EU-Verbleib befürwortet „Brexit“ beträfe auch Firmen in Osnabrück, Emsland und Grafschaft

Von Sven Mechelhoff | 18.05.2016, 21:57 Uhr

Eine große Mehrheit der Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim (IHK) wünscht sich einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union. Das geht aus einer IHK-Umfrage hervor.

Demnach engagieren sich derzeit rund 350 Unternehmen aus dem Kammerbezirk in Großbritannien. Die IHK hatte die regionalen Unternehmen zu den möglichen Auswirkungen eines sogenannten „Brexits“ befragt.

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Konkret befürworten 84 Prozent einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Genauso viele Unternehmen erwarten auch, dass es nicht zum „Brexit“ kommen wird.

Sollte es doch einen „Brexit“ geben, rechnet mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen mittelfristig mit negativen Auswirkungen für ihr Geschäft. Befürchtet wird unter anderem auch ein wegen neuer Zollgrenzen erhöhter bürokratischer Aufwand.

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Mehr als jedes drittes Unternehmen geht zudem von einem Umsatzrückgang für den deutschen Standort aus. Ein Drittel der Unternehmen mit eigenen Niederlassungen in Großbritannien befürchtet einen Umsatzrückgang der dortigen Standorte. Damit könnte auch ein Personalabbau einhergehen.

Ein „Brexit“ hätte für die Unternehmen aber auch positive Aspekte: So äußern einzelne die Vermutung, dass Großbritannien im Falle eines EU-Austritts keine Sonderregelungen zu Lasten der anderen Mitgliedsstaaten mehr erreichen könne.