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Trauer um große Persönlichkeiten Berühmte Todesfälle 2020: Diese Promis sind in diesem Jahr gestorben

Von dpa, Redaktion

Starben 2020: Ruth Bader Ginsburg (von oben links, dann im Uhrzeigersinn), Chadwick Boseman, Irm Hermann und Hans Jochen Vogel.Starben 2020: Ruth Bader Ginsburg (von oben links, dann im Uhrzeigersinn), Chadwick Boseman, Irm Hermann und Hans Jochen Vogel.
dpa/Gregor Fischer/Chris Pizzello/Sven Hoppe, imago images/Michael Brochstein; Collage: lod

Berlin. Welche Musiker, Schauspieler, Sportler und andere Berühmtheiten starben im Jahr 2020? Hier finden Sie einen Überblick.

Eine chronologische Übersicht der prominenten Todesfälle 2020:

Musiker Spencer Davis (19. Oktober)

dpa/Paradise Artists


Der Rockmusiker Spencer Davis ist tot. Der Gründer der Spencer Davis Group starb im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus. Anfang der 60er Jahre gründete er die Spencer Davis Group, die bald mit Songs wie "Keep On Running", "Somebody Help Me", "I'm a Man" oder "Gimme Some Lovin'" Erfolge feiern konnte. Davis spielte Gitarre, schrieb die Songs oder half dabei und sang. Sänger der Band war aber in erster Linie Steve Winwood, der später auch mit anderen Gruppen und solo ebenfalls zum Star wurde.

Schauspielerin Conchata Ferrell (12. Oktober)

Chris Pizzello/A-PIZZELLO/AP/dpa
Conchata Ferrell.


US-Schauspielerin Conchata Ferrell, die in der international erfolgreichen Sitcom "Two And A Half Men" die Haushälterin Berta spielte, ist tot. Sie sei am Montag in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf ihre Tochter Samantha Anderson. Nach einem Herzinfarkt im Mai befand sich die Schauspielerin in einem Pflegeheim. Sie wurde 77 Jahre alt. 

Satiriker und Journalist Herbert Feuerstein (7. Oktober)

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Herbert Feuerstein


Der Satiriker und Journalist Herbert Feuerstein ist mit 83 Jahren gestorben. Kultstatus erlangte er durch die WDR-Sendung "Schmidteinander" Dort trat er an der Seite von Harald Schmidt auf. Weniger bekannt: Feuerstein lieh seine Stimme Professor Brabbelback in "Der Sendung mit der Maus".

US-Sänger Johnny Nash (6. Oktober)

imago images/United Archives
Johnny Nash


Der US-Sänger Johnny Nash ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Houston/Texas. Nash begann in den 1950ern seine Karriere als Popsänger. Später gründete er mit anderen die Plattenfirma JAD Records und nahm unter anderem die Band von Reggae-Legende Bob Marley (1945-1981) unter Vertrag. 

Sein Welthit "I Can See Clearly Now" hielt sich 1972 vier Wochen lang an der Spitze der US-Billboard-Charts. Danach folgten unter anderem eine Coverversion von Bob Marleys "Stir It Up" und der Pop-Hit "Hold Me Tight".

Rockmusiker Eddie van Halen (6. Oktober)

dpa/Igor Vidyashev
Eddie van Halen.


Der Rock-Gitarrist Eddie Van Halen ist tot. Nach Angaben seines Sohnes erlag der Musiker am Dienstag im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden. Sein Vater habe "heute Morgen seinen langen und anstrengenden Kampf gegen den Krebs verloren", schrieb Wolf Van Halen auf Twitter. Eddie Van Halen gehörte zur Band Van Halen, die unter anderem durch den Song "Jump" Berühmtheit erlangte.

Schriftsteller Günter de Bruyn (4. Oktober)

Patrick Pleul/dpa
Günter de Bruyn

Der Schriftsteller Günter de Bruyn ist tot. Er starb im Alter von 93 Jahren. Der Autor lebte im brandenburgischen Görsdorf. Er galt bereits in DDR-Zeiten als einer der bedeutendsten Autoren. Zu seinen Werken gehört der Roman "Buridans Esel" (1968), in der sich ein wehleidiger Bibliothekar nicht zwischen zwei Frauen entscheiden kann. Die Defa verfilmte die Geschichte unter dem Titel "Glück im Hinterhaus" nach einem Drehbuch von Ulrich Plenzdorf.

Modeschöpfer Kenzo Takada (4. Oktober)

AFP/STEPHANE DE SAKUTIN
Kenzo Takada

Der hochrenommierte Modeschöpfer Kenzo Takada starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der glamourösen Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke für Mode und Parfüm.

SPD-Politiker Wolfgang Clement (27. September)

Rolf Vennenbernd/dpa
Wolfgang Clement.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Clement war von 1998 bis 2002 der siebte Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und von 2002 bis 2005 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Er war Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Modeunternehmer Gerry Weber (24. September)

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Gerry Weber.

Der Gründer des Modeherstellers Gerry Weber, Gerhard Weber, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Gerry Weber hatte das Modeimperium aus der westfälischen Provinz 1973 mit seinem Partner Udo Hardieck gegründet. Über Jahrzehnte prägte er den Stil der Mode des Unternehmens. Bekannt geworden war er auch durch das nach dem Unternehmen benannten Tennisturnier in Halle.

Chansonsängerin Juliette Gréco (23. September)

AFP/GUILLAUME SOUVANT
Juliette Gréco

Juliette Gréco hat mit ihrer dunklen Stimme die schönsten Lieder über Liebe und Leid ins Mikrofon gehaucht. Im Alter von 93 Jahren hat sich die letzte Grande Dame des französischen Chansons von der Welt der Musik für immer verabschiedet. Die französische Sängerin starb in ihrem Haus in Ramatuelle in Südfrankreich. Der Nachwelt hinterlässt sie Hunderte von Liedern und Interpretationen, darunter "Sous le ciel de Paris" oder "Deshabillez-moi".

US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg (18. September)

imago images/Michael Brochstein
Ruth Bader Ginsburg

Die US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg starb im Alter von 87 Jahren in ihrem Haus in Washington. Sie starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs, der Metastasen gebildet hatte. Ginsburg gehörte dem linksliberalen Flügel am Supreme Court an. Sie war 1993 vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton zur Richterin am Supreme Court ernannt worden und war unter anderem wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte im linksliberalen Spektrum der USA äußerst beliebt.

Starfriseur Gerhard Meir (11. September)

imago images/Sven Simon
Gerhard Meir.

Der Münchner Starfriseur Gerhard Meir ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Er wurde laut seiner Managerin Elisabeth Platzer tot in seiner Wohnung in München gefunden. Am Tag zuvor habe er noch in seinem Salon gearbeitet. Die Ursache seines Todes blieb erst einmal unklar. Meir hatte ein schillerndes Leben geführt, zahlreiche Prominente frisiert und war auf diversen roten Teppichen und Charity-Veranstaltungen unterwegs gewesen. Unter anderem war er seinerzeit für die Punk-Frisuren von Gloria Fürstin von Thurn und Taxis verantwortlich sowie für die Hochzeitsfrisur ihrer Tochter Maria Theresia – mit Kamm in der Sakkotasche („für den Notfalleinsatz“). 

Schauspielerin Diana Rigg (10. September)

Dennis Van Tine/Geisler-Fotopress/dpa
Diana Rigg

Diana Rigg starb im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie ihr Agent der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Rigg sei im Kreise ihrer Familie friedlich zu Hause im Schlaf gestorben, hieß es. Der Krebs sei im März diagnostiziert worden, teilte ihre Tochter Rachael Stirling mit. Ihre Rolle als Agentin Emma Peel in der Fernsehserie "Mit Schirm, Charme und Melone" machte Diana Rigga in den 60er Jahren berühmt. Ab 2013 – mit 75 Jahren – erspielte sie sich in der TV-Fantasy-Serie "Game of Thrones" als intrigante Olenna Tyrell eine neue Fangemeinde.

Schauspieler Birol Ünel (3. September)

imago images/Hoch Zwei
Birol Ünel

Der aus Filmen wie "Gegen die Wand" bekannte Schauspieler Birol Ünel ist tot. Er starb im Alter von 59 Jahren in Berlin, wie das Berliner Maxim Gorki Theater und der Regisseur Fatih Akin über eine Sprecherin am Freitag bestätigten. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Demnach starb Ünel am Donnerstagnachmittag in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen einer Krebserkrankung.

DJ Erick Morillo (1. September):

imago images/MediaPunch
DJ Erick Morello

Der vor allem mit dem Song "I Like To Move It" weltberühmt gewordene Star-DJ Erick Morillo ist gestorben. Morillo war im Alter von 49 Jahren tot in einem Anwesen in Miami Beach gefunden worden. Der aus Kolumbien stammende Morillo hatte als Produzent unter zahlreichen verschiedenen Pseudonymen Songs herausgebracht und als DJ auf der ganzen Welt gearbeitet. Der größte Erfolg gelang ihm 1994, als er gemeinsam mit dem Rapper Mark Quashie als Duo Reel 2 Real den Song "I Like To Move It" herausbrachte, der weltweit erfolgreich wurde. 

Cartoonist Uli Stein (Ende August)

Holger Hollemann/dpa
Uli Stein

Der Cartoonist Uli Stein ist im Alter von 73 Jahren gestorben, wie seine 2018 gegründete “Uli Stein Stiftung für Tiere in Not” am Freitag mitteilte. Am 4. September wurde bekannt, dass Stein – der bürgerlich Ulrich Steinfurth hieß – bereits in der vergangenen Woche unerwartet in seinem Haus nahe Hannover verstorben sei.

Schauspieler Chadwick Boseman (29. August)

Victoria Will/Invision/dpa
Chadwick Boseman.

Der US-Schauspieler Chadwick Boseman, Hauptdarsteller in dem erfolgreichen Superhelden-Film „Black Panther“, ist gestorben. Er erlag im Alter von 43 Jahren einer Darmkrebserkrankung. „Es war die große Ehre seiner Karriere, König T'Challa in Black Panther zum Leben zu erwecken“, hieß es in der Erklärung. Außerdem spielte Boseman, der in South Carolina als Sohn einer Krankenschwester und eines Kleinunternehmers geboren wurde , schwarze Ikonen wie den Baseballspieler Jackie Robinson in „42“ und den Musiker James Brown in „Get on Up“. Zuletzt spielte er in „Da 5 Bloods“ von Regisseur Spike Lee. Für das Jahr 2022 war eine Fortsetzung von „Black Panther“ geplant. 

Puhdys-Gründer Harry Jeske (20. August)

dpa/Jens Büttner
Harry Jeske.

Harry Jeske, Mitbegründer und langjähriger Manager der Puhdys, ist tot. Jeske wurde 82 Jahre alt. Wegen einer Ohrenkrankheit stieg Jeske 1997 aus einer der erfolgreichsten Bands der DDR aus – kurz vor seinem 60. Geburtstag. Bei 80 bis 100 Live-Konzerten pro Jahr könne er gesundheitlich nicht mehr mithalten, begründete er damals diesen Schritt. Seine Rente habe er bereits beantragt.

Schauspieler Ben Cross (19. August)

dpa/Jon Furniss/Invision/ AP


Der britische Schauspieler Ben Cross ("Die Stunde des Siegers") ist im Alter von 72 Jahren in Österreich gestorben. Noch kurz vor seinem Tod habe er die Dreharbeiten zu dem Thriller "The Devil's Light" beendet, teilten Vertreter der Familie mit. Tochter Laureen bedankte sich auf Facebook bei den Fans ihres Vaters für die jahrelange Unterstützung. Dem österreichischen "Kurier" zufolge war Cross in Wien wegen Krebs behandelt worden. Cross ist vor allem aus dem Filmdrama "Die Stunde des Siegers" (1981) bekannt, in dem er den jüdischen Olympia-Athleten Harold Abrahams spielte. Der Film war mit mehreren Oscars ausgezeichnet worden. Cross wirkte in Dutzenden Film- und Fernsehproduktionen mit: Er war Spocks Vater in "Star Trek" und spielte die Hauptrolle in der TV-Serie "Palast der Winde". 

Komiker Fips Asmussen (9. August)

NDR/MDR/Karsten Trepte. (S2), NDR Presse und Information/Fotoredaktion
Fips Asmussen

Der Komiker Fips Asmussen gehörte seit den 70er-Jahren zu den bekanntesten Alleinunterhaltern Deutschlands. Er starb am 9. August im Alter von 82 Jahren. Seine Witze füllten Bühnenabende, Bücher, Musik-Kassetten, Schallplatten und CDs. Allein 7,5 Millionen Tonträger wurden verkauft. Seine Gags kamen oft rasch zur Pointe, etwa dieser: "Ich hab' heute Morgen in den Spiegel geschaut und gesagt: 'Ich kenn' dich nicht, aber ich rasier' dich trotzdem.'" Weil die Sprüche so griffig waren, gingen sie oft in den Volksmund über.

Schauspielerin Ruth Gassmann (7. August)

dpa/Ursula Düren


Die Schauspielerin Ruth Gassmann, die in den 1960er Jahren als Hauptdarstellerin in den "Helga"-Aufklärungsfilmen bekannt wurde, ist tot. Die gebürtige Augsburgerin hatte zunächst Sport und Chemie studiert und war dann als Fotomodel zur Schauspielerei gekommen. In den USA spielte sie in einem Dutzend Folgen der TV-Westernserie "Rauchende Colts" mit. Schlagartig berühmt wurde sie in der Bundesrepublik 1967, als der Aufklärungsfilm "Helga - Vom Werden des menschlichen Lebens" in die Kinos kam. Der Streifen war mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums gedreht worden und lockte Millionen Zuschauer an. 

Nobelpreisträger John Hume (3. August)

imago images/Mary Evans
John Hume

Der nordirische Friedensnobelpreisträger John Hume ist gestorben. Der Nordire wurde 83 Jahre alt. Hume hatte wesentlich zum Zustandekommen des Karfreitagsabkommens von 1998 beigetragen, durch das der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Nordirland beendet wurde. Bei dem Konflikt standen sich mehrheitlich katholische Befürworter einer Vereinigung der beiden Teile Irlands und überwiegend protestantische Großbritannien-Loyalisten gegenüber. Den Friedensnobelpreis teilte sich Hume mit David Trimble, dem damaligen Chef der Ulster Unionist Party.  

Regisseur Alan Parker (31. Juli)

AFP/JACK GUEZ
Alan Parker

Der britische Filmemacher, der mit Klassikern wie "Fame", "Midnight Express" und "Die Commitments" weltberühmt wurde, starb am 31. Juli nach "langer Krankheit", wie eine Sprecherin seiner Familie mitteilte. Parker wurde 76 Jahre alt. Er feierte in den 70er-Jahren seine ersten Erfolge. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören auch das Bürgerrechts-Drama "Mississippi Burning" und die Gangster-Komödie "Bugsy Malone". 1981 führte er Regie beim Pink-Floyd-Film "The Wall". Sein letzter großer Erfolg war 1996 die Verfilmung des Musicals "Evita" mit Madonna in der Hauptrolle. 

TV-Journalist Tilman Jens (29. Juli)

imago images/teutopress
Tilman Jens.

Der Publizist Tilman Jens ist tot. Er starb im Alter von 65 Jahren nach langer schwerer Krankheit, wie der Anwalt seiner Familie mitteilte. Jens wurde 1954 in Tübingen geboren und lebte viele Jahre in Frankfurt am Main. Er arbeitete als Journalist, Fernsehautor und Buchautor. Gemeinsam mit seinem Kollegen und Freund Heribert Schwan veröffentlichte Jens 2014 das Buch "Vermächtnis – Die Kohl-Protokolle". Das Werk über die Lebenserinnerungen Helmut Kohls brachte einen langen justischen Streit mit sich. Als Fernsehautor arbeitete er regelmäßig für die ARD-Kultursendung "Titel, Thesen Temperamente" des Hessischen Rundfunks.

Ex-"Bams"-Chefredakteur Michael Spreng (28. Juli)

imago images/teutopress
Michael Spreng wurde 72 Jahre alt.

Der Journalist und Politikberater Michael H. Spreng ist tot. Er starb am 28. Juli im Alter von 72 Jahren nach langer Krankheit auf Mallorca. Spreng war unter anderem Chefredakteur der "Bild am Sonntag". Im Bundestagswahlkampf 2002 hatte er den CSU-Politiker und Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber beraten.

Früherer SPD-Chef Hans-Jochen Vogel (26. Juli)

dpa/Sven Hoppe
Hans-Jochen Vogel.

Der frühere SPD-Chef Hans-Jochen Vogel starb im Alter von 94 Jahren in München. Mit 34 Jahren wurde der 1926 in Göttingen geborene Professoren-Sohn Oberbürgermeister in München – und damit jüngstes Stadtoberhaupt einer deutschen Großstadt. Er trug dazu bei, die Olympischen Spiele 1972 nach München zu holen. Die Karriere von Hans-Jochen Vogel war gezeichnet von vielen Glanzpunkten, aber auch Niederlagen: Bundesbau- und Bundesjustizminister, für knapp vier Monate Regierender Bürgermeister in Berlin, SPD-Partei- und Fraktionschef – und Kanzlerkandidat. Doch da unterlag er Helmut Kohl.

Olivia de Havilland (25. Juli)

Ian Langsdon/dpa


Die Filmlegende und Oscar-Gewinnerin Olivia de Havilland starb im Alter von 104 Jahren eines natürlichen Todes in Paris. Bekannt war de Havilland für ihre Rolle als Melanie Hamilton im Südstaatenepos "Vom Winde verweht" (1939).

Peter Green (25. Juli)

Gary Lee/dpa


Der britische Gitarrist und Mitgründer der Band Fleetwood Mac, Peter Green, wurde 73 Jahre alt. Er gründete gemeinsam mit Schlagzeuger Mick Fleetwood 1967 in London Fleetwood Mac. Green verließ die Band schon 1970 wieder. 

Stephan Trepte (23. Juli)

imago images/POP-EYE/Rafalk
Stefan Trepte.

Stephan Trepte, Musiker und Sänger der in der DDR bekannt gewordenen Rockband Electra, starb im Alter von 70 Jahren. Neben Electra sang Trepte unter anderem auch mit der ebenfalls aus Dresden stammenden Band Lift, später noch mit der Magdeburger Gruppe Reform.

Kansai Yamamoto (21. Juli)

imago images/Alejandro Garcaa
Kansai Yamamoto.

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto, der unter anderem Rock-Ikone David Bowie einkleidete, ist tot. Er starb am 21. Juli mit 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter, die Schauspielerin Mirai Yamamoto, auf Instagram bekanntgab. Yamamoto war der erste japanische Fashion-Designer, der 1971 eine Modenschau in London abhielt. Seine vom traditionellen Kabuki-Theater und japanischer Ästethik inspirierte Kollektion in der britischen Hauptstadt brachte ihm internationale Anerkennung und eine langlebige Freundschaft mit Bowie ein, der Yamamotos futuristische Outfits selbst trug und bekannt machte.

Eberhard Schockenhoff (19. Juli)

Uli Deck/dpa


Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff ist tot. Er starb am Samstag in Freiburg im Alter von 67 Jahren, wie der Dekan der katholischen theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Ferdinand Prostmeier, am Sonntag bestätigte. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, Schockenhoff sei an den Folgen eines Unfalls gestorben. Der in Stuttgart geborene Schockenhoff galt innerhalb der katholischen Kirche als kritischer Geist und war laut der Universität einer der bedeutendsten Moraltheologen Deutschlands.

Zindziswa Mandela (13. Juli)

Britta Pedersen/dpa


Zindziswa "Zindzi" Mandela, die Tochter des 2013 verstorbenen südafrikanischen Freiheitskämpfers Nelson Mandela, ist gestorben. Zindzi Mandela - die als Botschafterin Südafrikas Interessen in Dänemark vertrat - starb, nachdem sie in der Nacht in ein Johannesburger Krankenhaus gebracht worden war. Zindzi Mandela war die Tochter von Nelson Mandela und Winnie Madikizela-Mandela. 

Kelly Preston (12. Juli)

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Die Schauspielerin Kelly Preston, Ehefrau von US-Star John Travolta, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Preston habe sich dazu entschieden, ihren Kampf gegen den Krebs geheimzuhalten und sei einige Zeit medizinisch betreut worden, zitierte das US-Portal "People" einen Sprecher. Mit ihrem Ehemann John Travolta hatte die Schauspielerin drei Kinder, der gemeinsame Sohn Jett war 2009 mit 16 Jahren gestorben. Das Paar war seit 1991 verheiratet.

Elvis-Presley-Enkel Benjamin Keough (12. Juli)

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Benjamin Keough, Enkel des "King of Rock'n'Roll" Elvis Presley und Sohn von US-Sängerin Lisa Marie Presley, starb im Alter von 27 Jahren. Benjamin Keough stammte aus der ersten Ehe der 52 Jahre alten Sängerin mit dem Musiker Danny Keough. Mit ihm hat Presley auch eine gemeinsame Tochter - die Schauspielerin Riley Keough. 

Jack Charlton (10. Juli)

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Der Abwehrspieler gehörte 1966 zur englischen Mannschaft, die mit einem 4:2-Erfolg nach Verlängerung gegen die DFB-Auswahl das legendäre Endspiel im Londoner Wembley-Stadion gewann. Charlton absolvierte 35 Länderspiele und 773 Begegnungen für Leeds. Nach dem Ende seiner Karriere als Spieler 1973 arbeitete er auch als Trainer. Mit Irlands Nationalmannschaft gewann er 1988 bei der Europameisterschafts-Endrunde in Deutschland die erste Partie ausgerechnet gegen England mit 1:0.

Charlton starb am 10. Juli im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit.

Naya Rivera (8. Juli)

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Die US-Schauspielerin starb im Alter von 33 Jahren nachdem sie nach einem Bootausflug mit ihrem Sohn in Kalifornien verschwunden war. Nach tagelanger Suche der Polizei wurde schließlich die Leiche des "Glee"-Stars im Stausee Lake Piru entdeckt. Die Ermittler gehen von einem tragischen Badeunfall aus.

Christian Bienert (7. Juli)

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Hunderttausende hörten ihn in der DDR heimlich: Der populäre Radiomoderator Christian Bienert starb im Alter von 72 Jahren. Bekannt geworden ist der Berliner mit der RIAS-Ratesendung "Das klingende Sonntagsrätsel", heute bei Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Ennio Morricone (6. Juli)

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Ennio Morricone.

Im Alter von 91 Jahren ist der italienische Star-Komponist und Oscar-Preisträger Ennio Morricone gestorben.   Morricone komponierte die Filmmusik zu zahlreichen Italowestern-Filmen, wie etwa "Spiel mir das Lied vom Tod", aber auch zu US-Filmen, wie etwa "Die Unbestechlichen", "Bugsy" oder "The Hateful Eight". 2007 Erhielt Morricone einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk, 2016 gewann er sogar den Oscar für die beste Filmmusik ("The Hateful Eight").

Willi Hordorf (5. Juli)

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Willi Holdorf

Der deutsche Sport trauert um Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf. Der Goldmedaillengewinner von Tokio 1964 ist im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit zuhause in Achterwehr/Schleswig-Holstein gestorben. Als erster Deutscher wurde Holdorf am 19. Oktober 1964 zum Olympiasieger im Zehnkampf. Nach ihm gelang dies nur dem damaligen DDR-Leichtathleten Christian Schenk 1988 in Seoul. Nach seinem Coup wurde Holdorf zum Sportler des Jahres gewählt und 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Nick Cordero (5. Juli)

picture alliance / dpa/ EPA/JASON SZENES
Nick Cordero.

Nach einer Corona-Infektion mit schweren Komplikationen ist der  Broadway-Darsteller Nick Cordero im Alter von 41 Jahren gestorben. Der kanadische Schauspieler, der auch einige Episodenrollen in Serien wie "Queer as Folk" und "Law & Order" hatte, hat sich vor allem in Broadway-Musicals einen Namen gemacht. 2014 war er als Cheech in "Bullets over Broadway" für einen Tony Award nominiert.. 

Schauspieler Thilo Prückner (2. Juli)

imago images/Lumma Foto
Tilo Prückner

Der Schauspieler Tilo Prückner ("Kommissarin Lucas") ist gestorben. Prückner starb  in Berlin im Alter von 79 Jahren. Er spielte unter anderem in dem Klassiker "Die unendliche Geschichte" oder als Ermittler in der ARD-Krimireihe "Tatort" mit.

Papst-Bruder Georg Ratzinger (1. Juli)

Armin Weigel/dpa


Der ältere Bruder des emeritierten Papsts Benedikt XVI. war Kirchenmusiker und Priester. Er ist nach langer Krankheit am 1. Juli 2020 in Regensburg gestorben und wurde 96 Jahre alt.

Schauspieler Gernot Endemann (29. Juni)

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Gernot Endemann war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. In der Sesamstraße spielte er in den Kurzfilmen über die Familie Sauer den Vater Schorsch. Endemann wurde 78 Jahre alt.

Schauspieler und Regisseur Carl Reiner (29.Juni)

AFP/ Gabriel Bouys


Im Alter von 98 Jahren ist der US-Komiker, Regisseur und Schauspieler Carl Reiner gestorben, der unter anderem in der "Ocean's Eleven"-Kinoreihe mitwirkte. Reiner starb Medienberichten zufolge am Montag in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills eines natürlichen Todes.

Reiner wurde in den 1960er Jahren mit der preisgekrönten Comedy-Sitcom "The Dick Van Dyke Show" einem großen Publikum bekannt. Als Regisseur trat Reiner unter anderem für "Das charmante Großmaul", "Tote tragen keine Karos" und "Der Mann mit zwei Gehirnen" hinter die Kamera. Carl Reiner blieb auch im hohen Alter aktiv. In den 2000er Jahren verkörperte er in den Krimi-Komödien "Ocean's Eleven", "Ocean's 12" und "Ocean's 13" an der Seite von George Clooney und Brad Pitt den betagten Ganoven Saul Bloom.

Regisseur Joel Schumacher (22. Juni)

imago images/Everett Collection
Joel Schumacher

Der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Joel Schumacher, der unter anderem durch "Batman"-Filme bekannt wurde, ist tot. Er starb in New York nach einem einjährigen Kampf gegen Krebs, wie sein Sprecherteam mitteilte. Schumacher wurde 80 Jahre alt.

Er drehte Filme wie "Falling Down" und die Comic-Verfilmungen "Batman Forever" (1995) und "Batman & Robin" (1997). In den 1990er Jahren inszenierte er die beiden John-Grisham-Bestseller "Die Jury" und "Der Klient". Schon mit seinem dritten Regieprojekt "St. Elmo's Fire - Die Leidenschaft brennt tief" war Schumacher 1985 in Hollywood aufgefallen. Seinen letzten Spielfilm drehte er im Jahr 2011. In dem Verbrecherdrama "Trespass – Auf Leben und Tod" übernahmen Nicolas Cage und Nicole Kidman die Hauptrollen.

Britischer Schauspieler Ian Holm (19. Juni)

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Ian Holm

Der Darsteller des Bilbo Beutlin aus der Fantasy-Trilogie "Herr der Ringe", Ian Holm, ist gestorben. Er wurde 88 Jahre alt. Der britische Schauspieler, der auch aus seiner Rolle als der Android Ash in dem Science-Fiction-Thriller "Alien" bekannt war, litt dem "Guardian" zufolge an einer Parkinson-Erkrankung. Er sei friedlich im Krankenhaus in London im Beisein seiner Pfleger und Familie gestorben, zitierte das Blatt eine Mitteilung seines Agenten. 1998 wurde er von Königin Elisabeth II. aufgrund seiner Verdienste zum Ritter geschlagen.

Spanischer Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón (19. Juni)

dpa/Christophe Gateau


Der spanische Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón ist tot. Der Schriftsteller von Romanen wie "Der Schatten des Windes" starb im Alter von 55 Jahren, wie sein spanischer Verlag Planeta am Freitag mitteilte. In seinen mitunter düster-schauerlichen Büchern setzte der in Barcelona geborene Schriftsteller seiner Heimatstadt ein literarisches Denkmal. Auch in Deutschland war Zafón sehr populär. Mit Romanen wie "Der Schatten des Windes", "Das Spiel des Engels" oder "Der Fürst des Nebels" hatte der Schriftsteller auch in Deutschland großen Erfolg. In seinem Werk spielte seine Heimatstadt Barcelona eine wichtige Rolle.

Schauspieler Claus Biederstaedt (18. Juni)

Ursula Düren/dpa


Der Schauspieler und Synchronsprecher Claus Biederstaedt ist tot. Er starb am 18. Juni 2020 im Alter von 91 Jahren, wie sein Sohn bestätigte. Biederstaedt war in den 1950er Jahren mit Filmen wie „Charleys Tante" an der Seite von Heinz Rühmann berühmt geworden. Für den Film "Feuerwerk" stand er mit der damals 16-jährigen Romy Schneider vor der Kamera. Schon für sein Leinwanddebüt "Die große Versuchung" (1951) war er mit dem Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet worden. Insgesamt war er in rund 60 Spielfilmen zu sehen.

Letzte JFK-Schwerster Jean Kennedy Smith (18. Juni)

Charles Dharapak/AP/dpa
Jean Kennedy Smith.

Jean Kennedy Smith, die Ex-Diplomatin und letzte Schwester des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, ist tot. Sie ist am Mittwoch im Alter von 92 Jahren gestorben, bestätigte ihre Tochter Amanda Hood der Deutschen Presse-Agentur. Angaben zur Todesursache gab es am Donnerstag zunächst keine. Jean Kennedy Smith wurde 1928 in Boston geboren und war das Zweitjüngste von neun Kindern der Familie. Von 1993 bis 1998 arbeitete sie fünf Jahre lang unter Bill Clinton als US-Botschafterin in Irland und wurde dort zu einer prominenten Figur im Friedensprozess in Nordirland, wo sie Vertreter der zerstrittenen Katholiken und Protestanten zusammenbrachte. Sie hinterlässt laut "Washington Post" vier Kinder und sieben Enkelkinder.

The Sweet-Bassist Steve Priest (5. Juni)

dpa/Peter Jordan


Der britische Rockmusiker Steve Priest ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Mitbegründer und Bassist der Glamrock-Band The Sweet ("Ballroom Blitz"), der am 23. Februar 1948 in London geboren wurde, lebte zuletzt in Los Angeles. Unter dem Namen Steve Priest & The Sweet tourte er durch die USA. In den 70er Jahren wurde die Band mit Hits wie "Teenage Rampage", "Blockbuster" und "Fox On The Run" und mit extravaganten Bühnenoutfits weltberühmt.

Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals (2. Juni)

imago images/STAR-MEDIA


Der Schlagersänger Werner Böhm ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Seine größten Erfolge verzeichnete er mit seiner Kunstfigur Gottlieb Wendehals in den 1980er-Jahren, mit Polonäse Blankenese hatte er 1981 einen Nummer-eins-Hit.

Aktionskünstler Christo (31. Mai)

Britta Pedersen/dpa
Christo.

Der Künstler Christo, der vor 25 Jahren auch das Reichstagsgebäude in Berlin verhüllte, ist tot. Er starb in New York im Alter von 84 Jahren. Mit seiner Ehefrau bildete Christo das Duo Christo und Jeanne-Claude. Auch nach Jeanne-Claudes Tod im November 2009 blieb Christo künstlerisch aktiv. Am 13. Juni wäre er 85 Jahre alt geworden. 

Ältester Mann der Welt: Bob Weighton (28. Mai)

dpa/Steve Parsons
Bob Weighton.

Der offiziell älteste Mann der Welt ist mit 112 Jahren in Großbritannien gestorben. Der frühere Lehrer und Ingenieur Bob Weighton aus dem Städtchen Alton war für sein hohes Alter noch relativ rüstig. "Er starb am Donnerstag friedlich im Schlaf an seinem Krebs", teilte seine Familie mit. Der Senior lebte nach Angaben des Guinness Buch der Rekorde in einem Altersheim für betreutes Wohnen. Er hatte eine große Familie: drei Kinder, von den noch zwei leben, zehn Enkel und 25 Urenkel. "Ich habe das Leben so genommen, wie es kam", sagte Weighton einmal in einem Video. Er musste mehrmals operiert werden, etwa an der Hüfte, und habe auch Malaria gehabt. "Ich habe überlebt – hier bin ich."

Schauspielerin Irm Hermann (26. Mai)

picture alliance/dpa/Gregor Fischer
Irm Hermann.

Im Alter von 77 Jahren starb Irm Hermann nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Schauspielerin wurde MItte der 60er Jahre als Mitglied der Fassbinder-Familie zum Star. In Filmen wie "Händler der vier Jahreszeiten" oder "Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel" perfektionierte sie den Rollentypus der schmallippigen Kleinbürgerin. Später erweiterte sie ihr Spektrum und zeigte sich an der Seite von Loriot oder in der "Fack ju Göhte"-Reihe als hintersinnige Komikerin.

Schauspielerin Renate Krößner (25. Mai)

imago images/Future Image
Renate Krößner.

Die Schauspielerin Renate Krößner, die mit "Solo Sunny" einen der großen Erfolge des DDR-Films feierte, ist tot. Krößner starb im Alter von 75 Jahren in Blankenfelde bei Berlin. Als Ingrid "Sunny" Sommer spielte sie 1980 in Konrad Wolfs "Solo Sunny" eine aufstrebende Jazz-Sängerin, die an den Widerständen einer von Männern dominierten Gesellschaft scheitert. Dafür bekam sie im selben Jahr den Silbernen Bären der Berlinale als beste Darstellerin.

Theaterautor Rolf Hochhuth (13. Mai)

dpa/Britta Pedersen
Rolf Hochhuth.

Mit seinem Vatikan-Drama "Der Stellvertreter" hat Rolf Hochhuth Theatergeschichte geschrieben. Das Stück, das dem Papst eine Mitschuld am Holocaust gibt, löste 1963 einen beispiellosen Skandal aus – und wurde zum Welterfolg. Mit 89 Jahren ist der Autor nun in Berlin gestorben – einer der wichtigsten, aber auch umstrittensten deutschen Dramatiker der Nachkriegszeit. Bis ins hohe Alter hat er nur wenig von seiner notorischen Kampfeslust verloren.

Michel Piccoli (12. Mai)

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Michel Piccoli.

Die französische Schauspiel-Legende Michel Piccoli starb im Alter von 94 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Mehr als 60 Jahre stand Michel Piccoli vor der Kamera und auf der Bühne. Er hat in mehr als 220 Filmen mitgewirkt, darunter in Klassikern wie "Tagebuch einer Kammerzofe", "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" und "Das große Fressen". Er hat mit allen Großen des Weltkinos gespielt und gedreht. Regisseure wie Alfred Hitchcock, Luis Buñuel, Jean-Luc Godard, Claude Sautet und Costa-Gavras holten ihn vor die Kamera. Zu seinen Partnerinnen gehörten berühmte Leinwandstars wie Brigitte Bardot, Catherine Deneuve, Sophia Loren, Jeanne Moreau und Ornella Muti. Häufig trat er an der Seite von Romy Schneider auf. 

Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr (12. Mai)

Ulrich Perrey/dpa


Die Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr ist in Hamburg gestorben. Sie starb am 12. Mai 2020 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren, wie der Fotograf Kai-Uwe Franz, ein enger Vertrauter der Künstlerin, am Freitagabend sagte. In der kommenden Woche wäre Kirchherr 82 geworden. Sie wurde bekannt, weil sie die Beatles in den 1960er Jahren fotografierte. 

"King of Queens"-Star Jerry Stiller (11. Mai)

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Jerry Stiller.

Der aus US-Sitcoms bekannte Schauspieler Jerry Stiller starb im Alter von 92- Jahren eines natürlichen Todes. Das gab sein Sohn Ben Stiller (54) bekannt. Jerry Stiller ist vor allem durch seine Rolle in der Sitcom "King of Queens" (1998-2007) bekannt und war auch in der 90er-Jahre-Serie "Seinfeld" häufig zu sehen. Er wirkte aber auch in etlichen Kinofilmen mit, darunter "Zoolander" (2001), "Airport 2" und "Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123" (beide 1974).

Sänger Little Richard (9.Mai)

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Little Richard

Der Rock'n'Roll-Pionier Little Richard starb am 9. Mai. Der amerikanische Musiker ("Tutti Frutti") wurde 87 Jahre alt. Stars wie Elvis Presley, die Beatles, Tina Turner, Prince, Mick Jagger, Rod Stewart, David Bowie, Elton John, Bob Dylan und Freddie Mercury bis hin zu Bruno Mars gaben Little Richard als ihr musikalisches Idol an.  

Angeschlagen lebte er zurückgezogen im US-Bundesstaat Tennessee. Little Richard wurde 1955 mit seinem längst legendären Song "Tutti Frutti" vom unbekannten Musiker zum Superstar und legte den Grundstein zum Rock'n'Roll. Das Lied habe "eine neue Ära der Musik" eingeleitet, heißt es sogar in der US-Nationalbibliothek. 

Nach "Tutti Frutti" veröffentlicht er in den Jahren darauf Songs wie 2Good Golly, Miss Molly" und "Lucille", die von Stars wie Elvis Presley gecovert und weiterentwickelt werden. Der offen bisexuelle "Gott des Rock'n'Roll" tourte durch die Vereinigten Staaten und feierte wilde Partys mit Männern, Frauen und Alkohol. 

Magier Roy Horn (8. Mai)

Foto: Jeff Bottari/AP/dpa
Roy Horn

Der als Teil des Duos "Siegfried und Roy" bekannt gewordene Magier Roy Horn ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der deutschstämmige Magier starb im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas, wie US-Medien am 8. Mai unter Berufung auf Horns Sprecher berichteten. Horn war zuvor positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Horn und sein langjähriger Partner Siegfried Fischbacher wurden für ihre Auftritte mit wilden Tieren weltbekannt. Nach einem schweren Unfall bei einer Show in Las Vegas 2003 zog sich Horn aus der Öffentlichkeit zurück. Ein weißer Tiger hatte Horn auf der Bühne schwer verletzt.

"Heute hat die Welt einen der großen Magier verloren, und ich meinen besten Freund", erklärte Fischbacher laut US-Medien. Einen Siegfried ohne Roy hätte es nie gegeben, "und keinen Roy ohne Siegfried", erklärte Fischbacher demnach weiter.


Musiker Florian Schneider-Esleben (6. Mai/Ende April)

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Florian Schneider-Esleben.

Florian Schneider-Esleben, Mitbegründer der legendären Gruppe Kraftwerk, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das gab das Musikunternehmen Sony am 6. Mai in Berlin unter Berufung auf Kraftwerk-Gründer Ralf Hütter bekannt. Schneider-Esleben sei bereits Ende April nach kurzer Krebserkrankung in Düsseldorf bei seiner Familie gestorben. Die Zusammenarbeit von Schneider und Hütter begann 1968 mit dem Musikprojekt „Organisation". 1970 gründeten sie das berühmte Kling-Klang-Studio in Düsseldorf und starteten Kraftwerk. Schneider-Esleben, Sohn des berühmten Architekten der Nachkriegsmoderne Paul Schneider-Esleben, ist damit einer der Pioniere der elektronischen Musik.  Er war an den wegweisenden Kraftwerk-Alben Autobahn (1974), Radio-Aktivität (1975), Trans Europa Express (1977), Die Mensch-Maschine (1978) und Tour De France (2003) beteiligt. Ende 2008 verließ er die Gruppe im Alter von 61 Jahren. 

Moderatorin Sabine Zimmermann (1. Mai)

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Sabine Zimmermann neben ihrem Adoptivvater Eduard Zimmermann.

Die frühere Co-Moderatorin der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", Sabine Zimmermann, ist tot. Sie sei am Freitag im Alter von 68 Jahren in München gestorben, teilte das ZDF am Montag mit. Zimmermann war 14 Jahre lang  von 1987 bis 2001 – "Aktenzeichen"-Co-Moderatorin, darunter zehn Jahre an der Seite ihres Adoptivvaters Eduard Zimmermann (1929-2009), der das Format 1967 ins Leben gerufen hatte. Später moderierte sie neben Butz Peters. Sabine Zimmermann, die am 22. Juli 1951 in Hannover geboren worden war, war von 1998 bis 2001 auch die Moderation der Präventionssendung "Vorsicht, Falle!". Danach konzentrierte sie sich auf die Arbeit hinter den Kulissen: Bis 2011 war sie noch Produktionsleiterin von "Aktenzeichen XY... ungelöst". 

Schauspieler Sam Lloyd (30. April)

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Sam Lloyd

Der US-Serienschauspieler Sam Lloyd ist im Alter von 56 Jahren in Los Angeles an Krebs gestorben. Lloyd hatte im Januar 2019 kurz nach der Geburt seines ersten Sohnes die Krebsdiagnose erhalten. Nach einer kurzzeitigen Verbesserung seines Zustands hatte Ende des vergangenen Jahres ein Medikament nicht mehr angeschlagen. Lloyd hatte dann zwei Monate im Koma gelegen, heißt es auf der von "Scrubs"-Produzent Tim Hobert ins Leben gerufenen Spendenseite. Bekannt wurde Lloyd als zerstreuter Anwalt Ted Buckland in fast 100 Folgen der Krankenhaus-Comedy "Scrubs", aber Lloyd spielte auch in anderen Serien wie "Desperate Housewives" und Filmen wie "Galaxy Quest" und "Flubber". 

Bollywood-Schauspieler Irrfan Khan (29. April)

Er spielte Rollen in Bollywood- und Hollywood-Filmen wie "Slumdog Millionär" und "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger": Irrfan Khan ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Er starb an Komplikationen nach einer Infektion des Dickdarms. 2018 wurde bei Khan Krebs festgestellt und er ließ sich länger in London behandeln. Doch im vergangenen Jahr kehrte er zurück zur Arbeit. Khan galt als einer der besten indischen Schauspieler und war bekannt dafür, mit einem Zucken seiner Augenbrauen oder einer Augenbewegung ein breites Spektrum an Emotionen zu zeigen. 

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Irrfan Khan.

Schauspieler Ron Holzschuh (27. April)

Der Fernsehserien-Darsteller Ron Holzschuh ist tot. Der 50-Jährige starb nach kurzer schwerer Krankheit. Seit 2019 spielte der in Zwickau geborene Darsteller nach Ufa-Angaben für die RTL-Serie "Alles was zählt" (AWZ) die Rolle des Niclas Nadolny.

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Ron Holzschuh.

CDU-Sozialpolitiker Norbert Blüm (24. April)

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Norbert Blüm

Der langjährige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) starb in der Nacht zum 24. April, wie der CDU-Arbeitnehmerflügel mitteilte. Blüm wurde 84 Jahre alt. Er war während der gesamten gesamten Regierungszeit der christlich-liberalen Koalition unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. 

Dem Bundestag gehörte Blüm von 1972 bis 1981 sowie von 1983 bis 2002 an. Zu seinen wichtigsten Betätigungsgebieten während seiner Amtszeit als Minister gehörte die Rentenpolitik – in Erinnerung geblieben ist insbesondere sein Spruch "Die Rente ist sicher." In den vergangenen Jahren machte Blüm Schlagzeilen durch sein Engagement für Flüchtlinge. Er warnte, Europa müsse wegen der Flüchtlingspolitik "moralische Insolvenz" anmelden.

"Tatort"-Schauspieler Leon Boden (18. April)

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Leon Boden.

Der bekannte Schauspieler und Synchronsprecher Leon Boden ist im Alter von 61 Jahren überraschend gestorben. Er lieh Hollywoodstars wie Denzel Washington oder Jason Statham seine Stimme: Der Schauspieler und Synchronsprecher Leon Boden ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Das bestätigten die Agenturen Stimmgerecht und Media-Paten am Mittwoch in Berlin unter Berufung auf sein persönliches Umfeld. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

TV-Journalist Ulrich Kienzle (16. April)

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Ulrich Kienzle.

Der Journalist Ulrich Kienzle ist tot. Er starb am Donnerstag, 16. April 2020, im Alter von 83 Jahren. Das berichtet das ZDF. Bekannt wurde er unter anderem als Moderator des "auslandsjournal" und des ZDF-Politmagazins "Frontal" in den 1990er Jahren. Kienzle wurde 83 Jahre alt.

Schauspieler Brian Dennehy (15. April)

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Der amerikanische Schauspieler Brian Dennehy, der an der Seite von Sylvester Stallone durch den Film "Rambo" bekannt wurde, ist tot. Er starb nach Angaben seiner Tochter Mittwochnacht (Ortszeit) eines natürlichen Todes im US-Staat Connecticut. Dennehy wurde 81 Jahre alt. Der Schauspieler, der in den 70er und 80er Jahren in Fernseh-Serien wie "Kojak", "Dallas" und "Der Denver-Clan" Auftritte hatte, wurde im Kino durch seine Rolle als Sheriff Will Teasle in dem Actionfilm "Rambo" (1982) bekannt.


Ehemaliger Basketball-Profi Sascha Hupmann (Ostern)

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Sascha Hupmann.

Der deutsche Basketball trauert um den früheren Nationalspieler Sascha Hupmann. Der ehemalige Center starb im Alter von 49 Jahren, wie seine frühere Universität in Evansville im US-Bundesstaat Indiana unter Berufung auf die Familie am Oster-Wochenende mitteilte. Hupmann absolvierte 67 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und nahm unter anderem an der Weltmeisterschaft 1994 teil. Er besuchte das College in Evansville und spielte in seiner Profizeit unter anderen für die TVG Trier, Bayer Leverkusen, Alba Berlin und in Griechenland.

Ehemaliger Formel-1-Pilot Sir Stirling Moss (12. April)

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Sir Stirling Moss. Foto: imago images/GEPA pictures

Die britische Motorsportlegende Sir Stirling Moss ist am 12. April gestorben. Seine Frau Lady Moss sagte nach Angaben der englischen Zeitung "Daily Mail": "Er starb, wie er gelebt hat: wundervoll aussehend." Der frühere Formel-1-Pilot starb den Angaben zufolge am Sonntag im Alter von 90 Jahren. "Sir Stirling, wir werden dich vermissen", schrieb das Mercedes-Team über seinen ehemaligen Piloten. Moss galt als einer der besten Piloten in der Königsklasse des Motorsports, doch die verdiente Krönung als Weltmeister blieb dem PS-Ritter versagt. Viermal wurde der in London geborene Fahrer WM-Zweiter, dreimal Dritter.  

US-Folksänger John Prine (7. April)

John Prine. Foto: imago/ZUMA Press/Patrick Fallon

Der legendäre US-Country- und Folkmusiker John Prine ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Sänger und Komponist erlag im Alter von 73 Jahren Komplikationen nach der Infektion. Prine galt eines der einflussreichsten Songschreiber seiner Generation – nicht nur in der Country- und Folkszene. Seine Texte zeichneten sich oft durch poetische Qualität aus. Folk- und Rock-Superstar Bob Dylan bezeichnete Prine als einen seiner liebsten Songwriter. Der Country-Star, der in der Vergangenheit eine Krebserkrankung überstanden hatte, war im Februar bei der Grammy-Verleihung mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. 

Schauspielerin Honor Blackman (5. April)

Honor Blackman. Foto: imago images/Mary Evans/Allstar/Mark Liley

Die britische Schauspielerin Honor Blackman wrude in den 60er-Jahren durch ihre Rolle der Pussy Galore in dem James-Bond-Film "Goldfinger" weltbekannt. Blackman sei in ihrem Haus in Sussex im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder eines natürlichen Todes gestorben, hieß es. Die gebürtige Londonerin wurde 94 Jahre alt. Vor "Bond" war Blackman einem breiteren Publikum durch die britische TV-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" bekannt geworden, in der sie neben Patrick Macnee spielte. 

Abenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg (1. April)

Rüdiger Nehberg. Foto: dpa/Axel Heimken

Der Survival-Pionier und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg starb im Alter von 84 Jahren, wie seine Frau  mitteilte. "Wir trauern", stand im Internetauftritt von Nehbergs Verein Target. Nehberg hatte mit seinen spektakulären Aktionen als Überlebenskünstler auf dem Atlantik, im Dschungel und in der Wüste immer wieder für Aufsehen gesorgt. Die Aufmerksamkeit nutzte er, um sich für bedrohte Völker zu engagieren. 

Musiker Allan Mirrell (29. März)

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Foto: imago images/ZUMA Press

Der US-Musiker Alan Merrill, Autor des Hitsongs "I Love Rock 'n' Roll", ist im Alter von 69 Jahren nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Laut seiner Tochter habe er gerade an einem neuen Album gearbeitet. Merrill hatte "I Love Rock 'n' Roll" 1975 als Mitglied der Band Arrows geschrieben. 1982 veröffentlichte die Sängerin Joan Jett ein Cover des Songs, das weltweit zum Erfolg wurde.

Schauspielerin, Autorin und Politikerin Barbara Rütting (28. März)

Barbara Rütting. Foto: dpa/Daniel Peter

Barbara Rütting starb im Alter von 92 Jahren im Kreise ihrer engsten Freunde in Marktheidenfeld. Rütting spielte in 45 Kino- und Fernsehfilmen mit. Legendär ist ihre Rolle als "Geierwally" in dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1956. Mit Gesundheitsratgebern und Kochbüchern für Vollwertküche erlebte sie eine zweite erfolgreiche Karriere – Rütting gilt als Wegbereiterin der vegetarischen Ernährung in Deutschland. Um gesellschaftspolitisch etwas zu bewirken, engagierte sie sich bis ins hohe Alter auch in der Politik: Erst bei den Grünen, für die sie sechs Jahre im bayerischen Landtag saß und zuletzt bei der V-Partei3 (V-Partei). 

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (28. März)

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Foto: dpa/Boris Roessler

Die Leiche des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (CDU) wurde in Hochheim im Main-Taunus-Kreis an einer ICE-Strecke entdeckt, teilte die Polizei mit. "Aufgrund der Gesamtumstände" gingen die Ermittler von einem Suizid aus, hieß es in einer Presseerklärung.

Der promovierte Jurist wurde als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gehandelt, sollte dieser bei den Landtagswahlen 2023 nicht wieder antreten.

Asterix-Zeichner Albert Uderzo (24. März) 

Der französische Zeichner Albert Uderzo, der zusammen mit René Goscinny die pfiffigen Gallier Asterix und Obelix erschuf, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er sei im Schlaf in Neuilly, einem Vorort von Paris, an einem Herzinfarkt gestorben. Bereits in den vergangenen Wochen sei er sehr müde gewesen, sagte sein Schwiegersohn Bernard de Choisy.  

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Country-Sänger Kenny Rogers (20. März)

Der Country- und Popmusiker Kenny Rogers ist am 20. März im Alter von 81 Jahren in Sandy Springs im US-Bundesstaat Georgia gestorben. Die Karriere des US-Sängers von Hits wie "Islands In The Stream", "The Gambler" oder "Lucille" umfasste sechs Jahrzehnte, in denen er "eine unauslöschliche Spur in der Geschichte der amerikanischen Musik hinterlassen" habe, wie die Familie schrieb. Er gewann drei Grammys. 

SUZANNE CORDEIRO
Foto: afp/Suzanne Cordeiro

Schauspieler Max von Sydow (8. März)

Der internationale Filmstar Max von Sydow ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das teilte die Witwe des französisch-schwedischen Schauspielers mit. Sie verkünde seinen Tod "mit gebrochenem Herzen und unendlicher Trauer und extremen Schmerz", sagte die französische Dokumentar-Filmemacherin. Demnach starb von Sydow am Sonntag, 8. März. Die beiden waren seit 1997 verheiratet, einige Jahre später nahm der Schwede die französische Staatsbürgerschaft an. Der 1929 in Lund geborene von Sydow wirkte in seiner langen Karriere in vielen Horror- und Fantasy-Filmen mit, darunter "Der Exorzist" und "Das siebente Siegel" des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman. Zuletzt spielte er unter anderem in der Erfolgsserie "Game of Thrones" die Rolle der Dreiäugigen Krähe. 

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Max von Sydow.

DDR-Schlagerstar Peter Wieland (2. März)

Der einstige DDR-Schlagerstar Peter Wieland ist tot. Wieland sei in der Nacht zu Montag in Berlin im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte das Künstlerbüro Show Express Könnern, das den Künstler vertrat, auf Anfrage mit. Wieland gehörte zu den festen Größen in DDR-Fernsehshows wie "Kessel Buntes" und "Da liegt Musike drin", wo er auch zusammen mit Frederic auftrat. Er hatte sie 1966 beim Gesangsunterricht entdeckt und heiratete die Sängerin 1977. Als Duo wurden beide 1981 von Erich Honecker 1981 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet, zwei Jahre später trennte sich das Paar.

Der deutsche Schlagersänger Peter Wieland ist tot. Foto: imago images/Andreas Weihs

ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier (1. März)

Der ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier ist am Sonntag, 1. März, im Alter von 73 Jahren gestorben. Das teilte der Sender mit. Der Sender nannte den Tod "überraschend". Figgemeier hatte unter anderem die "Katastrophe von Heysel" kommentiert. Er war einer der bekanntesten Sport-Journalisten des Zweiten, kommentierte vor allem Fußball, Tennis und Eiskunstlauf. Er war als Programmchef zudem maßgeblich an der Produktion der Olympischen Spiele zwischen 1996 und 2008 beteiligt. Zudem arbeitete er zwischenzeitlich als Leiter des "Aktuellen Sportstudios".

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Schauspieler Dieter Laser (29. Februar)

Der Schauspieler Dieter Laser ist tot. Das teilte seine Frau Inge Laser der Deutschen Presse-Agentur mit. Dieter Laser starb ab 29. Februar in Berlin. Wenige Tage zuvor, am 17. Februar, war er 78 Jahre alt geworden.

Laser spielte unter anderem mit Hollywood-Stars wie Burt Lancaster, John Malkovich und Glenn Close. 1975 wurde er für die Titelrolle in seinem ersten Kinofilm ("John Glückstadt") mit dem Deutschen Filmpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zuletzt war der Schauspieler im vergangenen Jahr bei den Bad Hersfelder Theater-Festspielen zu sehen. Dort verkörperte er im Kafka-Klassiker "Der Prozess" (Regie: Joern Hinkel) die Rolle des Advokaten Huld.

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Schauspieler Dieter Laser. Foto: Swen Pförtner/dpa

Schauspieler und Autor Burkhard Driest (27. Februar)

Der Schauspieler und Autor Burkhard Driest ist tot. Driest sei am Donnerstag nach langer Krankheit in Berlin im Alter von 80 Jahren gestorben, teilte seine Familie am Freitag mit. Der 1939 in Stettin geborene Driest wurde unter anderem als Schauspieler in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Reinhard Hauff sowie in Inszenierungen des Regisseurs Peter Zadek bekannt. Auch als Drehbuch- und Theaterautor machte er sich einen Namen, unter anderem für Filme wie "Endstation Freiheit" und "Falco meets Amadeus". 

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Der Schriftsteller Burkhard Driest ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Foto: dpa/Uwe Zucchi

Ägyptens Ex-Machthaber Husni Mubarak (25. Februar)

Der frühere ägyptische Staatschef Husni Mubarak starb im Alter von 91 Jahren in einem Militärkrankenhaus in Kairo. Mubarak hatte Ägypten ab 1981 drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regiert. Der langjährige Staatschef wurde 2011 während des Arabischen Frühlings gestürzt.

Der "Pharao", wie Mubarak während seiner Amtszeit häufig genannt wurde, war im Oktober 1981 von seinem Posten als Vizepräsident an die Staatsspitze gerückt. Mit einem mächtigen Polizeiapparat und einer Partei nach seinen Vorstellungen festigte Mubarak in den Folgejahren seine Macht. Die Wut über die fehlenden Perspektiven, wirtschaftlichen Stillstand und die politische Unterdrückung entluden sich schließlich Anfang 2011, angeheizt durch die Revolte in Tunesien. Unter dem Druck von Massenprotesten trat Mubarak im Februar 2011 zurück. Er wurde anschließend mehrfach vor Gericht gestellt.

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Foto: imago images/UPI Photo

Regisseur Joseph Vilsmaier (11. Februar)

Der durch eine Vielzahl von Kinofilmen wie "Herbstmilch" oder "Comedian Harmonists" bekannt gewordene Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier ist tot. Vilsmaier starb am Dienstag im Alter von 81 Jahren friedlich in seinem Zuhause im Beisein seiner Töchter Janina, Theresa und Josefina, wie die Familie mitteilen ließ. Er könne auf ein "glückliches Leben und ein außergewöhnliches Lebenswerk" zurückblicken.

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Schauspieler Kirk Douglas (5. Februar)

Hollywood-Star Kirk Douglas ist mit 103 Jahren gestorben. Sein Sohn, der Schauspieler Michael Douglas, teilte dies am Mittwoch auf Instagram und Facebook mit. Ein Agent des Sohnes bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Stellungnahme. Kirk Douglas drehte mehr als 80 Filme, seine berühmteste Rolle war die des Sklavenanführers "Spartacus" in dem gleichnamigen Historienepos.

"Mit großer Trauer verkünden meine Brüder und ich, dass Kirk Douglas uns heute im Alter von 103 Jahren verlassen hat", hieß es in der Mitteilung von Michael Douglas. Für die Welt sei er eine Legende aus dem goldenen Zeitalter des Films gewesen, "aber für mich und meine Brüder Joel und Peter war er einfach Vater". 

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Bestseller-Autorin Mary Higgings Clark (31. Januar)

Die amerikanische Krimi-Autorin Mary Higgins Clark, Verfasserin von Dutzenden Bestsellern, starb im Alter von 92 Jahren friedlich im Kreise von Freunden und Familie, teilte ihr Verlag Simon & Schuster auf Twitter mit. "Mit tiefer Trauer nehmen wir von der "Königin der Spannung" Abschied", hieß es in der Mitteilung. Auf der Webseite der Autorin gab ihr Verlagshaus an, dass Higgins in Naples (Florida) gestorben sei.

Ihre Krimis wie "Warte bis du schläfst", "Schrei in der Nacht" oder "Sieh dich nicht um" haben sich millionenfach verkauft und sind zum Teil verfilmt worden. Sie schrieb bis ins hohe Alter. In den letzten Jahren brachte sie Titel wie "Mit deinem letzten Atemzug", "Du bist in meiner Hand" und "Einsam bist du und allein" heraus.

Mike Derer
Foto: Mike Derer/AP/dpa

Schriftsteller Christoph Meckel (30. Januar)

Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel starb im Alter von 84 Jahren in Freiburg. Zu Meckels Werk zählen unter anderem 29 Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel "Tarnkappe" erschienen. 1980 veröffentlichte er außerdem den autobiografischen Roman "Suchbild". Für sein Schaffen ist er bereits vielfach ausgezeichnet worden. Zuletzt wurde er mit dem Antiquaria-Preis ausgezeichnet, konnte diesen aber bereits erkrankt nicht mehr entgegennehmen. 

Julian Stratenschulte
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Basketball-Legende Kobe Bryant (26. Januar)

Der ehemalige Basketball-Superstar Kobe Bryant kam bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ums Leben. Insgesamt starben neun Menschen bei dem Unglück, unter ihnen auch Bryants 13 Jahre alte Tochter Gianna. Der ehemalige Spieler der LA Lakers gilt als einer der größten Basketballer der Sportgeschichte. Er war verheiratet und hatte vier Töchter. 
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Autorin Gudrun Pausewang (23. Januar)

Die Schriftstellerin Gudrun Pausewang starb mit 91 Jahren in der Nähe von Bamberg, wie am Freitag bekannt wurde. Pausewang schrieb mehr als 90 Bücher, vor allem Kinder- und Jugendliteratur. Zu ihren bekanntesten Romanen gehören "Die letzten Kinder von Schewenborn" (1983) und "Die Wolke" (1987), in denen sie sich mit den Gefahren der Atomkraft befasst. Zuletzt erschien von ihr 2016 "So war es, als ich klein war: Erinnerungen an meine Kindheit".

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Foto: dpa/Arne Dedert

Komiker Terry Jones (21. Januar)

Der Monty-Python-Star Terry Jones starb am 21. Januar im Alter von 77 Jahren. Der Komiker und Regisseur litt seit Jahren an einer seltenen Form von Demenz. Jones führte bei einigen der beliebtesten Monty-Python-Filme Regie, darunter neben "Das Leben des Brian" auch "Die Ritter der Kokosnuss". In der Fernsehserie "Monty Python's Flying Circus" und den Filmen spielte er zahlreiche Rollen, häufig in Frauenkleidern.

Terry Jones Foto: AFP/MAX NASH

Schauspieler Joseph Hannesschläger (20. Januar)

Der Schauspieler Joseph Hannesschläger ist am 20. Januar im Alter von 57 Jahren gestorben. Der Star aus "Rosenheim Cops" hatte Hannesschläger in mehr als 400 Folgen und drei Fernsehfilmen die Rolle des Kriminalhauptkommissars und Landwirts Korbinian Hofer übernommen. 

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Joseph Hannesschläger. Foto: imago images/Sven Simon

Aeronauten-Sänger Olifr M. Guz (19. Januar)

Oliver Maurmann alias Olifr M. Guz, der Frontmann der Schweizer Band "Die Aeronauten", ist am 19. Januar im Alter von 52 Jahren gestorben. Maurmann habe im Krankenhaus fast vier Monate, letztlich vergeblich, auf ein neues Herz gewartet, schrieben die Bandmitglieder. Maurmann trat auch als Solointerpret auf. Der Sender nannte ihn einen "Anti-Held der Schweizer Musik". Er habe die Szene mit poetischem Punk, Pop und Soul bereichert. 

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Oliver Maurmann alias Olifr M. Guz. Foto: imago images/Hogreve

Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow (15. Januar)

Der Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow starb am 15. Januar im Alter von 34 Jahren. Schmidt-Modrow spielte unter anderem bei der Fernsehserie "Dahoam is Dahoam" als Pfarrer Simon Brandl und in der Telenovela "Sturm der Liebe" als Bertram Liebig mit. Außerdem war er in mehreren Kinofilmen zu sehen, unter anderem in dem Drama "Die Welle" an der Seite von Jürgen Vogel und Frederick Lau. 

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Ferdinand Schmidt-Modrow. Foto: imago images/Mary Evans

Ex-Eishockey-Spielerin Sophie Kratzer (13. Januar)

Die ehemalige Eishockey-Nationalspielerin Sophie Kratzer starb am 13 Januar im Alter von nur 30 Jahren an einer schweren Krankheit. Die im bayrischen Landshut geborene Kratzer spielte seit 2008 für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, nahm an fünf Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi teil und kam in 149 Länderspielen zum Einsatz. 

Bei der WM 2017 in Plymouth (USA) feierte Kratzer den größten deutschen Erfolg der WM-Geschichte mit, als die DEB-Auswahl überraschend ins Halbfinale einzog und den vierten Platz belegte. Im gleichen Jahr wurde sie mit dem ESC Planegg zum insgesamt siebten Mal deutscher Meister. Für den DEB arbeitete Kratzer zuletzt bei der Organisation der Männer-WM in Köln und Paris mit.

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Sophie Kratzer. Foto: imago images/Eibner

Rush-Schlagzeuger Neil Peart (7. Januar)

Der Schlagzeuger Neil Peart ist tot. Peart, der für die kanadische Rock-Band Rush am Schlagzeug saß, sei am 7. Januar im Alter von 67 Jahren in Kalifornien an einem Hirntumor gestorben, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf einen Sprecher seiner Familie. Der Schlagzeuger sei bereits am Dienstag einem Krebsleiden erlegen, teilte die Band Rush "mit gebrochenem Herzen und tiefster Traurigkeit" per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Peart habe mehr als drei Jahre lang gegen den Krebs gekämpft.

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Neil Peart. Foto: afp

Ex-Nationaltorwart Hans Tilkowski (5. Januar)

Der frühere deutsche Fußball-Nationaltorwart und einstige Schlussmann von Borussia Dortmund starb am 5. Januar im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit, wie der BVB unter Berufung auf Tilkowskis Familie am Montag bestätigte. Sein Name ist eng mit dem legendären Wembley-Tor aus dem WM-Finale von 1966 verknüpft. 

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Hans Tilkowski. Foto: dpa/ Bernd Thissen

Schauspielerin Veronika Fitz (4. Januar)

Die Volksschauspielerin Veronika Fitz starb am 4. Januar nach langer schwerer Krankheit im Kreis ihrer Familie, wie ihre Tochter mitteilte. Fitz wurde 83 Jahre alt. Bekannt wurde die Schauspielerin vor allem durch ihre Hauptrolle in der BR-Serie "Die Hausmeisterin" an der Seite von Helmut Fischer und Ilse Neubauer. Auch in "Forsthaus Falkenau" und "Der Bulle von Tölz" stand sie vor der Kamera. 

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Veronika Fitz. Foto: dpa/Tobias Hase

Ex-Freund von Whitney Houstons Tochter, Nick Gordon (1. Januar)

Der ehemalige Lebensgefährte von Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown starb am 1. Januar im Alter von 30 Jahren in Florida. US-Medien berichteten unter Berufung auf Nick Gordons Bruder, dass er nach einer Drogenüberdosis am Neujahrstag starb. 

Gordon wurde in einem Zivilprozess für den Tod seiner Ex-Freundin mitverantwortlich gemacht. Die 22-Jährige war im Januar 2015 bewusstlos in einer Badewanne gefunden worden und nach einem halben Jahr im Koma gestorben. Gordon wurde damals zur Zahlung von 36 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) Schadenersatz verurteilt. Bobbi Kristina war die Tochter des US-Sängerpaares Whitney Houston und Bobby Brown (50). 

dpa/epa/Paul Buck
Bobbi Kristina Brown und Nick Gordon. Foto: dpa/epa/Paul Buck


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