Umbau bei Kupferverarbeiter IG Metall zweifelt Stellenstreichungspläne bei KME an

Von Christian Schaudwet | 31.07.2014, 15:29 Uhr

Die Industriegewerkschaft Metall zweifelt die Plausibilität der Stellenstreichungspläne des Osnabrücker Kupferverarbeiters KME an. „Wie schon im November 2013 die Zahl von 350 nicht nachvollziehbar war, so ist auch jetzt die Zahl von 140 Entlassungen aus Sicht der IG-Metall frei gegriffen“, kritisiert die Gewerkschaft in einer Stellungnahme.

Darüber, wie diese Zahl ermittelt worden sei, habe das Unternehmen noch keine näheren Informationen zur Verfügung gestellt. Noch im Frühjahr hatte ein Abbau von bis zu 350 Jobs gedroht. Zu dieser Zeit war die Leistungs- und Strukturanalyse, mit der das Unternehmen den Streichungsbedarf ermitteln wollte, noch im Gange. Besonders groß war die Verunsicherung in der Belegschaft Ende 2013 gewesen, als - aufgerufen von der IGMetall – rund 650 Mitarbeiter die Arbeit niederlegten und in einem Protestzug vor das Werkstor gezogen waren.

Die nun während einer Betriebsversammlung genannte Zahl 140 ist nach Aussage der KME-Geschäftsführung Ergebnis einer Analyse

- des Marktes und der absehbar absetzbaren Mengen- der Profitabilität der einzelnen Produkte- künftiger Investitionen- möglicher Prozessumstellungen- von Möglichkeiten zum Auslagern von Tätigkeiten

Nach Worten ihres 1. Bevollmächtigten in Osnabrück, Peter Spiekermann, wollen die Gewerkschafter den KME- Betriebsrat in den anstehenden Verhandlungen über die Details des Stellenabbaus unterstützen, „um die Zahl der Entlassungen so gering wie möglich zu halten und sozialverträglich zu gestalten“. Das Management hatte betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Weitere Wirtschaftsnachrichten aus der Region Osnabrück-Emsland unter www.noz.de/regionale-wirtschaft