Osnabrück, Emsland, Delmenhorst Wo Reihenhäuser in Niedersachsen besonders teuer sind

Von Sven Mechelhoff | 08.06.2016, 21:52 Uhr

Die Nachfrage steigt, die Preise auch: Gebrauchte Reihenhäuser in Niedersachsen werden immer teurer. Die Preise haben seit 2013 in drei Viertel aller Landkreise und kreisfreien Städte zugelegt, wie die Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) mitteilt.

Demnach wird für Häuser aus zweiter Hand am meisten in Hannover verlangt. Der Standardpreis dort liegt bei 275.000 Euro. Westlich von Bremen ist der Durchschnittspreis mit 224.400 Euro in der Stadt Osnabrück am höchsten. Günstiger sind Reihenhäuser im Landkreis Osnabrück (170.000 Euro), im Emsland (135.000 Euro) oder in Delmenhorst (136.750 Euro). Besonders preiswert zu haben sind sie hingegen zum Beispiel in der Grafschaft Bentheim (98.500 Euro) oder in der Wesermarsch (96.500 Euro).

Anhand von Anzeigen ausgewertet

Die Daten stammen aus dem aktuellen LBS-Kaufpreisspiegel für das vierte Quartal 2015 und das erste Quartal 2016. Für die Analyse hat das Forschungsinstitut Empirica die Verkaufsangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen und Online-Portalen ausgewertet. Für einen Hauskauf in der Stadt Osnabrück muss ein Normalverdienerhaushalt 5,3 Jahresnettoeinkommen aufbringen, so die Berechnung des Instituts.

Die LBS hebt die Stadt Osnabrück sowie den Landkreis Vechta als Orte beziehungsweise Regionen in Niedersachsen hervor, in denen in den vergangenen drei Jahren die Preise erheblich gestiegen sind: jeweils um jährlich 15 Prozent. Spitzenreiter im Land ist der Landkreis Northeim mit 23 Prozent. Am günstigsten sind Häuser aus zweiter Hand im Landkreis Osterode am Harz zu bekommen. Als Standardpreis werden aktuell 59.750 Euro verlangt.

Preisvorteil von 20 Prozent

Der Vorstandsvorsitzende der LBS Nord, Rüdiger Kamp, erklärt die hohe Nachfrage nach Reihenhäusern aus dem Bestand wie folgt: „Vor allem in den Städten sind gebrauchte Reihenhäuser eine gute Alternative. Im Schnitt bieten sie einen Preisvorteil von gut 20 Prozent gegenüber Neubauten. Und bei den aktuell günstigen Finanzierungsbedingungen wird das Wohnen in einer selbst genutzten Immobilie im Vergleich zur Mietwohnung immer attraktiver.“