Probleme auf Milchmarkt Deutsches Milchkontor mit Gewinneinbruch

Von dpa | 10.03.2015, 14:22 Uhr

Das Russland-Embargo belastet den Milchmarkt und hat bei Deutschlands größter Molkerei DMK Deutsches Milchkontor 2014 für einen deutlichen Gewinneinbruch gesorgt. Der Konzernüberschuss sank nach vorläufigen Zahlen von 51,7 Millionen Euro auf 42 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Im Vorjahr hatten noch starke Exporte und hohe Milchpreise das Ergebnis beflügelt. Im Nordwesten beschäftigt das DMK auf dem Milchhof in Georgsmarienhütte rund 340 Mitarbeiter, im Speiseeiswerk in Recke etwa 210. Im Emsland zählt das Unternehmen im Milchpulver-Werk in Beesten 85 Mitarbeiter, in Neubörger arbeiten etwa 115 Menschen in der Joghurtproduktion.

Nach Angaben von Unternehmenschef Josef Schwaiger verzichtete das DMK auf einen möglichen höheren Gewinn, um Einbußen der Bauern bei der Auszahlung im vierten Quartal abzufedern. Im Jahresdurchschnitt erhielten die Landwirte 36,86 Cent je Kilogramm Milch, 2013 waren es noch 37,40 Cent. Der Umsatz lag unverändert bei etwa 5,3 Milliarden Euro.

Das Ende der Milchquote vom 1. April an wird nach Einschätzung des DMK wenig verändern. Das Unternehmen rechne wie bisher mit bis zu vier Prozent mehr Milch im Jahr. DMK war 2011 aus der Fusion der Genossenschaften Nordmilch in Bremen und Humana Milchunion im nordrhein-westfälischen Everswinkel entstanden. Mehr als 9000 Landwirte sind Mitglieder.

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