Wirtschaft Energieverbrauch in Deutschland steigt

20.12.2010, 12:48 Uhr

In Deutschland ist in diesem Jahr wieder mehr Energie verbraucht worden. 2010 werde der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent steigen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am Montag mit.

Mit 478 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) liege der Wert aber immer noch unter dem Niveau vor der Wirtschaftskrise 2008. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch steigt dem Bericht zufolge von 9,1 auf 9,4 Prozent. Insgesamt tragen sie 44,8 Millionen Tonnen SKE zur Energiebilanz 2010 bei, das sind 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen besonders großen Sprung macht dabei die Photovoltaik: Sie legt um mehr als 80 Prozent zu.

Aber auch Kernkraftwerke können ihren Beitrag zur Energieerzeugung um knapp 3 Prozent steigern. Der Konsum fossiler Energieträger wächst ebenfalls: Der Verbrauch legt laut Arbeitsgemeinschaft deutlich zu - bei Erdgas um 3,7 Prozent und bei Steinkohle sogar um 15 Prozent auf 57,8 Millionen Tonnen SKE.

Der Begriff «Steinkohleeinheit» bezeichne «die Energie, die frei wird, wenn man die entsprechende Menge Steinkohle verbrennt», erklärte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Uwe Maaßen.

Den Angaben zufolge steigt mit dem Verbrauch auch der energiebedingte Kohlendioxidausstoß, da etwa zwei Drittel des Gesamtzuwachses auf CO2-trächtige Energieträger entfallen. Eine der Ursachen für den gestiegenen Verbrauch sei neben der anziehenden Konjunktur auch das kalte Wetter zu Beginn und am Ende des Jahres.

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurde 1971 von verschiedenen Energieverbänden und Instituten der Energieforschung gegründet. Seitdem wertet sie jährlich diverse Statistiken der Energiewirtschaft zu einer Gesamtbilanz für Deutschland aus.