Umfrage Wegen Stromkosten auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten?

Von Eva Dorothée Schmid | 24.11.2022, 14:00 Uhr

Spätestens zum ersten Advent holen viele die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Keller und beleuchten ihr Haus. Doch Strom ist teuer geworden. Verzichten Sie 2022 auf die Weihnachtsbeleuchtung? Machen Sie mit bei unserer Umfrage.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert angesichts der derzeitigen Energiekrise, dass Städte und Privathaushalte auf eine Weihnachtsbeleuchtung verzichten sollten. Einige Kommunen zogen bereits Konsequenzen: Im Stuttgarter Rathaus leuchten dieses Jahr keine Weihnachtslichter, Bremen schaltet die Beleuchtung statt wie bisher Ende Oktober erst ab dem 20. November ein. Und in Wolfsburg werden weniger Lichter angebracht. Zudem stellen einige Städte auf eine sparsame LED-Beleuchtung um.

Doch wie hoch ist der Stromverbrauch von Weihnachtsbeleuchtung überhaupt? Und was kostet der Spaß?

Weihnachtsbeleuchtung: 190 Kilowattstunden Extra-Stromverbrauch

Laut Heidelberger Institut für Energiedienstleistungen (IFED) verwendet ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland für die Weihnachtsbeleuchtung etwa zwei Lichterketten und einen zehn Meter langen Lichterschlauch.

Zwischen dem ersten Advent und dem 6. Januar verbraucht ein Durchschnittshaushalt so etwa 190 Kilowattstunden und damit rund halb so viel Strom, wie sonst das ganze Jahr über für die Beleuchtung verwendet wird.

Durch die Advents- und Weihnachtsbeleuchtung werden laut IFED 500 Millionen Kilowattstunden Strom verwendet. Das entspricht einer Menge, mit der 140.000 Haushalte ein Jahr lang komplett mit Strom versorgt werden könnten.

LED-Beleuchtung verursacht weniger Stromkosten

Wie viel die Weihnachtsbeleuchtung an Stromkosten verursacht, hängt stark davon ab, ob herkömmliche Lichterketten oder solche mit LED verwendet werden. Werden beispielsweise zwei zehn Meter lange Lichtschläuche, die sechs Wochen lang zwölf Stunden am Tag eingeschaltet sind gegen Lichtschläuche mit LEDs ersetzt, können laut Deutscher Energie-Agentur über 80 Prozent der Stromkosten für die weihnachtliche Beleuchtung eingespart werden.

Der BUND rechnet vor, dass eine leuchtende Lichterkette mit alten Glühlämpchen in der Adventszeit bei täglich zwölf Stunden Betrieb mehr als sechs Euro kostet. Entsprechende LED-Modelle dagegen weniger als einen Euro. Mit drei alten Lichterketten verursacht man somit knapp zwanzig Euro an Stromkosten.

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Umfrage: Verzichten Sie 2022 auf die Weihnachtsbeleuchtung?

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