„Hilfe nicht mehr nötig“ Kommunen fordern Maut für Fernbusse

Von Beate Tenfelde | 11.01.2016, 18:29 Uhr

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine Fernbus-Maut, an der die Kommunen beteiligt werden sollen. „Wir brauchen dieses Geld für die Reparatur von Straßen und Brücken“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im Gespräch mit unserer Redaktion.

.330 Fernbuslinien führen durch Deutschland – mit ständig steigenden Nutzerzahlen und immer neuen Tiefpreis-Angeboten. Seien 2013 noch neun Millionen Fahrgäste eingestiegen, nutzten 2015 bereits 20 Millionen Fahrgäste dieses Angebot.

„Fernbusse brauchen keine Starthilfe mehr“, erklärte Landsberg. Die Befreiung dieser Branche von der Maut müsse entfallen. Dies sei auch ein Beitrag zu fairem Wettbewerb. Vertreter der Bahn hatten mehrfach kritisiert, dass die Bahn Entgelte für die Netznutzung zahle, Busse aber von Gebühren ausgenommen seien.

Erneut sprach sich der Deutsche Städte- und Gemeindebund für eine zügige Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen aus. Die dadurch erwarteten Mehreinnahmen von rund 4,4 Milliarden Euro müssten ebenfalls dazu beitragen, den nach wie vor bestehenden Investitionsstau bei Verkehrswegen aufzulösen.