. „Tutti“ ist der Publikumsliebling, der Mitte der 1930er-Jahre in der Ausstellung der „Gemeinschaft der Freunde des Heimattiergarten“ in der Großen Straße ganz besonders große Aufmerksamkeit bekommt.

Den ersten Jahren mit wachsender Tierpopulation und begeisterten Besuchern folgen allerdings die Jahre des Zweiten Weltkriegs. Der Zoo leidet unter Bombenangriffen, nahezu alle Tiere sterben – und die wenigen Wildtiere wandern in die Küche, wenn NSDAP-Parteibonzen zu Besuch kommen. 

Nach dem Ende des Krieges beginnt der Wiederaufbau – verbunden mit vielen großen Problemen. Und auch mit ganz speziellen: Braunbär „Teddy“ bedankt sich auch nach Kriegsende noch mit dem antrainierten Hitlergruß, wenn er einen Brocken zugeschmissen bekommt. Die Reedukation gelingt nicht – aber die britischen Befehlshaber nehmen es irgendwann mit Humor. 

Ende der 50er-Jahre beginnt der Aufstieg

Nach mühsamen Jahren des Wiederaufbaus beginnt Ende der 50er-/Anfang der 60er-Jahre der Aufstieg des Tiergartens. Nach zahlreichen Baumaßnahmen wie dem eines Wärmehauses für den Winter oder einer Pinguinanlage wird mit dem Bau eines Elefantenhauses ein Meilenstein erreicht. Elefantenkuh „Toni“ zieht 1961 vom Zirkus Althoff direkt aus der Manege quer durch die Stadt in den Zoo ein, die sich eine Woche später dazugesellende Elefantenkuh „Targa“ büxt kurz nach ihrem Einzug aus und wird nach einem Ausflug bis nach Voxtrup wieder gefunden und zurückgebracht.

Zoo Osnabrück
"Buschi" malt auch Aquarelle - der Orang-Utan ist auch heute noch einer der Stars im Osnabrücker Zoo.

1970 wird aus dem Tiergarten schließlich offiziell der Zoo – der erste Star wird „Buschi“: Das Orang-Utan-Baby kommt im Zoo zur Welt und ist noch heute weit über den Schölerberg hinaus bekannt. Die 80er- und 90er-Jahre stehen für den permanenten Ausbau der Zoo-Anlagen. Die Zoogehege werden optisch attraktiver gestaltet, die Haltung wird tiergerecht. Die Pinguine bekommen ein neues Zuhause, ebenso Tiger und Schimpansen. In das Elefantengehege ziehen 1987 erstmals afrikanische Elefanten ein. 

Seit 20 Jahren in der ersten Zoo-Liga

Anfang des 21. Jahrhundert beginnt der Aufstieg des Zoos in die erste Liga. Die „Samburu“- Anlage mit Giraffen wird eröffnet, der „Wolfswald“, das „Tal der grauen Riesen“ oder der „Unterirdische Zoo“ sorgen für zusätzliche Attraktivität. 2010 folgt mit der afrikanischen Themenwelt „Takamanda“ ein weiterer Meilenstein. Das „Kajanaland“ mit Bären, Wisenten oder Luchsen, der spektakuläre Umbau des Affenfelsen zur Tempelanlage „Angkor Wat“, der „Tigertempelgarten“, das nordamerikanische Gehege „Manitoba“ mit einem 120 Meter langen Höhenpfad sowie die Nashornanlage als erster Teil der afrikanischen Tierwelt „Mapungubwe“ sind weitere Leuchtturmprojekte des Zoos.

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