Wirtschaft Schäuble für bessere Integration der Euro-Staaten

30.12.2010, 07:35 Uhr

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat als Konsequenz aus der Euro-Krise gefordert, die Integration der Mitgliedstaaten zu vertiefen. Auch die Wirtschafts- und Sozialpolitik der einzelnen Euro-Staaten müsse besser aufeinander abgestimmt werden.

«Je besser es gelingen wird, nationale Finanz-, Haushalts-, Wirtschafts- und Sozialpolitiken zur Stabilisierung der gemeinsamen Währung zu verzahnen, umso mehr wird sich die Europäische Zentralbank auf die geldpolitische Stabilitätsverantwortung einer gerade deshalb unabhängigen Notenbank konzentrieren können», schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für den Berliner «Tagesspiegel».

Er zeigte sich davon überzeugt, der Euro werde in der Folge «so die internationale Finanzwelt überzeugen, dass er eine langfristig stabile Währung bleibt, auf die die gesamte Weltwirtschaft angewiesen ist». Die von einigen Mitgliedsstaaten ins Gespräch gebrachten Euro-Bonds lehnte Schäuble dagegen erneut ab.