Längste Nacht, kürzester Tag Wintersonnenwende 2020: Ab wann werden die Tage wieder länger

Wintersonnenwende 2020: Was hat es mit dem astronomischen, meteorologischen und phänologischen Winteranfang auf sich? Symbolfoto: dpaWintersonnenwende 2020: Was hat es mit dem astronomischen, meteorologischen und phänologischen Winteranfang auf sich? Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Zeitgleich mit der Wintersonnenwende 2020 ist auch der astronomische Winteranfang in diesem Jahr. Wo liegt der Unterschied zwischen dem meteorologischen und phänologischen Winteranfang?

Der kürzeste Tag des Jahres ist gleichzeitig der Winteranfang: Am Montag, 21. Dezember 2020, ist Wintersonnenwende und damit die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres. An diesem Tag erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel die geringste Mittagshöhe über dem Horizont im gesamten Jahresverlauf.

Uhrzeit der Wintersonnenwende 2020

Das bedeutet, dass an diesem Tag die Sonne erst um 8.14 Uhr aufgeht und schon um 16.21 Uhr wieder untergeht. In Osnabrück ist die Uhrzeit der Wintersonnenwende 11.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Gleiches gilt zum Beispiel für Meppen und Delmenhorst, auch hier ist 11.02 Uhr die Uhrzeit der Wintersonnenwende 2020.

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Wintersonnenwende 2020 die Bedeutung

Der Grund dafür ist der tiefe Stand der Sonne. Während sie bei der Sommersonnenwende ihren höchsten Stand hat und daher am 21. oder 22. Juni jedes Jahres der längste Tag auf der Nordhalbkugel ist, ist es bei der Wintersonnenwende genau anders herum. Zum Vergleich: Über 17 Stunden Sonne bietet der längste Tag des Jahres in Norddeutschland. Im Winter sind es dann kaum mehr als acht Stunden.

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Der astronomische Winteranfang

Zeitgleich mit der Wintersonnenwende ist der astronomische Winteranfang. Für die Meteorologen hat der Winter jedoch schon längst mit dem 1. Dezember begonnen – mit dem meteorologischen Winteranfang. Das hat vor allem statistische Gründe, wie der Deutsche Wetterdienst auf seiner Website erklärt: „Dies wird gemacht, da für die klimatologischen Auswertungen nur Daten über die einzelnen Monate vorliegen (zum Beispiel Monatsmittel, Monatssummen, Monatsabweichungen, Extremwerte)“.

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Neben dem astronomischen und dem meteorologischen Winteranfang gibt es auch noch den phänologischen Winteranfang. Dieser hat jedoch kein festes Datum, da er sich nach periodisch wiederkehrenden Erscheinungen richtet. Der Winter ist hier die Zeit vom Ende der Feldarbeit bis zum Beginn der Schneeglöckchenblüte.

Ab jetzt wird es wieder hell

Trost für Tageslichtfreunde bietet, dass ab dem 22. Dezember die Tage wieder länger werden, bis um den 21. März herum eine Tag-Nacht-Gleiche erreicht wird und im Juni dann der längste Tag des Jahres wartet. 

Winter- wie Sonnenwende werden schon seit Jahrtausenden gefeiert. Kultstätten wie Stonehage in Südengland oder die Externsteine bei Detmold werden an diesen Abenden von vielen besucht. Ein weiterer, christlich geprägter Name für die Wintersonnenwende ist übrigens Thomasnacht in Gedenken an den Apostel Thomas.


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