Neuer Geschäftsführer im Amt Osnabrück: Martin Meyer-Luu verlässt Nordwestbahn

Von Alexander Klay | 22.12.2014, 18:37 Uhr

Zum zweiten Mal gibt es in diesem Jahr einen Wechsel an der Spitze der Nordwestbahn (NWB): Auf Martin Meyer-Luu folgt Rolf Erfurt als Vorsitzender der Geschäftsführung. Damit sind die kommunalen Anteilseigner nicht mehr in der Chefetage des regional bedeutenden Eisenbahnunternehmens mit Sitz in Osnabrück vertreten.

Bislang war die Geschäftsführung des Verkehrsbetriebs unter den Anteilseignern aufgeteilt: Meyer-Luu vertrat die kommunalen Anteilseigner, das sind die Stadtwerke Osnabrück sowie Verkehr und Wasser Oldenburg, die gemeinsam zu 36 Prozent an der Nordwestbahn beteiligt sind. Der Mehrheitsgesellschafter Veolia Verkehr, Tochter des französischen Verkehrskonzerns Transdev, stellte ein weiteres Mitglied der Geschäftsführung.

Künftig sind beide Posten von Veolia-Managern besetzt: Rolf Erfurt und Henning Weize. Dies geschieht bereits im Vorgriff auf den bevorstehenden Ausstieg der kommunalen Partner bei der NWB, so ist in der Branche zu hören. Bis Ende 2017 ziehen sich beide Stadtwerke aus ihrer Beteiligung zurück. An diesem Zeitplan ändere auch der jüngste Wechsel in der Geschäftsführung nichts, betont Stadtwerke-Sprecherin Katja Diehl gegenüber unserer Redaktion: „Die Personalie hat nichts mit der bevorstehenden Veränderung der Gesellschafterstruktur zu tun.“

Denn der Abgang Meyer-Luus Ende vergangener Woche kam nicht überraschend – der langjährige Geschäftsführer der Nordwestbahn sei planmäßig in die passive Phase der Altersteilzeit gewechselt. Diesen Entschluss habe er bereits vor sieben Jahren getroffen. Der Termin falle somit eher zufällig in die Zeit des Umbruchs bei der NWB. Dem Osnabrücker Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern stehe er weiterhin als Berater zur Seite. Die Nordwestbahn war am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bereits im Frühjahr hatte Hansrüdiger Fritz, der die Nordwestbahn seit ihrer Gründung im Jahr 1999 leitete, das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Er vertrat die Seite des mehrheitlichen Gesellschafters Veolia Verkehr und wechselte zur Deutschen Bahn. Dort übernahm er die Regionalleitung in Bayern. Sein Nachfolger ist Henning Weize.

Weitere Wirtschaftsnachrichten aus der Region Osnabrück-Emsland unter www.noz.de/regionale-wirtschaft