Wirtschaft Strategie der Deutschen Post: Komfortable Situation

Meinung – Norbert Meyer | 27.05.2014, 19:19 Uhr

Während der Deutschen Post das Briefgeschäft wegbricht, setzt sie auf neue Strategien – etwa Paketkästen. Damit ist sie erfolgreich und kann positiv in die Zukunft blicken.

Die Bestätigung von Vorstandsprognosen vor Aktionären mag sich langweilig anhören – sie ist es aber im Fall der Deutschen Post ganz und gar nicht. Denn das Szenario, von dem Postchef Frank Appel und seine Managerkollegen ausgehen, ist ebenso vielversprechend wie realistisch: Der Handel über das Internet wird auch in Zukunft deutlich wachsen.

Mit seiner wichtigsten Tochter DHL befindet sich der DAX-Konzern Deutsche Post daher in einer komfortablen Situation. Selbst wenn er nur seine führende Position in Deutschland und Europa behauptet, kann er vom starken Einkaufstrend per Mausklick profitieren. Die Pakete der Versandhändler müssen schließlich zum Kunden gelangen. Und mit ihren Preisen für diese Dienstleistung ist die Post durchaus konkurrenzfähig.

Im Briefgeschäft sieht die Sache anders aus, aber dieser Bereich spielt in der Konzernbilanz des früheren Monopolisten nur noch eine Nebenrolle. Hier arbeitet das Internet gegen die Post, ist aber alles in allem ein großer Antreiber ihres Geschäfts.

Die Anteilseigner haben allen Grund zur Zufriedenheit, hat doch ihre „Aktie Gelb“ den Aufwärtstrend des DAX in den letzten Jahren um Längen übertroffen. Es besteht also kein Grund für die Deutsche Post, allzu viel zu riskieren, um den US-Rivalen UPS als Weltmarktführer abzulösen.